Bachelorarbeit, 2024
44 Seiten
1 Einleitung
1.1 Hintergrund
1.2 Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau und Methodik
2 Sterben, Tod und Trauer
2.1 Begriffserklärungen: Sterben, Tod und Trauer
2.2 Die Tabuisierung von Sterben und Tod in der Gesellschaft
2.3 Sterben, Tod und Trauer in der Schule
3 Epikur’s und Nagel’s Haltung zum Tod
3.1 Epikur: Der Tod geht uns nichts an
3.2 Nagel: Ist der Tod ein Übel?
4 Sensibilisierung der Schüler*innen für die Endlichkeit des Lebens
4.1 Philosophieunterricht
4.2 „Tod und Sterben“ als Themen des Philosophieunterrichts
4.3 Didaktische Überlegungen
5 Schlussbetrachtung
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht die philosophischen Positionen von Epikur und Thomas Nagel zum Tod und prüft deren Eignung, um Schüler*innen im Fach Praktische Philosophie für die Endlichkeit des Lebens zu sensibilisieren. Ziel ist die Entwicklung einer fundierten Unterrichtsplanung, die den Umgang mit Tod und Trauer enttabuisiert.
3.1 Epikur: Der Tod geht uns nichts an
Epikur sah es als Aufgabe der Philosophie an, Menschen durch Denken und Erkenntnissen von Ängsten zu befreien, die sie quälen, aber unbegründet sind. Dazu gehört auch die Angst vor dem Tod. Die zentrale These Epikurs lässt sich gut an folgendem Zitat erkennen:
„ [...] der Tod betrifft uns überhaupt nicht; wenn wir sind, ist der Tod nicht da; wenn der Tod da ist, sind wir nicht. Er betrifft also weder die Lebenden noch die Gestorbenen.“
Seiner Auffassung nach sind Leben und Tod also unabhängig voneinander. Es scheint „sinnlos“ sich mit dem Tod zu beschäftigen. Laut Epikur entsteht und besteht alles Gute und Schlechte in den Empfindungen. Der Tod ist die Aufhebung der Sinneswahrnehmung und Epikur schließt daraus, dass der Tod den Menschen nichts angehe, „da nur das Wahrnehmbare den Menschen betrifft“. Deswegen ist es laut Epikur nicht möglich, negative oder positive Aussagen über den Tod zu äußern, da man diesen nicht warnen kann und daher auch nicht beurteilen kann. Der Tod ist weder etwas Gutes noch etwas Schlechtes. Die Existenz des Individuums endet mit dem Tod, denn nach Epikur lösen sich durch den Tod die Atome des Körpers und der Seele auf. Er war ein Vertreter des Atomismus und der Meinung, dass alles, was in der Welt existiert, aus Atomen besteht.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesellschaftliche Tabuisierung von Tod und Sterben und begründet die Relevanz des Themas für den institutionalisierten Philosophieunterricht.
2 Sterben, Tod und Trauer: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe, analysiert das gesellschaftliche Spannungsfeld zwischen Verdrängung und Akzeptanz und skizziert die Bedeutung für den Schulalltag.
3 Epikur’s und Nagel’s Haltung zum Tod: Hier werden die konträren Positionen der beiden Philosophen gegenübergestellt, wobei Epikurs Atomismus Nagels subjektiv-objektiver Perspektive auf das „Übel“ des Todes gegenübersteht.
4 Sensibilisierung der Schüler*innen für die Endlichkeit des Lebens: Dieser Teil expliziert die Chancen für den Philosophieunterricht und mündet in einer konkreten didaktischen Stundenplanung.
5 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Relevanz der philosophischen Auseinandersetzung für die Identitätsbildung von Heranwachsenden zusammen und gibt einen Ausblick auf zukunftsorientierte Bildungsansätze.
Sterblichkeit, Tod, Sterben, Trauer, Philosophieunterricht, Epikur, Thomas Nagel, Didaktik, Hospiz, Tabuisierung, Lebensende, Ethik, Existenz, Endlichkeit, Schülerbildung
Die Arbeit befasst sich mit der Integration der Themen Tod und Sterben in den Philosophieunterricht an Schulen als Beitrag zur Enttabuisierung.
Die zentralen Themen sind philosophische Todestheorien, die gesellschaftliche Tabuisierung, schulische Didaktik und die Vorbereitung auf Hospizbesuche.
Das Ziel ist es, die Positionen von Epikur und Thomas Nagel didaktisch aufzubereiten, um Schüler*innen für die eigene Endlichkeit zu sensibilisieren.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse der philosophischen Primärtexte sowie fachdidaktische Konzepte zur Unterrichtsplanung.
Der Hauptteil analysiert die Definitionen von Tod und Sterben, vergleicht die Ansätze von Epikur und Nagel und entwirft eine fiktive Unterrichtsstunde.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sterblichkeit, Enttabuisierung, Philosophieunterricht, Endlichkeit und pädagogische Didaktik geprägt.
Epikur sieht den Tod als bedeutungslos, da er nicht erlebbar ist, wohingegegen Nagel ihn als Übel definiert, da er die Möglichkeiten des Lebens wegnimmt.
Das Hospiz dient als praktischer Lernort, um die theoretische Auseinandersetzung mit Sterblichkeit in eine reale, lebensweltliche Erfahrung für Schüler*innen zu überführen.
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