Diplomarbeit, 2009
215 Seiten, Note: 2
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. EINLEITUNG
2. ACHTSAMKEIT
2.1 Der Ursprung der Achtsamkeit und die Entwicklung der Achtsamkeit in der westlichen Wissenschaft
2.1.1 Achtsamkeit in der humanistischen Psychologie
2.1.2 Achtsamkeit in der Verhaltenstherapie
2.1.3 Achtsamkeit in der Positiven Psychologie
2.2 Begriffsbestimmung, theoretische Modelle
2.2.1 Das buddhistische Modell der Achtsamkeit
2.2.2 „Klassische“ Definition der Achtsamkeit nach Kabat-Zinn
2.2.3 Facetten der Achtsamkeit
2.2.4 Modelle der Achtsamkeit
2.2.4.1 Modell der Achtsamkeit nach Langer
2.2.4.2 Sternberg’s Images of Mindfulness
2.2.4.3 Shapiro, Carlson, Astin und Freedman’s „Model of Mindfulness“
2.2.4.4 Zwei-Komponenten-Modell der Achtsamkeit (Bishop et al.)
2.2.4.5 Goleman: Achtsamkeit als Grundlage der Emotionalen Kompetenz
2.3 Instrumente zur Erfassung von Achtsamkeit
2.3.1 Cognitive and Affective Mindfulness Scale
2.3.2 Five Facets Mindfulness Questionaire
2.3.3 Freiburger Fragebogen zur Achtsamkeit
2.3.4 Kentucky Inventory of Mindfulness Skills
2.3.5 Mindfulness Attention Awareness Scale
2.3.6 Mindfulness Questionaire
2.3.7 Toronto Mindfulness Scale
2.4 Achtsamkeit als Intervention
2.4.1 Mindfulness-Based Stress Reduction
2.4.1.1 Achtsamkeitsübung
2.4.1.2 Sitzmeditation
2.4.1.3 Body Scan
2.4.1.4 Yoga
2.4.1.5 Gehmeditation
2.4.1.6 Ein Tag voller Achtsamkeit
2.4.2 Mindfulness-Based Cognitive Therapy
2.4.2.1 Doing Mode
2.4.2.2 Being Mode
2.4.2.3 Das Acht-Sitzungen-Programm nach Segal et al.
2.4.3 Dialektisch-Behaviorale Therapie
2.4.3.1 Therapiephasen
2.4.3.2 Fertigkeitentraining
2.4.4 Acceptance and Commitment Therapy
2.4.5 Wirksamkeitsstudien zum MBSR-Programm
2.4.6 Wirksamkeitsstudien der MBCT
2.4.7 Achtsamkeit und geistige Übungen
2.4.7.1 Aktuelle Forschungen im Bereich der geistigen Übungen
2.4.7.2 Relevante Studien
2.5 Geschlechtsspezifische Aspekte der Achtsamkeit
3. EMOTIONALE INTELLIGENZ
3.1 Historischer Abriss
3.2 Überblick über das Konstrukt
3.3 Modelle der emotionalen Intelligenz
3.3.1 Modell der emotionalen Intelligenz von Mayer, Salovey und Caruso
3.3.2 Modell der emotionalen Intelligenz von Bar-On
3.3.3 Modell der der emotionalen Intelligenz nach Goleman
3.3.4 Das Meta-Mood-Konzept
3.4 Achtsamkeit und emotionale Intelligenz
4. SELBSTWERT UND SELBSTWERTGEFÜHL
4.1 Überblick über das Konstrukt des Selbstwert
4.2 Achtsamkeit und Selbstwert
5. OFFENHEIT FÜR ERFAHRUNGEN
5.1 Überblick über das Konstrukt der Offenheit
5.2 Achtsamkeit und Offenheit
5.2.1 Achtsamkeit und Offenheit im Buddhismus
5.2.2 Achtsamkeit und Offenheit in der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion
5.2.3 Zusammenfassung der Beziehungen Offenheit – Achtsamkeit
5.2.4 Relevante Studien
6. PHYSISCHE UND PSYCHISCHE GESUNDHEIT
6.1 Definitionen von Gesundheit
6.2 Lebenszufriedenheit als Aspekt der psychischen Gesundheit
6.2.1 Abgrenzungen bzw. Überschneidungen zu anderen Konstrukten
6.2.1.1 Subjektives Wohlbefinden
6.2.1.2 Lebensqualität
6.2.1.3 Glück (Happiness)
6.2.2 Achtsamkeit und Lebenszufriedenheit
6.3 Modell der Salutogenese
6.4 Gesundheit aus der Perspektive des Buddhismus
6.5 Achtsamkeit und Gesundheit
6.5.1 Relevante Befragungsstudien
6.5.2 Relevante Interventionsstudien
7. ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNG FÜR DIE WEITERE FORSCHUNG
8. FRAGESTELLUNGEN UND HYPOTHESEN
8.1 Achtsamkeit und emotionale Intelligenz
8.2 Achtsamkeit und Selbstwert
8.3 Achtsamkeit und Offenheit für Erfahrungen
8.4 Achtsamkeit und Gesundheit
8.5 Achtsamkeit und Unterschiede in geistige Übungen
8.6 Achtsamkeit und Geschlechtsunterschiede
8.7 Zusätzliche explorative Fragestellungen
8.7.1 Kann Achtsamkeit die Gesundheit fördern?
8.7.2 Hat das Praktizieren geistiger Übungen einen Einfluss auf die weiteren untersuchten Konstrukte?
8.7.3 Gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern und den anderen untersuchten Konstrukten?
8.7.4 Gibt es Interaktionseffekte (Geschlecht x geistige Übungen)
9. VERSUCHSPLAN UND METHODIK
9.1 Versuchsplan und geplante statistische Auswertung
9.2 Untersuchungsdesign
9.3 Stichprobe und Kriterien des Samplings
9.4 Messinstrumente
9.4.1 Vorüberlegungen zur Auswahl der Verfahren
9.4.2 Freiburger Persönlichkeitsinventar (FPI-R)
9.4.3 Gießener Beschwerdebogen (GBB)
9.4.4 Kentucky Inventory of Mindfulness Skills (KIMS)
9.4.5 Multidimensionale Selbstwertskala (MSWS)
9.4.6 NEO-Persönlichkeitsinventar (NEO-PI-R)
9.4.7 Skalen der psychischen Gesundheit (SPG)
9.4.8 Trait Meta Mood Scale (TMMS)
9.4.9 Angaben zur Person
9.5 Versuchsplanung – Drehbuch
9.6 Ethische und juristische Gesichtspunkte
9.7 Kritische Würdigung der Versuchsplanung
9.8 Versuchsdurchführung
10. ERGEBNISSE
10.1 Stichprobenbeschreibung
10.1.1 Verteilung des Geschlechts
10.1.2 Altersaufteilung
10.1.3 Schulabschluss
10.1.4 Berufsgruppen
10.1.5 Familienstand
10.1.6 Kinder
10.1.7 Aktuelle psychische Krankheiten
10.1.8 Aktuelle Medikamenteneinnahme
10.1.9 Aktuelle Psychotherapie
10.1.10 Teilnahme eines Kurses geistiger Übungen
10.1.11 Praxis geistiger Übungen
10.2 Hypothesenbezogene Fragestellungen
10.2.1 Achtsamkeit und emotionale Intelligenz
10.2.2 Achtsamkeit und Selbstwert
10.2.3 Achtsamkeit und Offenheit für Erfahrungen
10.2.4 Achtsamkeit und Gesundheit
10.2.5 Achtsamkeit und Unterschiede in geistigen Übungen
10.2.6 Achtsamkeit und Geschlechtsunterschiede
10.3 Weitere explorative Fragestellungen
10.3.1 Kann Achtsamkeit die Gesundheit fördern?
10.3.2 Hat das Praktizieren geistiger Übungen einen Einfluss auf die weiteren untersuchten Konstrukte?
10.3.3 Gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern und den anderen untersuchten Konstrukten?
10.3.4 Gibt es Interaktionseffekte (Geschlecht x geistige Übungen)
11. ZUSAMMENFASSUNG UND DISKUSSION
11.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
11.2 Generalisierbarkeit der Ergebnisse
11.3 Korrelation mit den Achtsamkeitsfacetten
11.4 Achtsamkeit und emotionale Intelligenz
11.5 Achtsamkeit und Selbstwert
11.6 Achtsamkeit und Offenheit für Erfahrungen
11.7 Achtsamkeit und Gesundheit
11.7.1 Achtsamkeit und psychische Gesundheit
11.7.2 Achtsamkeit und Lebenszufriedenheit
11.7.3 Achtsamkeit und somatische Beschwerden
11.8 Achtsamkeit und Unterschiede in geistigen Übungen
11.9 Achtsamkeit und Geschlechtsunterschiede
11.10 Methodische Einschränkungen der Studie
11.11 Implikationen für die Praxis und Forschung
12. LITERATURVERZEICHNIS
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit besteht darin, Zusammenhänge zwischen Achtsamkeit als natürlichem Charaktermerkmal und verschiedenen Konstrukten des Wohlbefindens (emotionale Intelligenz, Selbstwert, Offenheit für Erfahrungen sowie physische und psychische Gesundheit) in der Normalbevölkerung zu explorieren und zu verifizieren. Hierbei wird der Frage nachgegangen, inwieweit Achtsamkeit das Wohlbefinden beeinflusst oder fördert und welche Rolle dabei Faktoren wie Geschlecht und die Praxis geistiger Übungen spielen.
2. ACHTSAMKEIT
Buddha sprach in einer seiner Lehrreden von den „Grundlagen der Achtsamkeit“ und sah durch diese „rechte Achtsamkeit“ einen Weg aus der inneren und äußeren Bedrängnis. Rechte Achtsamkeit ist die unerlässliche Grundlage für rechtes Leben und Denken, um größere innere Kraft und größeres, reineres Glück zu entwickeln. Eine Lebensweise, die heute ebenso gangbar ist wie vor 2500 Jahren, ob westliche oder östliche Tradition, für den Geschäftsmann wie für den Mönch. Das letzte Ziel des Weges rechter Achtsamkeit ist die endgültige Leidaufhebung durch die gänzliche Überwindung von Gier, Hass und Wahn. Dieser Weg wurde von Buddha klar und deutlich durch den „Edlen Achtfachen Pfad zur Leidaufhebung“ gewiesen. (Nyanaponika, 1993)
Wenn wir das Wort Meditation im weiteren Sinne als Bewusstseinserhellung und -erhöhung verstehen, dürfte die Satipatthana-Methode von Buddha (d.h. die Ausbildung in Rechter Achtsamkeit) für uns westliche Menschen der geeignetste Zugang zur Meditation sein (Nyanaponika, 1993). Es ist eine Methode, die aber auch außerhalb des Buddhismus angewandt wird, nämlich um tief ins eigene Innere zu schauen, um sich selbst und die Art unseres Bestehens zu erforschen. (Kabat-Zinn, 1990).
Auch in der Tradition des Zen-Buddhismus vermittelt die sitzende Meditation, genannt „Zazen“, die ursprünglichste und intensivste Erfahrung von Achtsamkeit. Ursprung und Wesen der Achtsamkeit wurzeln im Zen, einer Welt- und Lebensanschauung, die mit einer sehr dezidierten Körper-Geist-Schulung einhergeht, deren Ziel „Satori“ ist, was Erleuchtung bedeutet (Bohus & Huppertz, 2006). Der Zen-Buddhismus ist ein Teil der buddhistischen Tradition und entstand im 5. und 6. Jahrhundert nach Christus in China als Reformbewegung des Buddhismus. Der Zen-Buddhismus betont die Meditation und rückt die dogmatischen und ethischen Aspekte in den Hintergrund.
1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Achtsamkeit ein, definiert deren Ursprung sowie Bedeutung für die Psychotherapie und skizziert die wissenschaftliche Relevanz und Zielsetzung der vorliegenden Arbeit.
2. ACHTSAMKEIT: Hier werden der Ursprung und die wissenschaftliche Entwicklung der Achtsamkeit detailliert behandelt, verschiedene theoretische Modelle und Erfassungsinstrumente vorgestellt sowie Achtsamkeit als klinische Intervention (z. B. MBSR, MBCT) und im Kontext von Geschlechtsspezifikationen erläutert.
3. EMOTIONALE INTELLIGENZ: Dieses Kapitel liefert einen historischen Abriss, definiert das Konstrukt der emotionalen Intelligenz, stellt verschiedene Modelle vor und setzt diese in Bezug zur Achtsamkeit.
4. SELBSTWERT UND SELBSTWERTGEFÜHL: Es folgt eine theoretische Übersicht über das Selbstwertkonstrukt sowie eine Analyse der empirischen Zusammenhänge zwischen Achtsamkeit und Selbstwert.
5. OFFENHEIT FÜR ERFAHRUNGEN: Dieses Kapitel erläutert das Konstrukt der Offenheit als Persönlichkeitsfaktor, diskutiert dessen buddhistische und psychologische Perspektive und untersucht die empirische Verbindung zur Achtsamkeit.
6. PHYSISCHE UND PSYCHISCHE GESUNDHEIT: Hier werden verschiedene Gesundheitsdefinitionen, Aspekte der Lebenszufriedenheit und das Modell der Salutogenese vorgestellt sowie der Zusammenhang zwischen Achtsamkeit und Gesundheit unter Beachtung relevanter Studien beleuchtet.
7. ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNG FÜR DIE WEITERE FORSCHUNG: Dieses Kapitel führt die theoretischen Befunde zusammen und leitet daraus die spezifischen Fragestellungen und Hypothesen für den empirischen Teil der Arbeit ab.
Achtsamkeit, Mindfulness, Wohlbefinden, Emotionale Intelligenz, Selbstwert, Selbstwertgefühl, Offenheit für Erfahrungen, Psychische Gesundheit, Physische Gesundheit, MBSR, MBCT, Lebenszufriedenheit, Meditation, Geistige Übungen, Geschlechterdifferenzen.
Die Diplomarbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen Achtsamkeit und verschiedenen psychologischen Konstrukten des Wohlbefindens wie emotionaler Intelligenz, Selbstwert, Offenheit für Erfahrungen sowie physischer und psychischer Gesundheit bei der Normalbevölkerung.
Die Arbeit behandelt die Konzepte Achtsamkeit, emotionale Intelligenz, Selbstwertgefühl, Offenheit für Erfahrungen und Gesundheit in ihrer theoretischen Fundierung sowie ihrer empirischen Verknüpfung.
Das primäre Ziel ist es, die empirischen Zusammenhänge zwischen Achtsamkeit und Wohlbefinden zu erhärten und zu untersuchen, ob Achtsamkeit als Prädiktor für Gesundheit dient und Unterschiede bei Praktizierenden geistiger Übungen sowie zwischen Männern und Frauen bestehen.
Es handelt sich um eine quantitative Befragungsstudie im Querschnittdesign. Die erhobenen Daten aus einer Fragebogenbatterie wurden mit SPSS (Version 12.0) ausgewertet, wobei statistische Verfahren wie Produkt-Moment-Korrelationen (nach Pearson), Rang-Korrelationen (nach Spearman), der U-Test von Mann-Whitney und eine mehrfaktorielle Varianzanalyse (mANOVA) zum Einsatz kamen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Teil, der die Definitionen und wissenschaftliche Einordnung der untersuchten Konstrukte vornimmt, und einen empirischen Teil, in dem Hypothesen aufgestellt, die Stichprobe und Methodik dargelegt sowie die Ergebnisse präsentiert und diskutiert werden.
Zentrale Begriffe sind Achtsamkeit (Mindfulness), Wohlbefinden, emotionale Intelligenz, Selbstwert, Offenheit für Erfahrungen, physische und psychische Gesundheit sowie Meditationspraxis.
Die Studie untersucht explizit, ob Personen, die regelmäßig geistige Übungen (wie Meditation) praktizieren, in den untersuchten Konstrukten und deren Zusammenhängen signifikante Unterschiede zu Nicht-Praktizierenden aufweisen.
Es konnte kein signifikanter Unterschied in der Achtsamkeit zwischen Männern und Frauen festgestellt werden. Unterschiede zeigten sich lediglich bei der Betrachtung der emotionalen Intelligenz und psychischen Gesundheit in Abhängigkeit von der Praxis geistiger Übungen.
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