Diplomarbeit, 2002
147 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Die Informations- und Kommunikationstechnologien im Einzelhandel
2.1 Grundlagen und Begriffsbestimmungen des E-commerce
2.2 Die Entwicklung des E-commerce in Deutschland
2.2.1 Die Verteilung der Online-Händler in Deutschland nach den Branchen des Einzelhandels
2.2.2 Die Umsatzentwicklung des E-commerce in Deutschland
2.3 Die Vor- und Nachteile der virtuellen gegenüber der stationären Betriebsform
2.4 Der Multichannel-Anbieter als optimale Verknüpfung
3 Die Möbelbranche in Deutschland
3.1 Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche
3.2 Allgemeine Trends und Entwicklungen in der Möbelbranche
3.3 Die Standortverteilung und Standortfaktoren im stationären und elektronischen Möbeleinzelhandel
3.4 Die Merkmale der Großflächenanbieter und des Mittelstands
3.5 Die Einkaufsverbände in der Möbelbranche
3.5.1 Die Aufgaben eines Möbeleinkaufsverbands
3.5.2 Der Möbeleinkaufsverbund der GfM
3.6 Die Möglichkeiten der GfM im E-business
3.6.1 Geschäftserweiterungen im B2B Bereich
3.6.2 Geschäftserweiterungen im B2C Bereich
3.6.3 Innovationsbarrieren bei der Umsetzung der E-business Strategie
3.7 Das Kundenverhalten in der Möbelbranche
3.7.1 Der Einkaufsentscheidungsprozess im Handel
3.7.2 Die Verteilung der Möbelumsätze auf die Betriebstypen
3.7.3 Das stationäre Kaufverhalten in den Regionen der Kundenbefragung
4 Die zentralen Fragestellungen der Untersuchung
4.1 Die Ziele der Händlerbefragung
4.2 Das Ziel der Kundenbefragung
4.3 Die Hintergründe der räumlichen Betrachtungen
4.3.1 Der virtuelle Raum
4.3.2 Die siedlungsstrukturellen Gebietstypen
4.4 Die Literaturrecherche im Rahmen dieser Arbeit
5 Die Verbreitung der EDV- und Internetnutzung unter den Handelshäusern der GfM
5.1 Aufbau der Händlerbefragung
5.2 Rücklauf und Repräsentativität der Stichprobe
5.3 Definition der Entwicklungsstufen
5.4 Charakterisierung der Handelshäuser in den Entwicklungsstufen
5.4.1 Die Verteilung nach dem Jahresumsatz
5.4.2 Die Verteilung nach der Betriebsfläche
5.4.3 Die Verteilung nach der Betriebsgröße
5.5 Die regionale Verteilung der Handelshäuser
5.6 Die Meinungen und Vorstellungen der Handelshäuser zu Internet und E-commerce
5.6.1 GfM-Handelshäuser mit eigenem Internetauftritt
5.6.2 GfM-Handelshäuser ohne eigenen Internetauftritt
5.6.3 Die Bedeutung eines virtuellen Marktplatzes für die GfM-Handelshäuser
6 Die Internetauftritte der GfM-Handelshäuser
6.1 Bewertungsgrundlagen der Internetauftritte
6.2 Klassifizierung der Handelshäuser nach dem Inhalt der Internetseiten
6.2.1 Die Unternehmensdarstellung
6.2.2 Die Angebotsdarstellung
6.2.3 Der Online-Verkauf von Waren
6.2.4 Die Kunden bindenden Maßnahmen
7 Das Einkaufsverhalten der Kunden ausgewählter GfM-Handelshäuser
7.1 Die Auswahlkriterien der Häuser
7.2 Der Aufbau der Kundenbefragung
7.3 Der Rücklauf der Kundenbefragung
7.4 Die Herkunft der Kunden
7.5 Die Kundenstruktur
7.6 Die Internetnutzung und das Nutzerverhalten der Kunden
7.7 Das virtuelle Informations- und Einkaufsverhalten der Kunden bezüglich Möbelartikel
7.7.1 Das virtuelle Informationsverhalten
7.7.2 Das virtuelle Einkaufsverhalten
7.7.3 Die Bereitschaft der Möbelkunden zur virtuellen Nutzung
7.8 Zusammenfassung des Kundenverhaltens in den beiden Regionen
8 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Internet- und E-commerce-Nutzung von mittelständischen Möbelhandelsunternehmen, die dem Verbund GfM angehören. Das primäre Ziel ist es zu klären, ob Internetaktivitäten von bestimmten Unternehmensmerkmalen abhängen und welche räumlichen Verbreitungsmuster sich bei der Innovation "Internet" in der Möbelbranche feststellen lassen.
Die Vor- und Nachteile der virtuellen gegenüber der stationären Betriebsform
Wie die Zahlen aus vorhergehendem Kapitel zeigen, hängt der Erfolg eines virtuellen Unternehmens, bzw. der Umsatz der über das Internet getätigt wird, zu einem großen Teil von der Beschaffenheit der gehandelten Güter ab. Damit unweigerlich verbunden sind noch unterschiedlichste Faktoren, die einen Einfluss auf den Absatz der Ware haben können. Im Rahmen eines Prognosemodells zur zukünftigen Bedeutung des Business-to-Consumer E-commerce hat Christian Dach die Leistungen der stationären mit der virtuellen Betriebsform verglichen. Die gehandelten Güter werden dabei in vier Logistikklassen unterteilt.
Die digitalisierbaren Güter der Logistikklasse 1 sind dabei die einzigen Güter, bei denen die virtuelle Betriebsform gegenüber der stationären Betriebsform in punkto Lieferzeit nicht im Nachteil ist. Hier erhält der Kunde die Ware sofort und unmittelbar, wie es im stationären Einzelhandel die Regel ist. Alle drei anderen Logistikklassen dagegen haben mehr oder weniger lange Lieferzeiten.
Die Güter der Logistikklasse 4, zu denen auch Möbel, keine Mitnahmemöbel, zu zählen sind, haben beim virtuellen Handel bezüglich der Lieferzeiten und der Transportkosten keinen Nachteil, da sie in der Regel vom Kunden nicht selber transportiert werden können und auch beim stationären Kauf oftmals Lieferzeiten von mehreren Wochen auftreten.
Bei den Logistikklassen 2 und 3 dagegen fallen gegenüber der stationären Betriebsform höhere Transportkosten an. In der Logistikklasse 3 müssen speziell bei den Mitnahmemöbeln, die im Allgemeinen einen hohen Zuspruch im Online-Möbelhandel zu verzeichnen haben, die Transportkosten für die Lieferung komplett als Belastung angerechnet werden. Es wird jedoch angenommen, dass bei den Waren, die von einem KEP-Dienstleister relativ kostengünstig transportiert werden können, die Kosteneinsparungen in anderen Bereichen die erhöhten Transportkosten übersteigen, so dass in drei von vier Logistikklassen die virtuelle Betriebsform gegenüber der stationären Form nicht im Nachteil ist.
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die Bedeutung des E-commerce für die Möbelbranche und stellt die Zielsetzung der Untersuchung vor, die den GfM-Möbelverband als Fallbeispiel nutzt.
2 Die Informations- und Kommunikationstechnologien im Einzelhandel: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des E-commerce und des E-business und analysiert deren Entwicklung in der deutschen Einzelhandelslandschaft.
3 Die Möbelbranche in Deutschland: Es werden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Trends und Standortfaktoren der Möbelbranche beleuchtet, wobei besonders der Gegensatz zwischen Großflächenanbietern und dem Mittelstand herausgearbeitet wird.
4 Die zentralen Fragestellungen der Untersuchung: Dieses Kapitel formuliert die Hypothesen der Arbeit bezüglich der räumlichen Diffusion und der Akzeptanz digitaler Lösungen im Möbelhandel.
5 Die Verbreitung der EDV- und Internetnutzung unter den Handelshäusern der GfM: Die empirischen Ergebnisse der Händlerbefragung werden hier dargestellt, einschließlich der Charakterisierung verschiedener Entwicklungsstufen der Digitalisierung.
6 Die Internetauftritte der GfM-Handelshäuser: Eine qualitative Analyse der existierenden Internetauftritte der GfM-Mitglieder wird durchgeführt, klassifiziert nach ihrem inhaltlichen Umfang und Nutzen.
7 Das Einkaufsverhalten der Kunden ausgewählter GfM-Handelshäuser: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Kundenbefragung, mit Fokus auf die Nutzung des Internets zur Information und für den Möbelkauf in unterschiedlichen Regionen.
8 Schlussbetrachtung: Das Kapitel resümiert die Ergebnisse der beiden Befragungen und zieht Rückschlüsse auf die zukünftige Rolle des Internets als Ergänzung zum stationären Möbelhandel.
Möbelbranche, E-commerce, Internetnutzung, GfM, Mittelstand, Stationärer Einzelhandel, Standortfaktoren, Kundenverhalten, E-business, Online-Information, Multichannel-Strategie, Warenbeschaffung, Innovationsdiffusion, Möbelkauf, Einkaufsverbände.
Die Diplomarbeit untersucht, wie sich das Internet und E-commerce auf die Möbelbranche auswirken und inwieweit diese neuen Technologien den klassischen stationären Möbeleinzelhandel beeinflussen oder ergänzen können.
Zentrale Themen sind die digitale Transformation des Einzelhandels, die Standortpolitik in der Möbelbranche, die Rolle von Einkaufsverbänden sowie die Analyse des Online-Informations- und Kaufverhaltens von Kunden.
Das Ziel ist zu untersuchen, ob die Nutzung digitaler Medien von spezifischen Unternehmensmerkmalen abhängig ist und ob ein räumliches Gefälle bei der Verbreitung dieser Innovationen in der Möbelbranche existiert.
Die Arbeit basiert auf einem empirischen Forschungsansatz, der zwei schriftliche Befragungen umfasst: eine Vollerhebung unter den GfM-angeschlossenen Händlern sowie eine Kundenbefragung in ausgewählten Möbelhäusern.
Der Hauptteil analysiert die Angebotsseite (Händlerbefragung, Internetauftritt-Analyse) sowie die Nachfrageseite (Kundenbefragung), um die Potenziale für E-business im mittelständischen Verbund zu bewerten.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Möbelbranche, E-commerce, GfM, Mittelstand, Stationärer Einzelhandel, Standortfaktoren und Kundenverhalten.
Einkaufsverbände wie die GfM fungieren als wichtige Mittler für mittelständische Händler, um durch gebündelte Ressourcen, IT-Support und Marketingkonzepte im Wettbewerb gegen Großflächenanbieter bestehen zu können.
Die Studie vergleicht ländliche Räume mit hochverdichteten Agglomerationsräumen, um zu zeigen, wie unterschiedliche lokale Infrastrukturen das Internet-Nutzungsverhalten beim Möbelkauf beeinflussen.
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