Bachelorarbeit, 2010
62 Seiten
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise und Ziel der Arbeit
2. Ertragsrealisation nach IFRS
2.1 Grundlagen der Ertragsrealisation
2.2 Ertragsrealisation nach IAS 11
2.2.1 Ertragsrealisation nach dem Fertigstellungsgrad
2.2.1.1 Ermittlung der Auftragserlöse
2.2.1.2 Ermittlung der Auftragskosten
2.2.1.3 Ermittlung des Fertigstellungsgrades
2.2.2 Ertragsrealisation bei Vertragserfüllung
2.3 Ertragsrealisation nach IAS 18
2.3.1 Ertragsrealisation beim Verkauf von Gütern
2.3.1.1 Übergang von Chancen und Risiken
2.3.1.2 Wegfall von Verfügungsrechten
2.3.1.3 Verlässliche Bestimmung der Ertragshöhe
2.3.1.4 Wahrscheinlichkeit des wirtschaftlichen Nutzenzuflusses
2.3.1.5 Verlässliche Bestimmung der Aufwandshöhe
2.3.2 Ertragsrealisation bei Dienstleistungen
2.3.3 Ertragsrealisation bei Nutzenüberlassung
2.4 Ertragsrealisation bei Mehrkomponentengeschäften
2.4.1 Kriterien für das Vorliegen von Mehrkomponentengeschäften
2.4.2 Bilanzierung von Mehrkomponentengeschäften nach IFRS
2.4.3 Bilanzierung von Mehrkomponentengeschäften nach US-GAAP
2.4.3.1 Segmentierung von Vertragskomponenten
2.4.3.2 Aufteilung der Gesamtvergütung
2.5 Kritisches Zwischenergebnis
3. Das Konvergenzprojekt des IASB und FASB „Revenue Recognition“
3.1 Ausgangssituation
3.2 Vertragsbasierte Ertragsrealisation
3.2.1 Bestimmung von Leistungsverpflichtungen
3.2.2 Erfüllung von Leistungsverpflichtungen
3.2.2.1 Übergang der Kontrolle bei der Übertragung von Waren
3.2.2.2 Übergang der Kontrolle bei Werkverträgen
3.2.3 Bewertung von Leistungsverpflichtungen
4. Konzeptionelle Unterschiede und Auswirkungen auf die Bilanzierungspraxis
4.1 Bilanztheoretische Unterschiede zwischen den Ertragsrealisationskonzepten
4.2 Unterschiede bei Vertragsabschluss
4.3 Bewertung von Erträgen
4.4 Übergang der Verfügungsmacht
4.5 Bilanzierung von Warenverkäufen mit Gewährleistungsanspruch
4.6 Bilanzierung von Fertigungsaufträgen
4.7 Bilanzierung von Mehrkomponentengeschäften
5. Kritische Würdigung des Discussion Papers auf Praxistauglichkeit
6. Zusammenfassung und aktueller Stand des Projektes
6.1 Zusammenfassung
6.2 Aktuelle Entwicklungen
Das Hauptziel dieser Bachelor-Thesis ist es, die wesentlichen Unterschiede zwischen den bestehenden Ertragsrealisationsregelungen der IFRS (insbesondere IAS 11 und IAS 18) und dem durch das IASB und FASB im Discussion Paper „Preliminary Views on Revenue Recognition in Contracts with Customers“ vorgeschlagenen, neuen vertragsbasierten Modell herauszuarbeiten und deren Praxistauglichkeit kritisch zu hinterfragen.
2.3.1.1 Übergang von Chancen und Risiken
Im ersten Realisationskriterium (risk and reward-Kriterium) heißt es, dass sämtliche Chancen und Risiken, die im Zusammenhang mit dem Eigentum des Veräußerers stehen, auf den Käufer übertragen werden müssen.65 Grundsätzlich wird kein Ertrag realisiert, solange die mit dem Eigentum verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken beim Verkäufer liegen. Die Transaktion wird dann nicht als Verkauf angesehen.66 Als Chancen werden in der Literatur der Besitz und die Nutzung eines Guts und als Risiken der Übergang von Lasten und die Absatzgefahr bezeichnet.67 Für die korrekte Ertragsrealisation dem Grunde nach muss der Bilanzierende die Gesamtumstände des Verkaufsgeschäftes einzelfallbezogen analysieren.68
Weiterhin findet man im Anhang des IAS 18 einen Verweis auf die nationalen Gesetzesbestimmungen, die bei der Auslegung der Realisationskriterien zu berücksichtigen sind.69 Man kann demnach erst dann von einer eindeutigen und sicheren Übertragung der mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken sprechen, wenn es zu einer rechtlichen Eigentumsübertragung kommt oder der Besitzübergang auf den Käufer vollständig stattgefunden hat. Die Verfügungsmacht steht dabei über dem rechtlichen Eigentum.70
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit einer weltweiten Konvergenz der Rechnungslegungsstandards zur Beseitigung von Inkonsistenzen bei der Ertragsrealisation.
2. Ertragsrealisation nach IFRS: Dieses Kapitel stellt die geltenden Standards IAS 11 und IAS 18 sowie die Herausforderungen bei Mehrkomponentengeschäften unter der aktuellen IFRS-Systematik dar.
3. Das Konvergenzprojekt des IASB und FASB „Revenue Recognition“: Hier wird der Entwurf des neuen „contract-based revenue recognition model“ erläutert, das auf einem vertragsbasierten Ansatz sowie der Identifizierung von Leistungsverpflichtungen beruht.
4. Konzeptionelle Unterschiede und Auswirkungen auf die Bilanzierungspraxis: Dieser Abschnitt analysiert die theoretischen Unterschiede zwischen dem bisherigen dynamischen Modell und dem neuen statischen Ansatz und veranschaulicht diese anhand praktischer Beispiele.
5. Kritische Würdigung des Discussion Papers auf Praxistauglichkeit: Das Kapitel hinterfragt die Umsetzbarkeit des neuen Konzepts und adressiert die damit verbundenen Herausforderungen für Unternehmen.
6. Zusammenfassung und aktueller Stand des Projektes: Ein Resümee über die Ziele des Projekts sowie ein Ausblick auf den aktuellen Stand der Diskussion und die Bedenken aus der Unternehmenspraxis.
Ertragsrealisation, IFRS, IAS 11, IAS 18, Revenue Recognition, Mehrkomponentengeschäfte, Asset-Liability-Ansatz, Leistungsverpflichtung, Bilanzierung, Konvergenzprojekt, IASB, FASB, Umsatzrealisation, Vertragsabschluss, Diskussionspapier.
Die Arbeit befasst sich mit den bevorstehenden Änderungen in der Rechnungslegung bezüglich der Ertragsrealisation, die durch das gemeinsame Projekt des IASB und FASB initiiert wurden.
Im Zentrum stehen die IFRS-Standards IAS 11 und IAS 18, die Bilanzierung von Mehrkomponentengeschäften sowie der neue, vertragsbasierte „Asset-Liability-Ansatz“.
Ziel ist es, die Unterschiede zwischen dem Status quo und dem vorgeschlagenen Modell herauszuarbeiten und zu prüfen, ob das neue Konzept in der Praxis praktikabel ist.
Die Arbeit nutzt eine analytische Vorgehensweise, indem sie geltende Standards mit den Inhalten des Discussion Papers vergleicht und die Auswirkungen auf die Bilanzierung anhand von Anwendungsbeispielen darstellt.
Der Hauptteil analysiert die bestehende Regelungssystematik, stellt das neue Konvergenzmodell vor und führt einen konzeptionellen Vergleich sowie eine kritische Würdigung der Praxistauglichkeit durch.
Wichtige Begriffe sind Ertragsrealisation, Mehrkomponentengeschäfte, Leistungsverpflichtung, IASB/FASB-Konvergenzprojekt und Asset-Liability-Ansatz.
Nach dem alten Modell muss in der Regel erst eine Leistung erbracht werden, während das neue Modell bereits mit Vertragsabschluss Forderungen und Verbindlichkeiten entstehen lässt.
Das neue Modell wendet sich von der Bewertung zum Zeitwert ab und nutzt stattdessen den Transaktionspreis.
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