Bachelorarbeit, 2009
49 Seiten, Note: 1,3
1.Einführung
1.1. Überblick über den Inhalt
2. Methodik
2.1.Definitionen
2.1.1. Meinungsvielfalt
2.1.2. Mediensystem
2.1.3 Medienkonzentration
3. Entwicklung der Printmediensysteme Deutschlands und Polens 1989 bis 2009
3.1. Rechtlicher Rahmen der Presselandschaft in der BRD
3.2. Situation des bundesdeutschen Pressemarktes vor 1989
3.3. Entwicklung der DDR-Presselandschaft vor 1989
3.4. DDR-Printmedien im Transformationsprozess zur BRD (1989-1990)
3.5. Die deutsche Printmedienlandschaft 1990 bis 2009
3.6. Rechtlicher Rahmen des Printmediensystems in der Republik Polen
3.7. Ausgangslage im polnischen Pressemarkt vor und um 1989
3.8. Politische und wirtschaftliche Transformation in Polen aus presserelevanter Perspektive
3.9. Entwicklung des polnischen Printmediensektors 1990 bis 2009
4. Analyse
4.1. Entwicklung der Medienkonzentration in Deutschland
4.1.1. Der ostdeutsche Pressemarkt
4.2. Entwicklung der Medienkonzentration in Polen
4.2.1. Ausländisches Medienkapital im polnischen Pressemarkt
4.3. Medienkonzentration in Deutschland und Polen im Vergleich
4.4. Folgen der Medienkonzentration
4.4.1. Demokratie und Meinungsvielfalt
4.4.2. Gesellschaft und Kultur
5. Fazit / Zusammenfassung
5.1.Ausblick
Diese Arbeit führt einen detaillierten Vergleich der Printmedienlandschaften in Deutschland und Polen im Zeitraum von 1989 bis 2009 durch, wobei ein besonderer Fokus auf den Prozessen der Medienkonzentration liegt, um deren Ursachen, Mechanismen und Folgen für die demokratische Meinungsbildung zu analysieren.
3.4. DDR-Printmedien im Transformationsprozess zur BRD (1989-1990)
Mit dem Beginn des Zusammenbruches des politischen und wirtschaftlichen Systems der DDR im Herbst 1989 wurde auch der Übergang der Presse in die Marktwirtschaft und in ein neues Mediensystem eingeleitet. Dieser Umbruch lässt sich als fundamentaler Einschnitt in das Pressewesen Ostdeutschlands charakterisieren; die Aufgaben, Funktionen und Rahmenbedingungen des Mediensystems in der DDR unterschieden sich völlig vom Mediensystem in der Bundesrepublik; standen teilweise konträr zueinander.
Erste wegweisende Entwicklungen und Veränderungen in der DDR fanden im Oktober 1989 statt; das Politbüro erklärte sich zu einem gesamtgesellschaftlichen Dialog bereit, der von den Medien reflektiert und begleitet werden sollte. Die Rücktritte von Erich Honecker und ZK-Sekretär Joachim Herrmann am 18.10.1989 offenbarten die Schwäche des Staates, die sich auch in den darauf folgenden, fortschreitenden Dysfunktionalitäten der Pressekontroll- und Lenkungsinstitutionen niederschlug. Der Inhalt der Zeitungen änderte sich in kurzer Zeit, vorgefertigte, ideologisch gefärbte Artikel verschwanden. Nach einer Demonstration für Meinungsfreiheit am vierten November in Berlin wurden viele Chefredaktionen neu gewählt / besetzt. Die neue, freie Art der Berichterstattung beschleunigte den Zerfallsprozess der DDR und bestärkte die öffentliche Wahrnehmung eines desaströs gescheiterten Systems.
Am fünften Februar 1990 wurde ein von einer 30köpfigen Mediengesetzgebungskommission erarbeiteter Beschluss, der „Beschluss über die Gewährleistung der Meinungs-, Informations- und Medienfreiheit“ in der Volkskammer verabschiedet. Man orientierte sich dabei an völkerrechtlichen Vorgaben (genauer an der UNO-Konvention über die bürgerlichen und politischen Rechte vom 19.12.1966) um eine Trennlinie zur bisherigen Medienpolitik der DDR zu markieren, die von Propaganda, Instrumentalisierung und Kontrolle der Medien geprägt war. Der Beschluss sollte der erste Schritt zu einem unabhängigem, in einem demokratischem Rahmen implementierten Mediensystem sein und den Bürgern freiheitliche Grundrechte zusprechen und garantieren. Konkret beinhaltete dieser das Recht auf freie Meinungsäußerung, Informationsfreiheit, die Aufhebung jeglicher Zensur, Aufhebung der Lizenzpflicht und des Postvertriebsmonopols sowie die Pflicht staatlicher Organe, politischer Verbände oder Betriebe den Medien Informationen zur Verfügung zu stellen.
1. Einführung: Definition des Forschungsgegenstandes und der Zielsetzung der vergleichenden Analyse von Printmedienmärkten unter dem Aspekt der Medienkonzentration.
2. Methodik: Erläuterung der deskriptiven Vorgehensweise und Klärung der zentralen Fachtermini wie Meinungsvielfalt, Mediensystem und Medienkonzentration.
3. Entwicklung der Printmediensysteme Deutschlands und Polens 1989 bis 2009: Historische Aufarbeitung der Transformationsprozesse und politischen Rahmenbedingungen in beiden Ländern.
4. Analyse: Untersuchung des Verlaufs der Pressekonzentration in Deutschland und Polen unter Einbeziehung ökonomischer Kennzahlen und Fallbeispiele.
5. Fazit / Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zum Dilemma privatwirtschaftlich organisierter Presse in einer pluralistischen Demokratie und Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Medienkonzentration, Pressefreiheit, Meinungsvielfalt, Deutschland, Polen, Transformation, Printmedien, Verlagskonzentration, Publizistische Einheiten, Marktwirtschaft, DDR, Treuhandanstalt, Medienkapital, Demokratie, Wettbewerbsrecht
Die Arbeit untersucht vergleichend die Entwicklung der Printmedienlandschaften in Deutschland und Polen zwischen 1989 und 2009 mit Fokus auf Prozesse der Medienkonzentration.
Im Zentrum stehen die Transformationsprozesse der Pressemärkte, die Auswirkungen der Medienkonzentration auf den Pluralismus sowie die Rolle staatlicher und privater Akteure.
Die Arbeit analysiert, inwieweit Medienkonzentration den demokratischen Pluralismus und die Meinungsvielfalt in den untersuchten Ländern beeinflusst und welche Rolle historische Transformationsbedingungen dabei spielen.
Die Autorin nutzt vorwiegend deskriptive Methoden und analysiert empirisches Datenmaterial zu Auflagen und Konzentrationsbewegungen im Kontext existierender Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Pressesysteme von 1989 bis 2009 sowie eine anschließende detaillierte Analyse der Konzentrationsgrade in beiden Ländern.
Die zentralen Begriffe sind Medienkonzentration, Pressefreiheit, Meinungsvielfalt, Transformation und Marktwirtschaft.
Die Treuhandanstalt privatisierte die ehemaligen SED-Bezirkszeitungen überwiegend an westdeutsche Großverlage, was zu einer hohen regionalen Konzentration führte.
Polen weist eine hohe Dynamik durch ausländische Investoren auf, während der deutsche Markt konsolidierter ist und von etablierten nationalen Verlagsgruppen dominiert wird.
Das UOKiK ist die polnische Wettbewerbsbehörde, deren Effektivität bei der Regulierung von Fusionen und der Vermeidung von Zeitungsmonopolen kritisch bewertet wird.
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