Bachelorarbeit, 2008
56 Seiten, Note: 1,3
1 Gegenstand der Arbeit
1.1 Fragestellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Grundlagen
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 Erziehung
2.1.2 Coaching
2.1.3 Lernen und Lernprozesse
2.1.4 Allgemeinwissen
2.1.5 Familie
2.1.6 Familienunternehmen
2.1.7 Familieninterne Nachfolge
2.1.8 Unternehmertum und Entrepreneurship
2.2 Nachfolgevarianten
2.3 Bedeutung der familieninternen Nachfolge für die Volkswirtschaft
2.3.1 Bedeutung der Familienunternehmen
2.3.2 Zukünftige Übertragungen von Familienunternehmen
3 Erlernbarkeit von Unternehmertum
3.1 Lernprozesse und Lernstrategien
3.2 Anwendbarkeit auf Unternehmerwissen
4 Strategische Fragestellungen einer Unternehmerfamilie
4.1 Das INTES Prinzip
4.2 Erweiterung des INTES Prinzip um Coaching und Erziehung
4.3 Chancen und Risiken der familieninternen Nachfolge
4.3.1 Chancen und Risiken für den Vater
4.3.2 Chancen und Risiken für den Sohn
4.3.3 Chancen und Risiken für das Unternehmen
5 Anforderungen an den familieninternen Nachfolger
6 Erziehung zur Unternehmensnachfolge
6.1 Besondere Faktoren bei Unternehmerkindern
6.2 Identifikation besonderer Erziehungsziele und Erziehungsmittel
6.3 Vorleben der Rolle des Unternehmers durch den Vater
7 Coaching zur Unternehmensnachfolge
7.1 Bedeutung der Schulausbildung
7.2 Frühzeitiger Einbezug in das Unternehmen
7.3 Interne- und Externe Berufsausbildung
7.4 Notwendigkeit einer akademischen Ausbildung
7.5 Berufserfahrung
7.6 Familieninternes Coaching
7.7 Möglichkeiten der Erfolgskontrolle
8 Wirkungsweisen und Ausprägungen von Erziehung und Coaching
9 Fazit
Die Arbeit untersucht, wie ein Unternehmer (Vater) sein Kind durch gezielte erzieherische Maßnahmen und Coaching-Methoden motivieren und auf die Übernahme des Familienunternehmens vorbereiten kann. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Möglichkeiten und Grenzen dieser Einflussnahme sowie der kritischen Betrachtung des Vater-Sohn-Verhältnisses im Kontext der Unternehmensnachfolge.
6.3 Vorleben der Rolle des Unternehmers durch den Vater
Neben den Unternehmereigenschaften sollte die Erziehung zum Nachfolger besonders die Entwicklung von Nachfolgebereitschaft (Nachfolgewillen) im Auge haben. Eine besondere Rolle dabei hat die Präsentation der Unternehmerrolle durch den Vater.
Ein Vater, der seinem Sohn die Position als Unternehmer vorlebt, bietet ihm die Möglichkeit einen realen Einblick in diese Position zu bekommen, um sich dann frei von Druck selber für oder gegen diese Position entscheiden zu können. Wenn dagegen ein Vater durch permanente Beschwerden über seine Tätigkeit auffällt und den Eindruck vermittelt, dass er unter einem besonderen Stress stehe, alles alleine mache und nur von „Idioten“ umgeben sei, so erstaunt es nicht, wenn sein Kind sich gegen die Rolle des Unternehmers entscheidet. Genauso kann die Überbetonung seiner Leistungen abschreckend wirken: Erfolgreiche Geschäfte, die er eingeleitet und abgewickelt hat, oder seine Unfehlbarkeit bei Verhandlungen. Diese Überbetonung wirkt eher demotivierend und abschreckend. Das sture und starre Durchsetzen seines Willens gegenüber seinen Mitarbeiter kann genauso demotivierend auf den Nachfolgewillen seines potenziellen Nachfolgers wirken. Sollte der Unternehmer zudem noch erste Priorität auf das Unternehmen legen und sich kaum seinen Kindern widmen, so scheint es fast logisch, wenn der Sohn sich für einen Beruf entscheidet, der mehr Zeit für die Familie lässt.
Daher sollte ein Unternehmer seinem Sohn stetig vorführen, dass das Unternehmertum Leidenschaft und Erfüllung sein kann. Gleichzeitig kann eine reale Präsentation auch unmittelbar das Vater-Sohn-Verhältnis verbessern, wenn der Sohn die Lernbereitschaft und Offenheit für Veränderungen seines Vaters beim Abwägen und Entscheiden von betrieblichen Belangen erkennen kann. Das flexible Reagieren auf die Bedingungen des Marktes und das Eingehen auf Geschäftspartner, genauso aber auch das Zugestehen von Misserfolgen und Fehlern und die daraus gezogenen Konsequenzen, wirken positiv auf das Vater-Sohn-Verhältnis, da er nicht als unfehlbar erscheint, sondern als lernbereit.
1 Gegenstand der Arbeit: Einführung in die Problematik der Unternehmensnachfolge sowie Definition der Fragestellung und des methodischen Vorgehens.
2 Grundlagen: Definition zentraler Begriffe wie Erziehung, Coaching, Familie und Familienunternehmen sowie Analyse der wirtschaftlichen Bedeutung der Nachfolge.
3 Erlernbarkeit von Unternehmertum: Diskussion der Ausgangsthese, ob unternehmerische Fähigkeiten erlernbar sind, unter Einbezug von Lernstrategien und psychologischen Modellen.
4 Strategische Fragestellungen einer Unternehmerfamilie: Darstellung des INTES-Prinzips und Analyse der Chancen und Risiken der Nachfolge für die beteiligten Akteure.
5 Anforderungen an den familieninternen Nachfolger: Kategorisierung der notwendigen persönlichen, fachlichen und unternehmerischen Qualifikationen eines potenziellen Nachfolgers.
6 Erziehung zur Unternehmensnachfolge: Untersuchung erzieherischer Einflüsse auf Kinder von Unternehmern und Identifikation spezifischer Erziehungsziele.
7 Coaching zur Unternehmensnachfolge: Analyse von Ausbildungswegen und Coaching-Methoden zur Vorbereitung auf die Übernahme der Führungsverantwortung.
8 Wirkungsweisen und Ausprägungen von Erziehung und Coaching: Synthese der Maßnahmenbündel und deren Wirkung auf die logischen Ebenen des Nachfolgers.
9 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Förderungsmöglichkeiten und kritische Reflexion des Nachfolgeprozesses.
Unternehmensnachfolge, Familienunternehmen, Erziehung, Coaching, Vater-Sohn-Verhältnis, Nachfolgewillen, Unternehmertum, Führungskompetenz, Strategische Planung, Entrepreneurship, Ausbildung, Nachfolgekönnen, Unternehmensführung, Generationswechsel, Personalentwicklung.
Die Bachelorarbeit behandelt die Möglichkeiten und Grenzen, Kinder von Unternehmern durch gezielte erzieherische Einflüsse und Coaching-Maßnahmen auf die Übernahme des elterlichen Betriebs vorzubereiten.
Zu den Kernbereichen gehören die pädagogischen Grundlagen der Erziehung, die strategische Familienplanung (INTES-Prinzip), psychologische Lernmodelle sowie die praktische Gestaltung der Nachfolgevorbereitung.
Das Ziel ist es, zu beantworten, ob und wie ein Vater durch eine spezifische Erziehung und Ausbildung seines Sohnes dessen Motivation und Eignung zur Übernahme des Familienunternehmens fördern kann.
Die Arbeit verfolgt einen explorativen Ansatz, bei dem Anforderungen an einen Nachfolger und Unternehmereigenschaften mit Erziehungstheorien und kognitiven Lernstrategien verknüpft werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Lernen/Unternehmertum), die strategische Einordnung, die Definition des Anforderungsprofils an den Nachfolger sowie die detaillierte Ausarbeitung von Erziehungs- und Coaching-Maßnahmen.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie familieninterne Nachfolge, Erziehung, Coaching, Vater-Sohn-Verhältnis und unternehmerische Kompetenzen beschreiben.
Der Autor sieht im Vorleben eine zentrale Rolle: Ein authentisches Vorleben von Leidenschaft und Lernbereitschaft wirkt motivierend, während eine Überbetonung von Stress oder Unfehlbarkeit eher abschreckend auf den Sohn wirken kann.
Die Kontrolle verhindert, dass eine Tätigkeit im Familienunternehmen als bloßes "Geldgeschenk" wahrgenommen wird, was andernfalls zu Neid bei Mitarbeitern und einer falschen Selbsteinschätzung des Sohnes führen könnte.
Das Modell von Dilts dient dazu, die effektivsten Eingriffspunkte für Erziehungs- und Coaching-Maßnahmen zu identifizieren, um die verschiedenen Ebenen des Seins (Umwelt, Verhalten, Fähigkeiten, Werte, Identität) des Nachfolgers positiv zu beeinflussen.
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