Forschungsarbeit, 2009
173 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die subjektive Sicht der Schüler als Gegenstand der Forschung
2.1 Die Sicht der Schüler auf die Schule
2.1.1 Wie Schüler Schule sehen
2.1.2 Zusammenfassung
2.2 Die Sicht der Schüler in der Grundschule
2.3 Sportunterricht aus Schülersicht
2.3.1 Empirische Untersuchungen zum Sportunterricht aus Schülersicht
2.3.2 Zusammenfassung – Sportunterricht aus Schülersicht
3 DSB-SPRINT-Studie – Eine Untersuchung zur Situation des Sportunterrichts in Deutschland
3.1 Das Kernstück der Untersuchung – die Teilstudie zur Erfassung des Sportunterrichts
3.2 Der Sportunterricht aus Schülerperspektive
3.2.1 Relevanz des Sports in verschiedenen Settings
3.2.2 Ziele des Sportunterrichts
3.2.3 Inhalte des Sportunterrichts – Angebot und Nachfrage
3.2.4 Bewertung im Sportunterricht – die Sportnote
3.2.5 Klimatische Aspekte im Sportunterricht
3.2.6 Wie Schüler ihre Sportlehrer sehen und beurteilen
3.2.7 Wie Schüler den Sportunterricht sehen und beurteilen
3.3 Der Sportunterricht – eine qualitative Analyse aus Sicht der beteiligten Akteure
3.4 Zusammenfassung der quantitativen und qualitativen Befunde der Sprint-Studie
4 Vorgehensweise der Erhebung zu Sportunterricht aus Schülersicht in der Grundschule
4.1 Ziel, Hauptfragestellungen und Hypothesen
4.2 Forschungsmethodologie: Quantitative Forschung
4.2.1 Merkmale und Kriterien quantitativer Forschung
4.2.2 Der standardisierte Fragebogen als Methode der quantitativen Datenerhebung
4.3 Die statistische Auswertung
5 Ergebnisse der quantitativen Untersuchung und ihre Interpretation
5.1 Beschreibung der Schülerstichprobe
5.1.1 Anzahl der Probanden
5.1.2 Vereinsstatus
5.1.3 Sportliche Freizeitaktivität
5.1.4 Selbsteinschätzung der Sportlichkeit
5.1.5 Einschätzung der eigenen Leistung im Schulsport
5.1.6 Bewertung im Sportunterricht – die Sportnote
5.1.7 Zusammenfassung
5.2 Sportunterricht aus Schülersicht
5.2.1 Wohlbefinden im Sportunterricht
5.2.2 Lieblingsfach Sport
5.2.3 Relevanz des Sports in verschiedenen Settings
5.2.4 Freiwilligkeit der Teilnahme am Sportunterricht
5.2.5 Inhalte des Sportunterrichts – Angebot und Nachfrage
5.2.6 Ziele des Sportunterrichts
5.2.7 Bewertung des Sportunterrichts
5.2.8 Zusammenfassung
5.3 Der Sportlehrer aus Schülersicht
5.3.1 Schüler-Lehrer-Verhältnis
5.3.2 Der Sportlehrer als Person und Pädagoge
5.3.3 Fürsorglichkeit des Sportlehrers
5.3.4 Note für den Sportlehrer
5.3.5 Zusammenfassung
5.4 Wunsch-Sportlehrer und Wunsch-Sportunterricht aus Schülersicht
5.4.1 Wunsch-Sportlehrer aus Schülersicht
5.4.2 Wunsch-Sportunterricht aus Schülersicht
5.4.3 Zusammenfassung
5.5 Wie stellt sich der Sportunterricht aus der subjektiven Sichtweise von Grundschülern dar?
6 Hypothesenüberprüfung
7 Pädagogische Implikation und Diskussion
8 Rückblick, Ausblick und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Sportunterricht aus der subjektiven Perspektive von Grundschülern, um die Ergebnisse der bundesweiten DSB-Sprint-Studie für den Grundschulbereich zu überprüfen und zu konkretisieren. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie Grundschüler ihren Sportunterricht, ihre Sportlehrkräfte sowie ihre Idealvorstellungen wahrnehmen und bewerten.
2.1.1 Wie Schüler Schule sehen
Wie sich der Schulalltag aus dem Blickwinkel von Schülern darstellt, wird in der Studie von Hagstedt und Hildebrand-Nilshon (1980) herausgearbeitet. Die Schüleraussagen zum Thema Schulalltag wurden durch Unterrichtsprojekte, in denen die Schüler selbst aktiv wurden (Schülerreportagen, Gruppendiskussionen, von Schülern durchgeführte Schülerinterviews), gewonnen. Das Ergebnis waren Dokumente aus der 6., 7., 10. und 11. Klasse des Gymnasiums, in denen die Schüler ihren eigenen Lernalltag darstellen.
Diese Schülerdokumente wurden schließlich (qualitativ) analysiert und interpretiert, um so aktuelle und zentrale Problemfelder der Schule zu identifizieren. Die Unterrichtsprojekte zeigen letztlich auf, dass der Lerngegenstand von den Schülern kaum wahrgenommen und auch „das eigene Handeln im Unterricht […] weitgehend unreflektiert bleibt.“ (ebd. 57) Stattdessen zeigt sich in den Schülerbeschreibungen „eine starke Betonung nicht lerngegenstandsbezogener Handlungen, die im Widerspruch zur Funktion von Schule und Unterricht zu stehen scheinen.“ (ebd. 34) Mit Aufgaben-, Methoden- und Lernortwechsel werden nur wenige Vorschläge zur Veränderung des Unterrichts gemacht, eher wird von den Schülern beklagt, dass „Möglichkeiten für selbst gesteuerte Handlungen [und Aktivitäten] im Unterricht“ fehlen, für Eigeninitiative kein Platz bleibt. (ebd. 59) Auch der soziale und kooperative Bezug schulischen Handelns wird von den Schülern thematisiert, wobei vor allem das Zusammensein mit den Mitschülern und die gemeinsamen Aktivitäten im Freizeitbereich oder in den Pausen positiv bewertet werden. (ebd. 58)
1 Einleitung: Vorstellung der Zielsetzung, die Wahrnehmung des Sportunterrichts aus Grundschülersicht zu analysieren und die Befunde der Sprint-Studie zu konkretisieren.
2 Die subjektive Sicht der Schüler als Gegenstand der Forschung: Theoretische Auseinandersetzung mit der Bedeutung der Schülersicht und Überblick über bestehende Forschungsarbeiten zu Schule und Sport.
3 DSB-SPRINT-Studie – Eine Untersuchung zur Situation des Sportunterrichts in Deutschland: Detaillierte Darstellung der zentralen bundesweiten Schulsportuntersuchung, die als Referenzrahmen der Arbeit dient.
4 Vorgehensweise der Erhebung zu Sportunterricht aus Schülersicht in der Grundschule: Erläuterung des methodischen Vorgehens, der Hypothesenbildung sowie der Konstruktion und Durchführung der quantitativen Fragebogenerhebung.
5 Ergebnisse der quantitativen Untersuchung und ihre Interpretation: Präsentation und Diskussion der empirischen Befunde zur Schülerstichprobe, zur Bewertung des Sportunterrichts und zur Wahrnehmung der Lehrkräfte.
6 Hypothesenüberprüfung: Abgleich der in Kapitel 4 aufgestellten Vermutungen mit den tatsächlichen Ergebnissen der Studie.
7 Pädagogische Implikation und Diskussion: Ableitung von Konsequenzen für die Schulpraxis und Anregungen zur Verbesserung der Sportunterrichtsqualität.
8 Rückblick, Ausblick und Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der gesamten Forschungsarbeit sowie Ausblick auf weiterführende Studien.
Sportunterricht, Grundschule, Schülersicht, Sprint-Studie, Schülerperspektive, Sportlehrer, quantitative Forschung, Fragebogenerhebung, Sportnote, Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit, Motivation, Sportartenangebot, Wunsch-Sportlehrer, Schulforschung.
Die Arbeit befasst sich mit der subjektiven Wahrnehmung des Sportunterrichts durch Grundschüler und zielt darauf ab, die Ergebnisse der bekannten DSB-Sprint-Studie durch eine spezifische Untersuchung im Grundschulbereich zu überprüfen und zu vertiefen.
Zu den zentralen Themen gehören das Wohlbefinden im Sportunterricht, die Relevanz des Schulsports im Vergleich zu Freizeitaktivitäten, die Bewertung durch Noten, die Einschätzung der Sportlehrkräfte sowie die Wünsche der Kinder an ihren Unterricht.
Das Hauptziel ist es, ein umfassendes Bild darüber zu gewinnen, wie Grundschüler ihren Sportunterricht und ihre Sportlehrer erleben, um daraus Ansatzpunkte für eine qualitative Verbesserung des Schulsports abzuleiten.
Es wurde eine quantitative Untersuchung mittels eines standardisierten Fragebogens durchgeführt, der sich an der Vorgehensweise der Sprint-Studie orientiert, jedoch für das Verständnis von Dritt- und Viertklässlern angepasst wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur Bedeutung der Schülersicht, die detaillierte Vorstellung der Sprint-Studie, die Methodik der eigenen Datenerhebung sowie die ausführliche Ergebnisdarstellung und Diskussion.
Wesentliche Begriffe sind Sportunterricht, Grundschule, Schülersicht, Sportlehrer-Bewertung, Leistungsdruck, Schülermotivation und die methodische Replikation der Sprint-Studie.
Die Studie belegt, dass der Sportlehrer einen entscheidenden Einfluss auf das Wohlbefinden und die Einstellung der Kinder zum Sport hat; Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Gerechtigkeit und Sportlichkeit werden von den Schülern besonders geschätzt.
Grundschüler bewerten den Sportunterricht im Vergleich zu Kernfächern wie Mathematik oder Deutsch meist als das beliebteste Schulfach, was stark mit der positiven sozialen Atmosphäre und dem Spaßfaktor in der Sporthalle korreliert.
Die Ergebnisse zeigen, dass Grundschüler sehr bewegungsfreudig sind und den Sportunterricht als idealen Ausgleich zum restlichen Schulalltag wahrnehmen, weshalb ein Großteil den Wunsch nach einem erweiterten Stundenangebot äußert.
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