Diplomarbeit, 2005
115 Seiten, Note: 2,6
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einleitung
1.1. Motivation und Ziel
1.2. Beispiele für interaktive Menüsysteme
1.3. Gliederung der Arbeit
2. Grundlagen und Begriffsklärung
2.1. Grafische Benutzerschnittstellen (GUIs)
2.1.1. Definition
2.1.2. Historische Entwicklung
2.1.3. Normen und Style Guides
2.2. Menüs
2.2.1. Definition
2.2.2. Menüarten und inhaltliche Abgrenzung
2.2.3. Normen und Style Guides
2.3. Einsatz von Menüsystemen in HTML-Applikationen
2.3.1. Gründe für Menüsysteme als Navigation
2.3.2. Entwicklung von Navigationsarten
2.3.3. Arbeitsdefinition „interaktives Menüsystem“
3. Kriterien und Anforderungen
3.1. Grundlagen
3.1.1. Benutzerführung technischer Geräte
3.1.2. Zielgruppen und Anforderungsebenen
3.1.3. Überblick der Anforderungskategorien
3.2. Usability
3.2.1. Begriffsdefinition und Usability im Navigationskontext
3.2.2. Einschränkungen der Anwendbarkeit
3.2.3. Ansätze zur Usability-Quantifizierung
3.2.4. Zusammenfassung der Anforderungen
3.3. Barrierefreiheit
3.3.1. Begriffsdefinition
3.3.2. Gesetze und offizielle Regulierungen
3.3.3. Technische Lösungen und Anwender-Tools
3.3.4. Auswahl und Erklärung der Anforderungen
3.3.5. Überprüfung von Barrierefreiheit
3.3.6. Zusammenfassung der Anforderungen
3.4. Anpaßbarkeit, Integrierbarkeit und Gestaltung
3.4.1. Begriffsdefinitionen und Erläuterungen
3.4.2. Zusammenfassung der Anforderungen
3.5. HTML und Standards
3.5.1. Begriffsdefinition und Grund für Standards
3.5.2. Technische Anforderungen
3.5.3. Browsererweiterungen / Plugins
3.5.4. Zusammenfassung der Anforderungen
3.6. Beschreibung einer Referenzlösung
3.7. Zusammenfassung des Anforderungskatalogs
4. Marktübersicht und Bewertung
4.1. Übersicht und Auswahl
4.1.1. Marktsituation
4.1.2. Übersicht der zu betrachtenden Lösungen
4.1.3. Auswahl der Testkandidaten
4.2. Anwendung des Anforderungskatalogs
5. Referenzlösung
5.1. Ergebnisse der Bewertung
5.2. Technische Details und Optimierungen
6. Fazit
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Evaluation eines Kriterienkatalogs für interaktive Menüsysteme in HTML-basierten Applikationen. Das Hauptziel ist die Erarbeitung einer technisch einwandfreien Navigationslösung, die unter Berücksichtigung unterschiedlicher Anforderungsschichten – wie Usability, Barrierefreiheit und technische Standardkonformität – praxisnah bewertet werden kann.
2.1.1. Definition
Mit dem Oberbegriff „graphical user interface“ (grafische Benutzerschnittstelle, GUI) wird eine Schnittstelle zwischen Benutzer und technischen Systemen bzw. Applikationen bezeichnet, die aus der Notwendigkeit heraus entstand, die Bedienbarkeit und die Rückmeldungen solcher Systeme einfacher und somit intuitiver zu gestalten. Die Interaktion mit dem Benutzer findet sich hier nicht in Form beispielsweise einer Befehlssprache wieder, über die der Anwender das System steuert (Kommandozeile, „command line interface“), sondern über dargestellte grafische Elemente und Sinnbilder, mit denen der Benutzer anhand eines Steuergeräts (meist einer Maus, seltener auch eines Grafiktabletts) die gewünschte Aktion auslösen oder die gewünschte Information abfragen kann.
Dies wird bei einer GUI durch den Einsatz von Metaphern erreicht, die Objekte aus der wirklichen Welt darstellen sollen, um dem Benutzer eine schnelle Einarbeitung und effiziente Bedienung der jeweiligen Applikation zu ermöglichen. Zu diesen Metaphern gehören beispielsweise hierarchische Verzeichnisstrukturen, der sogenannte „Desktop“ oder die Benutzung von „Fenstern“. Die Abstraktion einer Aktion bzw. Handlung auf eine passende GUI-Metapher macht dabei eine gute Oberfläche aus.
Ziel der Steuerung einer Anwendung über eine GUI ist vor allem deren leichtere und schnellere Erlernbarkeit und, laut [Wes02], die daraus resultierende Steigerung der Effektivität, Effizienz und Zufriedenstellung vor allem bei unerfahrenen Benutzern. Im Gegensatz zur Kommandozeile, mit der eine spezifischere und unmittelbarere Steuerung möglich ist, ist die Benutzung einer GUI allerdings mit einer gewissen Mittelbarkeit verbunden.
1. Einleitung: Beschreibt den Wandel im World Wide Web, der die Komplexität moderner Webseiten und die Notwendigkeit für ergonomische Navigationssysteme verdeutlicht.
2. Grundlagen und Begriffsklärung: Vermittelt das theoretische Fundament zu grafischen Benutzeroberflächen, Menüarten und deren historischer Einordnung in den Kontext von HTML-Applikationen.
3. Kriterien und Anforderungen: Detaillierte Herleitung eines Anforderungskatalogs für Menüsysteme in den Bereichen Usability, Barrierefreiheit, Anpaßbarkeit sowie Standardkonformität.
4. Marktübersicht und Bewertung: Analysiert verschiedene bestehende Navigationsansätze und bewertet diese anhand des zuvor erarbeiteten Anforderungskatalogs.
5. Referenzlösung: Präsentiert und begründet eine auf HTML-Listen basierende Referenzlösung für interaktive Menüs, inklusive technischer Implementierungsdetails.
6. Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit kontextbezogener Entscheidungen bei der Entwicklung von Navigationslösungen für IT-Ingenieure.
Interaktive Menüsysteme, HTML-Applikationen, Usability, Barrierefreiheit, Accessibility, Webstandards, Navigationslösungen, GUI, Mensch-Computer-Interaktion, Webdesign, BITV, WCAG, CSS, Softwareergonomie, Suckerfish
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung, Analyse und Auswahl von interaktiven Menüsystemen für HTML-basierte Applikationen unter Berücksichtigung technischer und benutzerbezogener Anforderungen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Mensch-Computer-Interaktion, Usability-Heuristiken, Barrierefreiheit nach internationalen und nationalen Standards sowie technische Aspekte wie Markup-Semantik und Browser-Kompatibilität.
Das Ziel ist die Erstellung eines validierbaren Kriterienkatalogs zur Bewertung von Navigationslösungen, der als Entscheidungsgrundlage für die Implementierung einer „Referenzlösung“ dient.
Die Arbeit kombiniert eine Literatur- und Theorieanalyse (u.a. Usability-Modelle, Web-Standards) mit einer explorativen Analyse und qualitativen Bewertung von existierenden technischen Lösungsansätzen („best practice“).
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Herleitung eines Kriterienkatalogs (Kapitel 3), die Überprüfung marktüblicher Lösungen gegen diesen Katalog (Kapitel 4) und die Entwicklung einer optimierten Referenzlösung (Kapitel 5).
Wichtige Begriffe sind insbesondere Interaktivität, Barrierefreiheit, Usability, HTML-Validität, CSS-gestützte Navigation, sowie spezifische Browser-Anforderungen wie die „Suckerfish“-Technik.
Da Navigationen das Eingangstor zu einer Applikation bilden, entscheidet ihre Barrierefreiheit darüber, ob verschiedene Nutzergruppen – insbesondere Menschen mit Sehbehinderungen oder Nutzer assistiver Technologien – das Informationsangebot überhaupt erschließen können.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Einsatz semantischer HTML-Listen in Kombination mit CSS der robusteste Ansatz ist, während JavaScript-lastige Lösungen aus Gründen der Kompatibilität und Barrierefreiheit kritisch zu betrachten sind.
Browser-Fehler, insbesondere im Internet Explorer, machen oft technisch unsaubere Workarounds notwendig, weshalb die Arbeit Empfehlungen ausspricht, wie durch Conditional Comments und modulare Strukturen die Kompatibilität gewahrt werden kann.
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