Masterarbeit, 2008
88 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Content and Language Integrated Learning - Eckpunkte der Didaktik des bilingualen Sachfachunterrichts
2.1 Grundlagen
2.1.1 Einleitung
2.1.2 Begriffsbestimmung
2.1.3 Entwicklung bilingualer Angebote
2.2 Überlegungen zum bilingualen „Mehrwert“
2.2.1 Sprache
2.2.2 Inhalt
2.3 Elemente einer integrativen Didaktik und Methodik im bilingualen Sachfachunterricht
2.3.1 Tendenzen
2.3.2 Integration fachlichen und sprachlichen Lernens: Sechs Thesen
2.3.3 Planungsfelder für die Integration (fremd-)sprachlichen und fachlichen Lehrens und Lernens im bilingualen Sachfachunterricht
3. Bilingualer Geographieunterricht
3.1 Welche Fächer werden bilingual unterrichtet?
3.2 Geographie in einen bilingualen Curriculum
3.3 Ziele des bilingualen Geographieunterrichts
3.4 Didaktik des bilingualen Geographieunterrichts
3.5 Wann ist der Beginn des bilingualen Geographieunterrichts sinnvoll?
3.6 Fachrelevante Arbeitsweisen sowie Unterrichtsmaterialien
4. Beispiele für verschiedene Unterrichtseinheiten im bilingualen Geographieunterricht
4.1 „Settlement, Population and Cities in the USA“
4.2 „California here we come“ – Ein Beispiel für bilingualen Geographieunterricht als Frontalunterricht
5. Chancen und Risiken des bilingualen Geographieunterrichts
6. Fazit
Die Arbeit untersucht das Konzept des bilingualen Unterrichts mit besonderem Fokus auf das Fach Geographie. Ziel ist es, die didaktischen Möglichkeiten und den spezifischen Mehrwert dieser Unterrichtsform herauszuarbeiten sowie die Chancen und Risiken kritisch zu reflektieren.
Integration von Inhalt und Sprache bedeutet deshalb zunächst eine gezielte Erschließung der bisher ungeahnten Chancen für die Sachfächer selbst, die sich aus den erweiterten fachlichen Perspektiven in der Dimension des interkulturellen Lernens und durch die Verwendung von Fremd- und Muttersprache als Arbeitssprachen ergeben.
Der fremdsprachenpolitische Diskurs um Mehrsprachigkeit und schulische Mehrsprachigkeitsprofile schadet dem bilingualen Sachfachunterricht dann, wenn er den Eindruck erweckt, der Import der Fremdsprache als Arbeitssprache ins Sachfach diene lediglich instrumentell der Erweiterung der fremdsprachlichen Kompetenzen, der bilinguale Unterricht stünde in einem einfachen sprachlichen Umfeld. Content and Language Integrated Learning heißt, dass die Formel
Sachfachunterricht + Fremdsprachenunterricht = bilingualer Sachfachunterricht
zu kurz greift: Integration bedeutet, dass die Sachfach- und die Fremdsprachendidaktiken voneinander lernen mit dem Ziel, die spezifische Leistungsfähigkeit des Lehrens und Lernens im bilingualen Sachfach zu steigern. In verschiedenen Fachzeitschriften werden Konzeptentwürfe für die Durchführung bilingualen Unterrichts abgedruckt. Interessant ist hierbei, dass sich diese Entwürfe immer wieder an den Forderungen von Zydatiß nach einer Legitimierung des bilingualen Ansatzes auf der fachimmanenten Ebene, der fächerübergreifenden und fächerverbindenden Ebene sowie der Ebene der allgemeinen Bildung orientieren.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Entwicklung des bilingualen Unterrichts in Deutschland ein und beschreibt den wachsenden Bedarf sowie die konzeptionelle Vielfalt in der Schullandschaft.
2. Content and Language Integrated Learning - Eckpunkte der Didaktik des bilingualen Sachfachunterrichts: Hier werden die theoretischen Grundlagen und didaktischen Leitlinien für eine erfolgreiche Integration von fachlichem und sprachlichem Lernen dargestellt.
3. Bilingualer Geographieunterricht: Das Kapitel überträgt die allgemeinen Konzepte auf das Fach Geographie und erörtert spezifische fachrelevante Arbeitsweisen und Ziele.
4. Beispiele für verschiedene Unterrichtseinheiten im bilingualen Geographieunterricht: Anhand konkreter Praxisbeispiele wird gezeigt, wie Methoden wie das Stationenlernen oder Frontalunterricht im bilingualen Geographieunterricht umgesetzt werden können.
5. Chancen und Risiken des bilingualen Geographieunterrichts: Eine kritische Auseinandersetzung mit den Erfolgen und Schwierigkeiten der Unterrichtsform aus der Perspektive von Lehrkräften und Schülern.
6. Fazit: Eine abschließende Bewertung der Arbeit, die den bilingualen Unterricht als pädagogisch wertvoll einstuft und Empfehlungen für eine breitere Implementierung an verschiedenen Schulformen gibt.
Bilingualer Unterricht, Geographie, Content and Language Integrated Learning, CLIL, Fremdsprachenerwerb, Sachfachdidaktik, Interkulturelles Lernen, Mehrsprachigkeit, Unterrichtsmethodik, Stationenlernen, Fachsprache, Sprachbewusstheit, Raumverhaltenskompetenz, Schulpraxis, Bildungspolitik.
Die Arbeit analysiert bilingualen Unterricht im Fach Geographie, um dessen Chancen und Risiken zu beleuchten und fundierte didaktische Strategien für die Schulpraxis zu entwickeln.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen von CLIL, die spezifische Didaktik des bilingualen Erdkundeunterrichts, die methodische Gestaltung von Unterrichtseinheiten sowie die kritische Reflexion des Mehrwerts für Lernende.
Ziel ist es, die Möglichkeiten des bilingualen Unterrichts aufzuzeigen und zu unterstreichen, wie durch die Verwendung einer Fremdsprache als Arbeitssprache sowohl fachliche als auch interkulturelle Kompetenzen gefördert werden können.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, den Austausch zwischen Fremdsprachen- und Sachfachdidaktik sowie die Auswertung von bewährten Modellen der Lehrerausbildung und konkreten Unterrichtsbeispielen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen didaktischen Grundlagen (CLIL), die spezifische Anwendung auf den Geographieunterricht inklusive methodischer Tipps und die detaillierte Vorstellung konkreter Unterrichtseinheiten.
Wichtige Begriffe sind CLIL, interkulturelle Kompetenz, fachimmanente Sprache, methodische Vielfalt und funktionale Mehrsprachigkeit.
Die Methode wird als handlungsorientierter Ansatz hervorgehoben, der besonders geeignet ist, um komplexe geographische Inhalte in der Fremdsprache schülerzentriert und motivierend zu erschließen.
Das Fach Geographie wird als besonders prädestiniert angesehen, da es durch visuelle Darstellungen (Karten, Diagramme, Bilder) eine altersgemäße sprachliche Progression ermöglicht und eine hohe Lebensweltrelevanz aufweist.
Der bilinguale Unterricht verbindet fachliche Lernziele mit dem Ziel der Sprachkompetenzentwicklung, wobei der Fokus stärker auf dem prozessorientierten Umgang mit Fachsprache und authentischen Materialien liegt.
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