Diplomarbeit, 2009
110 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Innovationen
2.1. Innovationsbegriff
2.2. Innovationsarten
2.3. Wachstum durch Produktinnovation
3. Innovationsbedarf im Versicherungswesen
3.1. Der Versicherungsmarkt in Deutschland
3.1.1 Einordnung und Abgrenzung
3.1.2. Besonderheiten des Produktes „Versicherung“
3.1.3. Marktpotential und Marktentwicklung
3.1.4. Wettbewerb
3.1.5. Umfeld
3.2. Bedarf von Produktinnovationen
3.2.1. Kundenbedürfnisse
3.2.2. Image
3.2.3. Produktlebenszyklus
4. Der Markt der plastischen, rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie
4.1. Einordnung und Abgrenzung
4.2. Marktpotential und Marktentwicklung
4.3. Kunden
4.4. Wettbewerber
4.5. Umfeld
4.5.1. Politisches Umfeld
4.5.2. Gesellschaftliches Umfeld
5. Die Produktideen
5.1. Die Beauty-OP-Versicherung
5.2. Der Beauty-Sparer
5.3. Die Beauty-Zusatzversicherung
6. Untersuchungskonzept Akzeptanzanalyse
6.1. Ziele der Untersuchung
6.2. Beschreibung der Untersuchungsmethode
6.2.1. Die schriftlichen Befragungen
6.2.2. Die Tiefeninterviews
6.2.3. Die Experteninterviews
7. Auswertung und Ergebnisse
7.1. Die Jedermann-Befragung
7.1.1. Demografische Daten
7.1.2. Risiko, Involvement und Produktinteresse
7.1.3. Zum Selbstbild der Befragten
7.2. Die Patientenbefragung
7.3. Die Tiefeninterviews
7.4. Die Experteninterviews
8. Schlussfolgerungen und Ausblick
8.1. Die Beauty-OP-Versicherung
8.2. Der Beauty-Sparer
8.3. Die Beauty-Zusatzversicherung
9. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Akzeptanzpotenziale für neuartige Versicherungsprodukte im Bereich der ästhetischen Chirurgie. Ziel ist es, aus einer Marktanalyse und empirischen Datenerhebung (Befragungen und Experteninterviews) herauszufinden, ob ein konkreter Bedarf für Versicherungslösungen besteht, die Risiken oder Finanzierungshürden bei Schönheitsoperationen adressieren.
4.1. Einordnung und Abgrenzung
Unter plastischer Chirurgie versteht man operative Eingriffe am menschlichen Körper, die der Wiederherstellung von Funktion und Ästhetik der Körperoberfläche dienen. Innerhalb der plastischen Chirurgie wird zwischen der rein ästhetischen Chirurgie, der rekonstruktiven Chirurgie, der Verbrennungs- und der Handchirurgie unterschieden:
+ Die ästhetische Chirurgie ist derjenige Bereich, der im alltäglichen Sprachgebrauch unter „Schönheitschirurgie“ bekannt ist. Hierbei handelt es sich um Eingriffe, denen keine medizinische Indikation zugrunde liegt, sondern allein der Wunsch des Patienten nach einem anderen, meist als Aufwertung wahrgenommenen Aussehen. Aus diesem Grund ist die ästhetische Chirurgie stets eine privatärztliche Leistung, deren Kosten weder Krankenkassen noch private Krankenversicherungen tragen.
+ Die rekonstruktive Chirurgie subsumiert alle Fälle der operativen Wiederherstellung der Funktionalität des Körpers nach Unfall, Verletzungen, Krankheiten oder bei angeborenen Fehlbildungen. Im Gegensatz zur ästhetischen Chirurgie liegt eine klare medizinische Indikation und damit grundsätzlich eine Leistungspflicht der Krankenversicherung/Krankenkasse vor.
+ Das gilt ebenso für den Bereich der Verbrennungschirurgie, in dem es unter Zuhilfenahme der Methoden aus der Rekonstruktion um die Behandlung und Wiederherstellung bei Verbrennungen geht.
+ Das Spezialgebiet der Handchirurgie befasst sich mit Replantation, der Korrektur von Fehlbildungen und/oder Wiederherstellung von Hand und Unterarm nach Unfall oder Krankheit. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Mikrochirurgie. Ziel ist die Wiederherstellung einer in Form und Funktion akzeptablen Extremität.
1. Einleitung: Die Arbeit identifiziert die ästhetische Chirurgie als wachstumsstarken Markt und leitet daraus den Innovationsbedarf für die Versicherungsbranche ab.
2. Innovationen: Dieser Abschnitt definiert den Innovationsbegriff und klassifiziert verschiedene Innovationsarten sowie Wachstumsstrategien im Kontext der Produkt-Markt-Matrix.
3. Innovationsbedarf im Versicherungswesen: Es wird analysiert, warum die Versicherungsbranche aufgrund gesättigter Märkte und eines schlechten Images innovative Ansätze benötigt.
4. Der Markt der plastischen, rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie: Eine detaillierte Betrachtung des Zielmarktes, seiner Akteure, Risiken und rechtlichen Rahmenbedingungen.
5. Die Produktideen: Vorstellung der drei Konzepte Beauty-OP-Versicherung, Beauty-Sparer und Beauty-Zusatzversicherung.
6. Untersuchungskonzept Akzeptanzanalyse: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise, bestehend aus Bevölkerungsbefragungen, Patienteninterviews und Expertengesprächen.
7. Auswertung und Ergebnisse: Präsentation und Diskussion der empirischen Daten hinsichtlich der Akzeptanz der drei Produktideen bei der Zielgruppe.
8. Schlussfolgerungen und Ausblick: Strategische Empfehlungen für den Markteintritt und Bewertung der Erfolgsaussichten für Pionierunternehmen.
9. Zusammenfassung: Abschließender Überblick über die wesentlichen Erkenntnisse zur Marktakzeptanz und den Bedarf an spezifischen Versicherungslösungen.
Versicherungswesen, Produktinnovation, ästhetische Chirurgie, Akzeptanzanalyse, Schönheitsoperation, Innovationsbedarf, Risikomanagement, High-Involvement, Marktanalyse, Finanzierungsmodelle, Patientenbedürfnisse, Gesundheitsmarkt, Dienstleistungsinnovation, Markteintritt, Konsumentenpsychologie.
Die Diplomarbeit analysiert, inwieweit Bedarf für innovative Versicherungsprodukte im Bereich der ästhetischen Chirurgie besteht und wie hoch die Akzeptanz für solche Angebote bei potenziellen Kunden ist.
Die zentralen Themen sind Innovationsmanagement in der Versicherungsbranche, die Marktentwicklung der Schönheitschirurgie sowie die empirische Akzeptanzforschung bezüglich dreier spezifischer Produktideen.
Das primäre Ziel ist es, die Marktreife für eine Beauty-OP-Versicherung, einen Beauty-Sparer und eine Beauty-Zusatzversicherung durch eine explorative Studie zu validieren.
Es wurde ein explorativer Forschungsansatz gewählt, der eine Online- und Offline-Umfrage (425 Teilnehmer), geführte Tiefeninterviews mit Konsumenten sowie Experteninterviews mit drei Fachärzten umfasst.
Neben einer theoretischen Fundierung zu Innovationen und dem Versicherungsmarkt enthält der Hauptteil eine detaillierte Marktanalyse der ästhetischen Chirurgie und die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten.
Die zentralen Begriffe sind Versicherungswesen, Produktinnovation, ästhetische Chirurgie, Akzeptanzanalyse und Schönheitsoperation.
Die Mehrheit der Befragten, insbesondere diejenigen, die eine Operation erwägen, zeigt eine hohe Offenheit gegenüber Versicherungslösungen, die sie im Falle von Komplikationen oder Korrekturoperationen absichern.
Die befragten Fachärzte stehen der Finanzierung von ästhetischen Eingriffen kritisch gegenüber, da es sich um einen Luxusmarkt handelt, räumen aber ein, dass alternative Sparmodelle für Patienten besser geeignet sein könnten als klassische Ratenkredite.
Die Untersuchung zeigt, dass der Wunsch nach ästhetischen Operationen bei den 46- bis 60-Jährigen besonders stark vertreten ist, während die Generation 60plus tendenziell konservativer eingestellt ist.
Es zeigt sich, dass Personen, die eine ästhetische Operation in Erwägung ziehen, sich häufig unzufriedener und leicht depressiver wahrnehmen als Personen, die dies nicht tun, wobei sich dies nach einem erfolgreichen Eingriff oft verbessert.
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