Diplomarbeit, 2003
93 Seiten, Note: 1,2
1. ENTWICKLUNGPOLITIK IM WANDEL
1.1. Entwicklung als Wachstumsprozess
1.2. Entwicklung als Ausdruck der Unabhängigkeit
1.3. Die Neue Weltwirtschaftsordnung im Kontext der allgemeinen Entwicklungsproblematik
1.4. Dependenztheorien der 1970er Jahre
1.5. Das „Metropolen-Satelliten-Modell“ von André Gunder Frank
1.6. Entwicklung als Strukturanpassungsprozess
1.7. Dissoziation und autozentrierte Entwicklung nach Senghaas
1.8. Das Scheitern der „großen Theorien“
1.9. Entwicklung durch Nachhaltigkeit und Armutsbekämpfung
1.10. Resumee: Neoliberalismus als neues Entwicklungsparadigma
2. GLOBALISIERUNG ALS „EINE CHANCE FÜR ENTWICKUNGSLÄNDER“
2.1. Globalisierung: Dimensionen eines Begriffes
2.2. Historischer Hintergrund der Globalisierung
2.3. Die Integration der Entwicklungsländer in den Globalisierungsprozess
2.4. Probleme der Entwicklungsländer im Zuge der ökonomischen Globalisierung
2.4.1. Protektionismus versus Freihandel
2.4.2. Die Rohstoff-Falle
2.4.3. Die Schuldenfalle und der liberalisierte Kapitalmarkt
3. DIE SCHIEDSRICHTER AUF DEM WELTMARKT: IWF, WELTBANK UND WTO
3.1. Der IWF als finanzieller und ordnungspolitischer Akteur
3.2. Die Weltbankgruppe als „Entwicklungshelfer“
3.3. Die Welthandelsorganisation als Vorreiter des Freihandels
3.4. Die internationalen Organisationen in der Kritik
4. CHANCEN UND PROBLEME FÜR ÄGYPTEN IM ZUGE DER ÖKONOMISCHEN GLOBALISIERUNG
4.1. Länderprofil
4.1.2. Historische Grundlagen von Entwicklung und Unterentwicklung
4.2. Entwicklungsstrategien und politische Entwicklung
4.2.1. Arabischer Sozialismus unter Nasser
4.2.2. „Politik der Öffnung“ unter Sadat
4.2.3. Öffnungspolitik unter Mubarak
4.2.4. Neoliberalismus als neue Entwicklungsstrategie
4.3. Ägypten im Prozess der ökonomischen Globalisierung
4.3.1 Die Transformation der ägyptischen Wirtschaft seit 1991
4.3.2. Privatisierung
4.3.3. Liberalisierung des Finanzmarktes
4.3.4. Handelsliberalisierungen und internationale Kooperationen
4.4. Ergebnisse des Transformationsprozesses
4.4.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
4.4.2. Die Entwicklung der ägyptischen Außenwirtschaft
4.4.2.1. Außenhandelsentwicklung
4.4.2.2. Auslandsinvestitionen
4.4.2.3. Auslandsverschuldung
4.5. Soziale Folgen der Globalisierung
4.6. Konfliktpräventionen und blockierte Demokratie
4.6.1. Islamischer Fundamentalismus in Ägypten
4.6.2. Der schwierige Weg zur Demokratie
4.7. Resumee: Ägypten zwischen Krise und Integrationschance
5. SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der ökonomischen Globalisierung auf Entwicklungsländer, wobei Ägypten als länderspezifisches Fallbeispiel dient, um die Chancen und Probleme unter dem neoliberalen Entwicklungsparadigma zu untersuchen.
Die Rohstoff-Falle
Handelspolitik bedeutet für die Mehrheit der Entwicklungsländer immer noch in erster Linie Rohstoffpolitik. Gut drei Dutzend Rohstoffländer schöpfen ihre Erlöse aus dem Export eines einzigen Rohstoffs. Diese Länder sind auf dem Weltmarkt erheblichen Nachfrage- und Preisschwankungen ausgesetzt und folglich bleiben die Exporterlöse instabil bleiben. Klimabedingungen, Konsumveränderungen, Rezession in den Industrieländern, Börsenspekulation und andere Faktoren tragen zu den Preisschwankungen bei und werfen unterschiedliche Problem für die betroffenen Länder auf:
Die mittelfristige Entwicklungsplanung wird von Seiten des Staates dadurch unmöglich gemacht.
Preisschwankungen verengen oder erweitern die Importfähigkeit, das Steueraufkommen und damit die entwicklungspolitische Handlungsfähigkeit des Staates.
Sie können sich negativ auf die Einnahmen der Produzenten niederschlagen, damit auch auf die Betriebe und die Beschäftigungslage.
1. ENTWICKLUNGPOLITIK IM WANDEL: Bietet einen historischen Überblick über verschiedene Entwicklungstheorien, vom Modernisierungsansatz bis zum heutigen neoliberalen Paradigma.
2. GLOBALISIERUNG ALS „EINE CHANCE FÜR ENTWICKUNGSLÄNDER“: Analysiert den Begriff der Globalisierung und untersucht die Integration der Entwicklungsländer in den Welthandel sowie die damit verbundenen strukturellen Probleme.
3. DIE SCHIEDSRICHTER AUF DEM WELTMARKT: IWF, WELTBANK UND WTO: Untersucht die Rolle und Kritik an den drei einflussreichsten internationalen Organisationen bei der Gestaltung der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
4. CHANCEN UND PROBLEME FÜR ÄGYPTEN IM ZUGE DER ÖKONOMISCHEN GLOBALISIERUNG: Führt eine tiefgehende länderspezifische Fallstudie zu Ägyptens Entwicklungsstrategien, wirtschaftlicher Transformation und soziopolitischen Herausforderungen durch.
5. SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK: Fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert notwendige Voraussetzungen für eine erfolgreichere Teilhabe von Entwicklungsländern an der Globalisierung.
Globalisierung, Entwicklungsländer, Ägypten, Neoliberalismus, Strukturanpassung, IWF, Weltbank, WTO, Freihandel, Außenverschuldung, Rohstoff-Falle, Arbeitslosigkeit, Demokratisierung, Transformation, Wirtschaftsentwicklung.
Die Arbeit untersucht, wie ökonomische Globalisierungsprozesse die Entwicklungschancen von Entwicklungsländern beeinflussen, wobei der Fokus auf den Chancen und Risiken der neoliberalen Strategie liegt.
Die zentralen Felder sind Entwicklungstheorien, die Rolle internationaler Finanzinstitutionen, Außenhandelsstrukturen und die spezifische wirtschaftliche und politische Situation Ägyptens.
Das Ziel ist es, den Transformationsprozess Ägyptens im globalen Kontext kritisch zu analysieren und zu bewerten, inwieweit das neoliberale Paradigma zur Entwicklung beigetragen hat.
Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die theoretische Ansätze mit einer empirischen Fallstudie Ägyptens verknüpft, basierend auf Literatur und aktuellen Wirtschaftsdaten.
Der Hauptteil behandelt theoretische Konzepte (Kapitel 1), die globale Dynamik (Kapitel 2), die Institutionenwelt (Kapitel 3) und die detaillierte Untersuchung Ägyptens (Kapitel 4).
Schlüsselbegriffe sind Globalisierung, Strukturanpassung, Ägypten, Neoliberalismus, internationale Finanzinstitutionen und soziale Folgen.
Der Prozess verläuft schleppend und wird durch politische Bedenken sowie soziale Ängste vor Massenentlassungen gehemmt, was die angestrebte wirtschaftliche Modernisierung erschwert.
Er wird als Ausdruck sozioökonomischer Spannungen analysiert, die durch die soziale Ungleichheit und den Druck des neoliberalen Wandels in einer mehrheitlich muslimischen Gesellschaft verschärft werden.
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