Diplomarbeit, 2009
84 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung zu theoretischen Grundlagen und Erkenntnissen einer interdisziplinären Notaufnahme
1. 1. Begriffserläuterungen
1. 1. 1. Notfallmanagement
1. 1. 2. Patientenorientierte Organisation
1. 1. 3. Aufnahmeorganisation
1. 1. 4. Ersteinschätzung von Patienten (Triage)
1. 1. 5. Fachspezifität vs. Interdisziplinarität
2. Klinikstruktur mit einer interdisziplinären Notaufnahme
2. 1. Thesen zum Notfallaufnahmekonzept
2. 2. Einbindung der interdisziplinären Notfallaufnahme im Krankenhausorganigramm
2. 3. Schnittstellenstruktur
2. 3. 1. Schnittstellendefinition
2. 3. 2. Schnittstellen in der interdisziplinären Notfallambulanz
2. 3. 3. Koordination der Schnittstellen in einer Notfallaufnahme
2. 3. 4. Patientenübernahme durch den Rettungsdienst
3. Aufgaben, Organisation, Ressourcen einer interdisziplinären Notaufnahme
3. 1. Funktion einer interdisziplinären Notaufnahme
3. 2. Notwendigkeit interdisziplinärer Notfallaufnahmen
3. 2. 1. Facharzt für Notfallmedizin
3. 3. Organisation einer interdisziplinären Notaufnahme
3. 3. 1. Räumliche Struktur
3. 3. 2. Apparative Ausstattung
3. 3. 3. Personalplanung
3. 3. 4. Ressourcenplanung
3. 4. Planungsphase zur Implementierung einer interdisziplinären Notaufnahme
3. 4. 1. Prozesszentralisierung
3. 4. 2. Qualitätssicherung
3. 4. 3. Analyse von Effektivitätsmaßen
3. 4. 4. Maßnahmen
3. 4. 5. Kontinuierliche Evaluation
3. 4. 6. Weitere Planungsmöglichkeiten
3. 5. Integration eines modernes IT-Systems in einer interdisziplinären Notaufnahme
4. Rechtliche Rahmenbedingungen in einer interdisziplinären Notaufnahme
4. 1. Notfallspezifische Normen
4. 2. Strafrechtliche Aspekte
4. 3. Zivilrechtliche Haftung
4. 4. Hygienenische Gesetzesregelungen
4. 5. Gesetzliche Bestimmungen hinsichtlich EDV
4. 6. Spezielle Notfälle
5. Ethische Aspekte in einer interdisziplinären Notaufnahme
6. Abschluss der theoretischen Ausführungen
7. Einführung in die praktische Umsetzung zur Implementierung einer interdisziplinären Notaufnahme im Marienhospital Stuttgart
8. Diskussion (Abgleich Ist-Situation und Soll-Vorstellung)
9. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit und organisatorische Strukturierung interdisziplinärer Notfallaufnahmen im Krankenhauswesen. Das primäre Ziel ist es, den Nutzen einer zentralen, interdisziplinären Anlaufstelle zur effizienten Notfallversorgung gegenüber dezentralen, fachspezifischen Strukturen aufzuzeigen und Strategien für deren erfolgreiche Implementierung zu entwickeln.
1. Einleitung zu theoretischen Grundlagen und Erkenntnissen einer interdisziplinären Notaufnahme
„[...] Die vierjährige Paula erbricht drei Tage nach einer Mandeloperation in den frühen Morgenstunden Blut. Sofort verständigt die Mutter die Stationsschwester, diese funkt die diensthabende Kinderärztin an. Paula wird in Rückenlage in ein Behandlungszimmer getragen, dort wird versucht, das zunehmend bewusstlos werdende Kind in Rückenlage abzusaugen. Zunächst funktioniert der Sauger nicht, dann werden viel zu kleine Absaugkatheter eingesetzt. Die Kinderärztin trägt dem Pförtner sechs Minuten nach Ereignisbeginn auf, Notarzt und Oberarzt zu rufen und führt weitere fünf Telefonate zur Versorgung anderer Patienten des Krankenhauses. Zwischenzeitlich wird Paula bewusstlos – atemlos – pulslos. Die Kinderärztin trägt der Mutter auf, eine Sauerstoffmaske über den Mund zu halten, eine Intensivschwester führt die Cardiokompression aus. Mehrere Krankenschwestern eilen umher, um diverse Materialien zu suchen, die gefundenen Laryngoskope leuchten nicht. Der Notarzt, der von einer Routineverlegung ausging und ohne Blaulicht anfuhr, kommt langsamen Schrittes 16 Minuten nach Ereignisbeginn auf die Station. Er intubiert Paula sofort, erst über eine halbe Stunde später gelingt die Reanimation. In der Folge trifft noch der Oberarzt ein. Paula erhält in grober Überdosis Glukose – mehr als man einem übergewichtigen Erwachsenen im schwersten Zuckerschock verabreichen würde. Drei Tage später wird bei Paula der Hirntod festgestellt…“.
Am 20. 03. 2004 verblutet Paula am dritten Tag nach einer routinierten Operation auf einer pädiatrischen Intensivklinik aufgrund von Nachblutungen an ihren Wundbetten.
Infolge eines unzulänglich organisierten Notfallmanagements auf dieser Station und notdürftig ausgebildetem und qualifiziertem Personal vor Ort konnte das kleine Mädchen nicht gerettet werden.
1. Einleitung zu theoretischen Grundlagen und Erkenntnissen einer interdisziplinären Notaufnahme: Dieses Kapitel führt in die Notfallmedizin ein, definiert grundlegende Begriffe wie Notfallmanagement und Triage und erläutert die Bedeutung der Interdisziplinarität.
2. Klinikstruktur mit einer interdisziplinären Notaufnahme: Hier werden Thesen zur Notaufnahme-Konzeption sowie die notwendige Einbindung in das Krankenhausorganigramm und die Schnittstellenstruktur thematisiert.
3. Aufgaben, Organisation, Ressourcen einer interdisziplinären Notaufnahme: Das Kapitel behandelt die Kernfunktionen, die räumliche Struktur, die apparative Ausstattung, die Personalplanung sowie den Prozess der Implementierung und Evaluation.
4. Rechtliche Rahmenbedingungen in einer interdisziplinären Notaufnahme: Dieser Abschnitt beleuchtet die gesetzlichen Anforderungen, einschließlich Strafrecht, Zivilhaftung, Hygienevorschriften und EDV-Datenschutz.
5. Ethische Aspekte in einer interdisziplinären Notaufnahme: Hier wird auf die ethischen Prinzipien eingegangen, die bei täglichen Extremsituationen in der Notfallmedizin als Anleitung für das Handeln dienen.
6. Abschluss der theoretischen Ausführungen: Dieses Kapitel resümiert die theoretischen Grundlagen und bereitet den Übergang zum praktischen Teil vor, indem es die Notwendigkeit struktureller Veränderungen betont.
7. Einführung in die praktische Umsetzung zur Implementierung einer interdisziplinären Notaufnahme im Marienhospital Stuttgart: Der Abschnitt beschreibt den praktischen Prozess der Einführung der interdisziplinären Notaufnahme am Marienhospital Stuttgart unter besonderer Berücksichtigung des Pflegemanagements.
8. Diskussion (Abgleich Ist-Situation und Soll-Vorstellung): Hier wird das Implementierungsprojekt kritisch reflektiert, Fehler in der Projektsteuerung werden analysiert und Verbesserungspotenziale für die Praxis abgeleitet.
9. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zur Bedeutung der interdisziplinären Notaufnahme als Wachstums- und Servicefaktor für Krankenhäuser zusammen.
Interdisziplinäre Notaufnahme, Notfallmanagement, Triage, Notfallmedizin, Prozessorientierung, Patientenorientierung, Schnittstellenmanagement, Krankenhausorganisation, Qualitätssicherung, Facharzt für Notfallmedizin, Ressourcenplanung, Risikomanagement, Personalführung, Notfallversorgung, Krankenhausmanagement.
Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung einer interdisziplinären Notaufnahme, um eine effizientere und patientenorientiertere Versorgung im Krankenhaus zu gewährleisten.
Zu den zentralen Themen gehören das Notfallmanagement, die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Fachabteilungen, die Triage-Systeme, rechtliche Aspekte sowie die organisatorische Planung und Implementierung.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine zentrale, interdisziplinäre Notaufnahme die Behandlungsqualität gesteigert, Ressourcen geschont und Patienten sowie Rettungsdienste besser versorgt werden können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Notfallkonzepten sowie einer praktischen Fallstudie zur Implementierung einer Notaufnahme am Marienhospital Stuttgart.
Der Hauptteil umfasst neben theoretischen Grundlagen zu Strukturen und Schnittstellen auch eine detaillierte Auseinandersetzung mit rechtlichen Rahmenbedingungen und der konkreten praktischen Einführung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Interdisziplinarität, Prozessmanagement, Notfallaufnahme, Triage, Personalplanung und Qualitätssicherung charakterisieren.
Das Marienhospital dient als praktisches Fallbeispiel für die Implementierung, wobei der Prozess der Einführung, die auftretenden Herausforderungen und die abschließende Diskussion der Ergebnisse detailliert dargestellt werden.
Ethik wird als wesentlicher Mittelpunkt der notfallmedizinischen Ausbildung betrachtet, da sie Orientierung in Grenzsituationen bietet und hilft, menschliches Handeln bei der Versorgung von Notfallpatienten reflektiert zu gestalten.
Der Facharzt wird als notwendig erachtet, um dem breiten Wissen der Notfallmedizin gerecht zu werden, die Qualität der Erstversorgung zu sichern und Spezialisten in den Fachabteilungen zu entlasten.
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