Examensarbeit, 2007
112 Seiten, Note: 1,0
I EINLEITUNG
II DER DIALOG
1. Dialog
1.1 (M)eine Definition
1.2 Dialog und Beziehung
2. Das Kind als kompetenter Partner im Dialog
2.1 Dialogfähigkeit und dialogische Grundkompetenzen
2.2 Beispielhafte basale Dialogelemente in der Mutter-Kind-Interaktion
2.2.1 Motherese
2.2.2. Turn-Wechsel
2.2.3 Grußreaktionen
2.2.4 Dialogisches Echo
2.2.5 Verhandeln – Aushandeln
II FRÜHE BILDUNGSANGEBOTE
1. Bildung
1.1 Was ist frühe Bildung?
1.2 Erziehung und Bildung – Wie funktioniert das?
1.3 Kurzer Überblick über verschiedene Eltern- und Erziehungsratgeber
2. Bildungsangebote
2.1 Was versteht man unter Bildungsangeboten?
2.2 Was versteht man unter frühen Bildungsangeboten?
3. Frühe Bildungsangebote im Dialog
3.1 Was versteht man unter frühen Bildungsangeboten im Dialog?
3.2 Beispiele früher Bildungsangebote im Dialog
III EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
1. Zielsetzung und Methode der empirischen Untersuchung
2. Ergebnisdarstellung
2.1 Welche frühen Bildungsangebote bietet die Mutter ihrer Tochter an?
2.1.1 Video 1
2.1.2 Video 2
2.1.3 Video 3
2.1.4 Video 4
2.1.5 Video 5
2.1.6 Video 6
2.1.7 Video 7
2.1.8 Video 8
2.1.9 Video 9
2.1.10 Video 10
2.1.11 Video 11
2.2 Analyse der frühen Bildungsangebote im Dialog
2.2.1 Welche dialogischen Elemente spielen im Rahmen der Untersuchung eine besondere Rolle?
2.2.2 Analyse der frühen Bildungsangebote unter Berücksichtigung bedeutungstragender Dialogelemente
2.2.2.1 Video 1
2.2.2.2 Video 2
2.2.2.3 Video 3
2.2.2.4 Video 4
2.2.2.5 Video 5
2.2.2.6 Video 6
2.2.2.7 Video 7
2.2.2.8 Video 8
2.2.2.9 Video 9
2.2.2.10 Video 10
2.2.2.11 Video 11
2.3 Zusammenfassung der Beobachtungen – Fazit
IV ABSCHLIESSENDE BEMERKUNGEN
Die Arbeit untersucht das noch wenig erforschte Feld der frühen Bildungsangebote im Dialog zwischen einer Mutter und ihrem Kleinkind. Das Ziel ist es, durch eine Einzelfallstudie auf Basis von Videoanalysen aufzuzeigen, wie Mütter intuitiv Bildungsangebote in den dialogischen Alltag integrieren und das Kleinkind als kompetenten Dialogpartner fördern.
2.2.1 Motherese
Wie von anderen Autoren gehandhabt möchte auch ich zur Verdeutlichung der Motherese mit einem Beispiel beginnen. Man stelle sich folgende Situation vor: Eine Mutter befindet sich am Kassenschalter ihrer Hausbank und führt ein Gespräch mit ihrem Anlageberater. Im Kinderwagen liegt ihr Baby und brabbelt lustig vor sich hin. Mitten im Gespräch mit dem Mann im Anzug wendet sich die Mutter auf einmal ihrem Baby zu, um, mindestens eine bis zwei Oktaven höher, zu sagen: „Ja waaas ist denn looos? Ja musst du sooo lange auf die Mama warten? Ja redet die Mama schooon wieder sooo lange mit dem Mann da? Ooooh ja meine Süüüüße, gleich gehen wir wieder nach Hause. Ja maaagst du nach Hause? Maaagst du nach Haaauuuse?“
So, oder so ähnlich hat wohl schon jeder von uns eine Mutter mit ihrem Kind sprechen hören. Und ist man ganz ehrlich, hört es sich ziemlich dämlich an, vor allem wüsste man nicht in welchem Kontext sich ein solches Gespräch abspielt. Diese übermütige, verspielte und tröstende Sprechweise, die angehobene Stimme, die kurzen Sätze, das verlangsamte Sprechen, die betonten Vokale, die häufige Wiederholung von ein und demselben Wort in verschiedenen Variationen, all diese Punkte sind Merkmale und Erkennungszeichen der Motherese.
I EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der frühen Bildungsangebote im Dialog als aktuelles Forschungsfeld der Säuglings- und Kleinkindforschung.
II DER DIALOG: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Dialogbegriff, der Bedeutung der Beziehungsebene und der aktiven Rolle des Kleinkindes als kompetenter Dialogpartner.
II FRÜHE BILDUNGSANGEBOTE: Definition von Bildung im frühen Kindesalter und Abgrenzung zu herkömmlichen Erziehungsmethoden, mit Fokus auf die Verzahnung von Bildung und dialogischen Interaktionen.
III EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Vorstellung der Einzelfallstudie anhand von Videoanalysen einer Mutter-Kind-Interaktion, inklusive methodischem Vorgehen und detaillierter Einzelauswertung der Bildungsangebote.
IV ABSCHLIESSENDE BEMERKUNGEN: Reflexion über die Durchführung der Untersuchung, die Herausforderungen der empirischen Analyse und die Bedeutung der dialogischen Interaktion für die Entwicklung des Kindes.
Frühe Bildung, Dialogfähigkeit, Mutter-Kind-Interaktion, Motherese, Säuglingsforschung, Turn-Wechsel, Kleinkind, Bildungsangebote, Videoanalyse, dialogisches Echo, Erziehung, Bindung, Sprachförderung, Kommunikation, Einzelfallstudie.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse früher Bildungsangebote, die Mütter im täglichen Dialog mit ihrem Kleinkind intuitiv einsetzen, um dessen Entwicklung zu fördern.
Im Zentrum stehen der Dialogbegriff, die Rolle des Kindes als kompetenter Partner, die Bedeutung der Beziehungsebene sowie die empirische Untersuchung spezifischer Interaktionsmuster im häuslichen Umfeld.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie und in welcher Form Mütter durch ihre Interaktion "frühe Bildungsangebote" schaffen, und welche dialogischen Elemente dabei eine tragende Rolle spielen.
Es handelt sich um eine qualitative Einzelfallstudie, bei der elf Videosequenzen einer Mutter mit ihrer Tochter in deren gewohnter Umgebung analysiert und quantitativ sowie qualitativ ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt zu Dialog und Bildung sowie einen empirischen Teil, in dem elf Videosequenzen detailliert nach spezifischen dialogischen Elementen wie Motherese und Echo analysiert werden.
Frühe Bildung, Dialogfähigkeit, Mutter-Kind-Interaktion, Motherese, Säuglingsforschung, Kleinkind und Videoanalyse.
Die Autorin argumentiert, dass für die kindliche Entwicklung nicht primär der konkrete Gegenstand oder Inhalt (das "Was") entscheidend ist, sondern die Art und Weise der Kommunikation (das "Wie"), also der respektvolle Dialog und das Aushandeln auf Augenhöhe.
Das Computerprogramm wurde genutzt, um die Videosequenzen systematisch auf bestimmte dialogische Elemente hin quantitativ auszuwerten und grafisch darzustellen, um zeitliche Abläufe besser sichtbar zu machen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

