Bachelorarbeit, 2003
61 Seiten, Note: 1,2
1. Einleitung
1.1 Überblick
1.2 Vorgehensweise
2. Annäherung an das Problem
2.1 Frühzeit des Reisens
2.2 Der Massenreiseverkehr
2.3 Sinn des heutigen Reisens
2.3.1 Reisen als Alltagsflucht
2.3.2 Reisen als Erholung
2.3.3 Reisen als Horizonterweiterung
2.4 Entwicklungszusammenarbeit im Tourismus
2.5 Reisepädagogik und die Pädagogik des “Sanften Reisens“
3. Globales Lernen
3.1 Begriffsbestimmung
3.2 Pädagogische Grundsätze rund um das Globale Lernen
3.2.1 Das didaktische Feld
3.2.2 Subjektivität
3.2.3 Identität
3.2.4 Ganzheitlichkeit als eine didaktische Forderung Globalen Lernens
3.3 Die vier Leitideen des Globalen Lernens
4. Sport als ein möglicher Weg zum Globalen Lernen
4.1 Begriffsorientierung Sportsoziologie
4.2 Der Sportbegriff
4.3 Sport und Spiel und Globales Lernen
5. Asian-German-Sports-Exchange-Programme
5.1 Das Unternehmen in seiner Gesamtheit
5.2 Unternehmenstätigkeiten
5.3 Sportliche Fairness als Motto der AGSEP
5.4 Das Projekt „Impuls to Peace“
5.5 Globales Lernen bei AGSEP
6. Resümee
Diese Arbeit untersucht die Möglichkeiten, das pädagogische Konzept des "Globalen Lernens" in die Praxis des Tourismus zu integrieren, wobei das Unternehmen "Asian-German-Sports-Exchange-Programme" (AGSEP) als Fallbeispiel dient. Dabei wird analysiert, wie durch sportorientierte Austauschprogramme ein Perspektivwechsel beim Reisenden angestoßen werden kann, um eine nachhaltige, interkulturelle Verständigung zu fördern.
2.3.1 Reisen als Alltagsflucht
Unsere Gesellschaft projiziert Erholungsbedürfnisse nach “draußen“. Die Dreiteilung, hier arbeiten - dort wohnen – dort erholen, ist für die Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit geworden. Enzensberger formulierte als Erster die klassische “Flucht-Theorie“ des Tourismus.
„Er [der Tourist] ist nichts anderes als der Versuch, den in die Ferne projizierten Wunschtraum der Romantik leibhaftig zu verwirklichen. Je mehr sich die bürgerliche Gesellschaft schloß, desto angestrengter versuchte der Bürger, ihr als Tourist zu entkommen.“25
Der Tourismus ist demnach ein kollektiver Fluchtversuch einer repressiven, gesellschaftlichen Wirklichkeit und gleicht immer mehr einer Realitätsflucht in ein imaginäres Reich der Freiheit. Reisen sind nach Krippendorf „(...)viel mehr von einem >>Von- weg<< als von einem >>Hin-zu<< motiviert. (...) Das >>Hin-zu<<, die positive Erlebnismotivation, der bewusste geistige Vorgang, sich mit anderen Menschen, anderen Gebieten und Kulturen befassen zu wollen, auch das >>Hin-zu-sich-selbst<<, spielen eine untergeordnete Rolle.“26 Das Scheitern dieses “Fluchtversuches“ sieht Enzensberger in der Abhängigkeit des Touristen zur Tourismusindustrie, in welcher er Normung, Montage, Serienfertigung erkennt.27
1. Einleitung: Die Arbeit stellt das Konzept des Globalen Lernens im Tourismus vor und begründet die methodische Vorgehensweise auf Basis einer Fallstudie über AGSEP.
2. Annäherung an das Problem: Es werden die geschichtliche Entwicklung des Reisens, der Massentourismus sowie verschiedene Reisemotive und Ansätze zur Entwicklungszusammenarbeit beleuchtet.
3. Globales Lernen: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Globalen Lernens, erläutert pädagogische Grundsätze wie das didaktische Feld und Identitätsbildung und stellt die vier Leitideen vor.
4. Sport als ein möglicher Weg zum Globalen Lernen: Es wird analysiert, inwieweit Sport als soziales Handlungsfeld und als Medium für interkulturelle Kommunikation dienen kann.
5. Asian-German-Sports-Exchange-Programme: Das Unternehmen AGSEP wird als Fallbeispiel präsentiert, wobei dessen Strukturen, Tätigkeiten und insbesondere die friedensstiftende Arbeit durch Sport und globales Lernen detailliert werden.
6. Resümee: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen, dass eine Integration des Globalen Lernens in tourismuspädagogische Angebote möglich ist und die Tourismuspädagogik dadurch konkretisiert werden kann.
Globales Lernen, Tourismus, Reisepädagogik, Sportsoziologie, AGSEP, Interkulturelle Kommunikation, Nachhaltige Entwicklung, Friedenserziehung, Massentourismus, Identitätsbildung, Partizipation, Entwicklungszusammenarbeit, Sanfter Tourismus, Kulturaustausch, Sportaustausch.
Die Arbeit untersucht die theoretische und praktische Übertragung des Konzepts des "Globalen Lernens" auf den Tourismussektor.
Die zentralen Felder umfassen Pädagogik, Tourismus, Soziologie und Friedensarbeit.
Es wird erforscht, wie die Theorie des Globalen Lernens in die Praxis des Tourismus integriert werden kann, um ein nachhaltigeres Reiseverständnis zu fördern.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung kombiniert mit einer Fallstudie über das Unternehmen AGSEP.
Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung des Reisens, die theoretische Fundierung des Globalen Lernens, die Bedeutung des Sports als Kommunikationsmedium sowie die konkrete Arbeit von AGSEP.
Wichtige Begriffe sind Globales Lernen, Reisepädagogik, Sportsoziologie, Interkulturelle Kommunikation und Nachhaltiger Tourismus.
Das Projekt nutzt Fußballspiele im ehemaligen Kriegsgebiet Sri Lankas, um als politisch neutrale Organisation Friedensbotschaften direkt an die Bevölkerung zu vermitteln.
Sport fungiert als Brücke zwischen Kulturen, die Sprachbarrieren überwindet und non-verbale Kommunikation ermöglicht.
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