Bachelorarbeit, 2009
81 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Hintergrund und Begründung
2.1 Zusammenhang zwischen Pflege, Behinderung und demographischem Wandel
2.2 Gesundheitsförderung und Prävention
3 Zielsetzung und Fragestellung
4 Theoretische Begriffsklärung
4.1 Behinderung
4.2 Geistige Behinderung
4.3 Kompetenz
4.4 Pflege
4.5 Pflegebedürftigkeit versus Pflegebedarf
4.6 Pflegekompetenz anhand des Pflegeprozesses
5 Theoretischer Rahmen
5.1 Modell von Dreyfuss und Dreyfuss
6 Methodologisches Vorgehen
6.1 Aussagen zur Literaturrecherche
6.2 Qualitative Forschung
6.3 Expertinneninterviews
6.4 Untersuchungsfeld, Feldzugang und Auswahl der Expertinnen
6.5 Leitfragen für das Expertinneninterview
7 Durchführung und Auswertung des Interviews
7.1 Durchführung der Interviews
7.2 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
7.3 Auswertung der Interviews
8 Diskussion der Ergebnisse
9 Fazit
Die Arbeit untersucht das spezifische Pflegeverständnis und die notwendigen Pflegekompetenzen im Kontext der Heilerziehungspflege bei Menschen mit geistigen und komplexen Behinderungen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche Anforderungen sich an die Pflegekräfte ergeben und wie eine gezielte Pflegekompetenzentwicklung, unterstützt durch den Pflegeprozess, die Lebensqualität und Gesundheit der betreuten Menschen optimieren kann.
Atypisches Verhalten am Beispiel Schmerz
Der Mensch mit Behinderung verhält sich oftmals atypisch, kann körperliche Probleme oder Schmerzen nicht immer mitzuteilen, dass sie vom Pflegenden verstanden, gesehen beziehungsweise erkannt werden. Nicht immer kann der Mensch mit Behinderung seine Schmerzen wahrnehmen und sich selbstständig rechtzeitig Hilfe oder Linderung holen. Die Expertinnen stellen deutlich fest, dass sie den Menschen mit Behinderung gut kennen müssen, um Krankheitsanzeichen oder Schmerzen richtig zu deuten oder zu erkennen.
...“der betreute Mensch verhält sich immer wieder atypisch, seine Wahrnehmung ist anders, Kälte, Wärmeempfinden ist nicht immer vorhanden...15/09
…“Das ist ein großes Problem. Die meisten Betreuten sind sehr empfindlich auf Wärme, haben große Angst sich zu verbrennen, große Angst. Dieses Problem taucht gerade bei Menschen auf die „halbselbstständig“ sind, die sich selber Wasser einlassen – das Wasser ist meistens zu kalt. Lieber zu kaltes als zu warmes Wasser…“ (16/09)
„Schmerz wird aber bei den allerwenigsten, „ich hab hier Schmerzen“ wird bei den allerwenigsten gesagt sondern das muss man sehen, dass da irgendwas anders ist. Oder ich fass zufällig da hin und er sagt „Au“, dann weiß ich, er hat Schmerzen“. 17/09)
1 Einleitung: Das Kapitel führt in den Wandel der Heilerziehungspflege ein und skizziert die Problematik eines erhöhten Pflegebedarfs bei Menschen mit Behinderung sowie die Notwendigkeit zur Professionalisierung der Pflegekompetenzen.
2 Hintergrund und Begründung: Es wird der Zusammenhang zwischen demographischem Wandel, Behinderung und Pflege in stationären Einrichtungen beleuchtet und die Bedeutung präventiver Gesundheitsmaßnahmen hervorgehoben.
3 Zielsetzung und Fragestellung: Das Kapitel definiert das Forschungsziel, die Spezifika der Pflege von behinderten Menschen herauszukristallisieren und die Rolle des Pflegeprozesses für die Kompetenzentwicklung zu prüfen.
4 Theoretische Begriffsklärung: Hier werden zentrale Begriffe wie Behinderung, Kompetenz und Pflege aus verschiedenen Fachdisziplinen erläutert und in einen theoretischen Kontext gesetzt.
5 Theoretischer Rahmen: Es wird das Kompetenzmodell von Dreyfuss und Dreyfuss als Bezugsrahmen eingeführt, um die Stufen der Kompetenzentwicklung in der Praxis zu verstehen.
6 Methodologisches Vorgehen: Dieses Kapitel beschreibt den qualitativen Forschungsansatz, die Durchführung von Experteninterviews sowie die Auswahlkriterien der teilnehmenden Expertinnen.
7 Durchführung und Auswertung des Interviews: Der Prozess der Datenerhebung und die anschließende qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring werden detailliert dargelegt und die Ergebnisse kategorisiert.
8 Diskussion der Ergebnisse: Die gewonnenen Erkenntnisse aus den Interviews werden kritisch reflektiert und mit dem aktuellen wissenschaftlichen Diskurs verknüpft.
9 Fazit: Die Arbeit resümiert die Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit und die Integration des Pflegeprozesses zur Optimierung der Lebensqualität behinderter Menschen.
Heilerziehungspflege, Pflegekompetenz, Menschen mit Behinderung, Pflegeprozess, Kompetenzentwicklung, Lebensqualität, Prävention, Gesundheitsförderung, Experteninterviews, Qualitative Forschung, Pflegebedürftigkeit, interdisziplinäre Zusammenarbeit, geistige Behinderung, Pflegepraxis, psychosoziale Begleitung.
Die Arbeit befasst sich mit der pflegerischen Versorgung von Menschen mit geistigen und komplexen Behinderungen im Berufsfeld der Heilerziehungspflege und untersucht die Bedeutung spezifischer Pflegekompetenzen.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Pflege- und pädagogischen Aufgaben, das Krankheitsrisiko im Alter bei Menschen mit Behinderung sowie der Einsatz präventiver Maßnahmen.
Ziel ist es, das Spezifische in der Pflege behinderter Menschen herauszuarbeiten und Anregungen für eine gezielte Kompetenzentwicklung und Ausbildung in der Heilerziehungspflege zu geben.
Die Autorin nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, konkret wurden Experteninterviews mit Fachkräften aus anthroposophischen Einrichtungen geführt und mittels Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, den konzeptionellen Rahmen durch das Modell von Dreyfuss und Dreyfuss sowie die methodische Umsetzung und Auswertung der geführten Interviews.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Heilerziehungspflege, Pflegekompetenz, Pflegeprozess und Lebensqualität definiert.
Der Pflegeprozess wird als dynamisches Arbeitsinstrument vorgeschlagen, um individuelle Pflegebedürfnisse besser zu erfassen, zu planen und die Kompetenzentwicklung von Auszubildenden und Fachkräften gezielter zu steuern.
Die Expertinnen betonen, dass eine fundierte Kenntnis des Individuums, Intuition und eine ausgeprägte Wahrnehmungsfähigkeit notwendig sind, um Signale (z. B. bei Schmerzen oder Krankheiten) richtig zu deuten.
Die Autorin plädiert für eine stärkere Vernetzung der verschiedenen Disziplinen, etwa durch Case-Management-Stellen, um auf die spezifischen Anforderungen behinderter Menschen besser vorbereitet zu sein.
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