Magisterarbeit, 2009
124 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Kundenzufriedenheit: Ein Erfolgsfaktor
2.1. Der Begriff der Kundenzufriedenheit
2.2. Die Entstehung von Kundenzufriedenheit
2.2.1. Das C/D-Paradigma
2.2.1.1. Der Vergleichsstandard
2.2.1.2. Die Ist-Komponente
2.2.1.3. Der Vergleich
2.2.1.4. Die Zufriedenheit
2.2.2. Speziellere Konzepte
2.2.2.1. Konzepte I: Veränderung der Soll- und Ist-Komponente
2.2.2.2. Konzepte II: Beziehung von Erwartungserfüllung und Konfirmationsniveau
2.3. Kundenzufriedenheit und Dienstleistungsqualität
2.4. Auswirkungen der Kunden(un)zufriedenheit
2.4.1. Kundenbindung
2.4.1.1. Begriff der Kundenbindung
2.4.1.2. Die Wirkungskette der Kundenbindung
2.4.1.3. Der Zusammenhang von Kundenzufriedenheit und Kundenbindung
2.4.2. Preissensibilität
2.4.3. Abwanderung
2.4.4. Beschwerde
2.4.5. Mund-zu-Mund Propaganda
2.5. Kundenzufriedenheit und deren ökonomische Relevanz
3. Messung von Kundenzufriedenheit
3.1. Systematisierung der Ansätze zur Messung der Kundenzufriedenheit
3.2. Objektive Messverfahren
3.3. Subjektive Messverfahren
3.3.1. Problemorientierte Messverfahren
3.3.2. Ereignisorientierte Messverfahren
3.3.3. Merkmalsorientierte Messverfahren
3.3.4. Der ISL-Ansatz
4. Die Analyse der Kundenzufriedenheit beim „SWE Erfurter Mountainbike-Marathon 2008“
5. Die Konzeption
5.1. Untersuchungsgegenstand
5.2. Zielformulierung
5.3. Forschungsdesign
5.4. Die explorative Vorstudie
5.5. Gestaltung des Fragebogens
5.5.1. Grundsätze der Fragebogengestaltung
5.5.2. Aufbau des standardisierten Fragebogens
5.6. Stichprobengestaltung
6. Der Pretest
7. Die Erhebung
7.1. Die Datenerfassung
7.2. Kodierung der Daten
7.3. Beschreibung der Stichprobe
7.4. Beurteilung der Repräsentativität der Stichprobe
7.5. Gütekriterien der Messung
7.5.1. Objektivität
7.5.2. Reliabilität
7.5.3. Validität
8. Die Datenanalyse und Interpretation
8.1. Univariate Analyse ausgewählter Zufriedenheitsurteile
8.1.1. Präsentation der Gesamtzufriedenheit
8.1.1.1. Globale Gesamtzufriedenheit
8.1.1.2. Gesamtzufriedenheit (geschlechtsspezifisch)
8.1.1.3. Gesamtzufriedenheit (altersklassenspezifisch)
8.1.1.4. Gesamtzufriedenheit (erfahrungsspezifisch)
8.1.2. Präsentation der Zufriedenheit bezüglich des neuen Veranstaltungsgeländes
8.2. Multivariate Datenanalyse
8.2.1. Die Faktorenanalyse
8.2.1.1. Prüfung der Faktorenanalyse auf ihre Güte und Qualität
8.2.1.2. Ergebnisse der Faktorenanalyse
8.2.2. Die Regressionsanalyse
8.2.2.1. Globale Gütekriterien der Regressionsanalyse
8.2.2.2. Ergebnisse der Regressionsanalyse
8.3. Ableitung von Handlungsempfehlungen
8.3.1. Vorgehensweise zur Identifikation relevanter Servicelücken
8.3.2. Faktor „Qualität des Rennens“
8.3.3. Faktor „Onlineservice“
8.3.4. Faktor „Rennvor- und nachbereitung“
8.3.5. Faktor „Starterpaket“
8.3.6. Faktor „Personal“
8.3.7. Faktor „Serviceangebot nach dem Rennen“
8.3.8. Faktor „Verpflegung im Rennen“
9. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erfassung der Zufriedenheitsstruktur der Teilnehmer des Erfurter Mountainbike-Marathons. Durch eine detaillierte Analyse der Leistungsangebote sollen Schwachstellen ermittelt und ein Maßnahmenpaket zur Qualitätsoptimierung entwickelt werden, um die Kundenbindung zu stärken.
2.2.1. Das C/D-Paradigma
„In der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Konstrukt Kundenzufriedenheit hat sich der Erwartungs-Diskonfirmations-Ansatz als Erklärungsgrundlage durchgesetzt“ (Matzler & Stahl, 2000, S. 627). Die Struktur der Kundenzufriedenheit basiert nach diesem Ansatz auf einem Soll-Ist-Vergleich.
Das Grundmodell des C/D-Paradigmas basiert dabei auf einem Vergleich aus kundenspezifischen Erwartungen bezüglich einer speziellen Dienstleistung (Soll-Leistung) und der wahrgenommenen Leistung (Ist-Leistung). Da dieser Ansatz häufig als Basismodell der Entstehung von Kundenzufriedenheit verstanden wird, soll ihm auch in dieser Arbeit eine besondere Beachtung im Rahmen der theoretischen Diskussion zukommen (Homburg & Stock, 2003).
Dieser kognitive Vergleich führt zu einer subjektiven Ergebnisabbildung. Stimmt die erlebte Erfahrung einer Leistung mit dem persönlichen Vergleichsstandard überein, so spricht man von einer Bestätigung (confirmation). Diese exakte Übereinstimmung von Soll- und Ist-Komponente wird von Homburg & Stock (2003) als das Konfirmationsniveau der Kundenzufriedenheit bezeichnet. Übertrifft die wahrgenommene Leistung bzw. das Produkt die eigenen Erwartungen an dieses, liegt eine positive Diskonfirmation (positive Nichtbestätigung) vor. Sowohl die Konfirmation als auch die positive Diskonfirmation sind bei einem Konsumenten vorrangig an positive Emotionen geknüpft, die als Kundenzufriedenheit aufgefasst werden (Braunstein, 2001). Hingegen spricht man von einer negativen Diskonfirmation (negative Nichtbestätigung), wenn der Soll-Wert höher als der Wert der Ist-Komponente ausfällt und somit durch die Entstehung negativer Emotionen zu einem Gefühl der Unzufriedenheit führt. Abbildung 1 zeigt die eben beschriebenen Wirkungsbeziehungen und ordnet in diesen Prozess weitere theoretische Konzepte zur Entstehung von Kundenzufriedenheit ein.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Relevanz der Kundenorientierung im Wettbewerb und stellt die spezifische Problemstellung beim Erfurter Mountainbike-Marathon dar.
2. Kundenzufriedenheit: Ein Erfolgsfaktor: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Kundenzufriedenheit, deren Entstehungsprozesse und die ökonomische Relevanz für den Unternehmenserfolg erörtert.
3. Messung von Kundenzufriedenheit: Dieses Kapitel systematisiert verschiedene Messverfahren und begründet die Wahl des ISL-Ansatzes für die vorliegende Untersuchung.
4. Die Analyse der Kundenzufriedenheit beim „SWE Erfurter Mountainbike-Marathon 2008“: Es erfolgt der Übergang zur praktischen Umsetzung der Studie und die methodische Einordnung der Forschungsarbeit.
5. Die Konzeption: Hier werden das Forschungsdesign, der Untersuchungsgegenstand, die Vorstudie sowie die Planung der Fragebogengestaltung und Stichprobe beschrieben.
6. Der Pretest: Dieses Kapitel widmet sich der abschließenden Testphase des Erhebungsinstruments zur Vermeidung von Missverständnissen.
7. Die Erhebung: Es wird der Prozess der Datengewinnung am Veranstaltungstag sowie die anschließende Kodierung und Prüfung der Gütekriterien (Objektivität, Reliabilität, Validität) dargelegt.
8. Die Datenanalyse und Interpretation: Hier erfolgt die univariate und multivariate Analyse der erhobenen Daten inklusive der Ableitung konkreter Servicelücken und Handlungsempfehlungen.
9. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen und betont den Nutzen des entwickelten Maßnahmenpakets für den Veranstalter.
Kundenzufriedenheit, Kundenbindung, Dienstleistungsqualität, ISL-Ansatz, Marktforschung, Mountainbike-Marathon, Servicelücken, Regressionsanalyse, Faktorenanalyse, Kundenbindungspotential, Fragebogengestaltung, Leistungsmerkmale, Erfolgsfaktor, Eventmanagement, Service Profit Chain.
Die Arbeit analysiert die Zufriedenheit der Teilnehmer des Erfurter Mountainbike-Marathons, um Schwachstellen im Service zu identifizieren und die Kundenbindung langfristig zu stärken.
Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen der Kundenzufriedenheit, Methoden der Datenerhebung im Dienstleistungssektor sowie deren praktische Anwendung auf eine Sportgroßveranstaltung.
Ziel ist es, die Zufriedenheitsstruktur der Teilnehmer zu erfassen und ein konkretes Maßnahmenpaket zu entwickeln, das die Qualität des Events optimiert und somit den ökonomischen Erfolg des Veranstalters unterstützt.
Die Studie nutzt den innovativen ISL-Ansatz (Identification of Service Lacks), ergänzt durch Faktoren- und Regressionsanalysen, um die Wichtigkeit einzelner Leistungsaspekte aus Kundensicht zu ermitteln.
Der Hauptteil umfasst die Konzeption der Untersuchung, die Durchführung der explorativen Vorstudie und Hauptstudie sowie die detaillierte statistische Datenanalyse und die Ableitung von Handlungsempfehlungen.
Zentrale Begriffe sind Kundenzufriedenheit, Kundenbindung, Servicelücken, Dienstleistungsqualität, Faktorenanalyse und Eventmanagement.
Der Wechsel wurde als kritisches Ereignis identifiziert. Die Analyse zeigt, dass das neue Gelände im Vergleich zum gewohnten Steigerwaldstadion von Teilnehmern kritisch betrachtet wird, was sich in geringeren Zufriedenheitswerten niederschlägt.
Die Auswertung zeigt, dass das Starterpaket durch eine unübersichtliche Werbeflut und ein für die Teilnehmer als minderwertig empfundenes Teilnehmergeschenk eine deutliche Diskrepanz zwischen Erwartung und Wahrnehmung aufweist.
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