Diplomarbeit, 2001
166 Seiten, Note: 1
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
1 VORWORT UND „FAHRPLAN“ DIESER ARBEIT
2 EINLEITUNG: DEUTSCH UND DEUTSCH ALS FREMDSPRACHE VOR UND NACH 1945
2.1 STELLUNG DES DEUTSCHEN UND SEIN STATUS ALS FREMDSPRACHE
2.2 DAF AN SCHULEN
2.3 ANTEIL AUSLÄNDISCHER STUDENTEN
2.4 FLÜCHTLINGE, VERTRIEBENE, GASTARBEITER
3 WIEDERAUFBAU DER AUSWÄRTIGEN KULTUR- UND SPRACHPOLITIK NACH DEM KRIEG
3.1 KULTUR UND ZURÜCKHALTUNG STATT POLITISCHES GEWICHT
3.2 ROLLE DER SPRACHE
3.3 ORGANISATION
3.3.1 Goethe-Institut
3.3.2 Universitäten
3.4 ZERSPLITTERUNG
3.5 OST-WEST-GEGENSATZ UND ÖFFNUNG NACH OSTEN
4 DAS FACH DEUTSCH ALS FREMDSPRACHE NACH DEM KRIEG
4.1 DAF VOR 1945
4.2 DAF NACH DEM KRIEG. NEUBEGINN UND KONSTITUIERUNG DES FACHES
4.3 DAF-ENTWICKLUNG IN DER DDR
5 ENTWICKLUNG DER LEHRMETHODIK
5.1 LEHRMETHODEN
5.1.1 Grammatik-Übersetzungs-Methode
5.1.2 Direkte Methode
5.1.3 Georg Lappers „Singendes Lernen“
5.2 KURZE BEMERKUNG ZUM LERNORT
6 WEITERENTWICKLUNG DER DAF-LEHRWERKE NACH DEM KRIEG IN OST UND WEST
6.1 WALTER WEBERS DEUTSCH FÜR AUSLÄNDER UND SCHULZ/SUNDERMEYERS DEUTSCHE SPRACHLEHRE FÜR AUSLÄNDER
6.2 KLEE/GERKENS GESPROCHENES DEUTSCH
6.3 HERMANN KESSLERS DEUTSCH LERNEN – LEICHT GEMACHT!
6.4 SCHULZ/GRIESBACHS DEUTSCHE SPRACHLEHRE FÜR AUSLÄNDER
6.5 DAS HERDER-LEHRWERK DEUTSCH. EIN LEHRBUCH FÜR AUSLÄNDER
7 PROBLEMATIK VON LEHRWERKSBEURTEILUNGEN UND ANALYSERASTERN
7.1 THEORIE VERSUS PRAXIS
7.2 VOREINGENOMMENHEIT
7.3 ZEITVERSCHIEBUNG
7.4 DIE FAKTOREN „SCHÜLER“ UND „LEHRER“
8 ANALYSE DER LEHRWERKE
8.1 GENERELLES
8.2 STRUKTUR
8.2.1 Aufbau des Lehrwerks
8.2.2 Zusatzmaterialien
8.2.2.1 Lehrerhinweise
8.2.2.2 Wörterverzeichnisse
8.2.2.3 Medien
8.2.3 Aufbau der Lektionen
8.2.4 Gestaltung/Layout/Visualisierung
8.3 INHALT
8.3.1 Themen
8.3.2 Textsorten
8.4 LINGUISTISCHE KRITERIEN
8.4.1 Aussprache
8.4.2 Sprache
8.4.3 Grammatik
8.5 METHODE/DIDAKTISCHE KONZEPTION
8.5.1 Übungen
8.5.2 Die vier Fertigkeiten
8.5.2.1 Hören
8.5.2.2 Sprechen
8.5.2.3 Lesen
8.5.2.4 Schreiben
8.5.3 Didaktik der Grammatik
8.5.4 Wortschatz
8.6 GESAMTEINDRUCK
9 DAS DEUTSCHLANDBILD DER LEHRWERKE
9.1 VORÜBERLEGUNGEN
9.2 PERSONEN
9.2.1 Namen
9.2.2 Nationalität und Sprache
9.2.3 Alter
9.2.4 Geschlecht
9.2.5 Tätigkeit
9.2.6 Freizeit, Hobbies, Interessen
9.2.7 Wohnen
9.2.8 Besitz
9.2.9 Essen und Trinken
9.2.10 Gesundheit, Körperpflege
9.3 ANDERE LANDESKUNDLICHE INFORMATIONEN
9.3.1 bei Kessler
9.3.2 ... und Schulz/Griesbach
9.4 AFFIRMATIVE DARSTELLUNG
9.5 TYPISIERUNG
9.6 HINWEISE AUF NATIONALSOZIALISMUS BEI KESSLER
10 AUSBLICK: WIE GEHT ES WEITER MIT ...
10.1 ... DER STELLUNG DES DEUTSCHEN, DER AUSWÄRTIGEN KULTUR- UND SPRACHPOLITIK
10.2 ... DEM FACH DEUTSCH ALS FREMDSPRACHE
10.3 ... DER METHODENENTWICKLUNG
10.4 ... DER LEHRWERKSENTWICKLUNG/LEHRWERKSANALYSE
10.5 ... DEM DEUTSCHLANDBILD IN DEN DAF-LEHRWERKEN
11 ZUSAMMENFASSUNG, SCHLUß
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung und Entwicklung der ersten Erwachsenenlehrwerke für Deutsch als Fremdsprache (DaF) in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Analyse des Deutschlandbildes, das durch diese frühen Lehrwerke vermittelt wurde, sowie der kritischen Betrachtung der Entstehungsumstände unter Berücksichtigung kulturpolitischer Rahmenbedingungen.
Die Faktoren „Schüler“ und „Lehrer“
Meistens ist es so, daß vorformulierte Lehrwerksanalysen zwei ganz wesentliche Faktoren außer acht lassen, die aber den Wert eines Lehrwerks maßgeblich mitbestimmen: den Lehrer und die Schüler. Die Berücksichtigung aller möglichen Lehrer- und Schülertypen ist bei allgemeinen, für ein großes Publikum erstellten Analysen auch gar nicht möglich, aber diese Punkte müßten zumindest von jedem Lehrwerksbegutachter selbst ergänzt werden.
Es kommt noch hinzu, daß die Lehrer- und Schülerinteressen im bezug auf ein Lehrwerk nicht unbedingt vereinbar sind.
Für den Lernenden einer Fremdsprache ist das Lehrwerk gut, das ihm die betreffende Sprache so vermittelt, daß er sich in ihr unter den muttersprachlichen Sprechern einigermaßen verständigen und [...] sein Fundament selbständig ausbauen kann. Für den Lehrenden einer fremden Sprache ist das Lehrwerk am besten, das ihm das mühevolle Zusammensuchen von guten und schlagenden Beispielen erspart, u.U. wichtige Regularitäten bereithält und erlaubt, auf individuelle Vorkenntnisse und Wünsche der jeweiligen Schüler einzugehen.
1 VORWORT UND „FAHRPLAN“ DIESER ARBEIT: Das Kapitel führt in die Zielsetzung der Diplomarbeit ein, definiert den Untersuchungszeitraum und erläutert die methodische Herangehensweise.
2 EINLEITUNG: DEUTSCH UND DEUTSCH ALS FREMDSPRACHE VOR UND NACH 1945: Es wird die Situation des Deutschen als Fremdsprache nach dem Krieg beleuchtet und der Status der Sprache vor dem Hintergrund der verlorenen Weltkriege sowie die Rolle als Wissenschaftssprache diskutiert.
3 WIEDERAUFBAU DER AUSWÄRTIGEN KULTUR- UND SPRACHPOLITIK NACH DEM KRIEG: Dieses Kapitel thematisiert die institutionellen Rahmenbedingungen der auswärtigen Kulturpolitik und den Konkurrenzkampf zwischen der BRD und der DDR.
4 DAS FACH DEUTSCH ALS FREMDSPRACHE NACH DEM KRIEG: Die Anfänge und die erste Institutionalisierung des Faches DaF in beiden deutschen Staaten werden nachgezeichnet.
5 ENTWICKLUNG DER LEHRMETHODIK: Es erfolgt ein Überblick über die Hauptströmungen der Lehrmethodik, einschließlich der Grammatik-Übersetzungs-Methode und der direkten Methode, mit einem Exkurs zur Methode von Georg Lapper.
6 WEITERENTWICKLUNG DER DAF-LEHRWERKE NACH DEM KRIEG IN OST UND WEST: Dieses Kapitel stellt die maßgeblichen Lehrwerke des Beobachtungszeitraums vor, darunter Kessler sowie Schulz/Griesbach.
7 PROBLEMATIK VON LEHRWERKSBEURTEILUNGEN UND ANALYSERASTERN: Es wird erörtert, warum die theoretische Lehrwerksanalyse in der Praxis oft an Grenzen stößt und welche Probleme bei der zeitversetzten Betrachtung alter Lehrwerke entstehen.
8 ANALYSE DER LEHRWERKE: Der Kern der Arbeit: eine detaillierte, systematische Analyse der Struktur, Inhalte und didaktischen Konzeptionen der ausgewählten Lehrwerke.
9 DAS DEUTSCHLANDBILD DER LEHRWERKE: Die Autoren untersuchen, wie das Bild Deutschlands durch Personenkonstellationen, landeskundliche Informationen und die affirmative Darstellung in den Lehrwerken konstruiert wurde.
10 AUSBLICK: WIE GEHT ES WEITER MIT ... : Ein Ausblick auf die weitere Entwicklung des Faches Deutsch als Fremdsprache, der Methodenentwicklung und der sich wandelnden Bedeutung des Deutschlandbildes.
Deutsch als Fremdsprache, DaF, Lehrwerksgeschichte, Deutschunterricht, Nachkriegszeit, Lehrwerkanalyse, Landeskunde, Sprachpolitik, Methodenentwicklung, Schulz/Griesbach, Hermann Kessler, Deutschlandbild, Didaktik, Fremdsprachenerwerb, Sprachvermittlung
Die Arbeit untersucht die Entwicklung der ersten Erwachsenenlehrwerke für Deutsch als Fremdsprache nach dem Zweiten Weltkrieg und deren Rolle in der kulturpolitischen Etablierung des Faches.
Die Schwerpunkte liegen auf der auswärtigen Kultur- und Sprachpolitik, der Geschichte der Lehrmethodik sowie der konkreten inhaltlichen Analyse ausgewählter Lehrwerke.
Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, unter welchen politischen und didaktischen Umständen die ersten Lehrwerke entstanden sind und welches spezifische Deutschlandbild sie vermittelten.
Der Autor verwendet eine wertneutrale, vergleichende Lehrwerkanalyse, gestützt auf ein eigens erstelltes Kriterienraster und historische Quellen.
Der Hauptteil widmet sich der institutionellen Geschichte des Faches, dem Vergleich klassischer Lehrwerke wie Kessler und Schulz/Griesbach sowie einer detaillierten Untersuchung der vermittelten Deutschlandbilder.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Deutsch als Fremdsprache (DaF), Lehrwerksanalyse, Deutschlandbild, Nachkriegszeit und Fremdsprachendidaktik beschreiben.
Die Methode "Singendes Lernen" wird in der modernen Fachliteratur kaum erwähnt, war jedoch ein wichtiger Bestandteil der frühen Praxis und beeinflusste die Arbeit namhafter Autoren entscheidend.
Der Autor warnt vor einer pauschalen Abwertung alter Lehrwerke aus heutiger Perspektive und plädiert dafür, sie als "Kinder ihrer Zeit" im jeweiligen historischen Kontext zu betrachten.
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