Diplomarbeit, 2009
89 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.1. Thematische Einführung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Rahmenbedingungen für deutsche und österreichische Verschmelzungsvorgänge
2.1. Definition des Verschmelzungsvorgangs
2.2. Allgemeine Verschmelzungsvarianten
2.3. Einflussnahme europäischer Richtlinien
2.4. Verfahren der grenzüberschreitenden Verschmelzung
2.5. Persönliche und sachliche Vergleichbarkeit
2.6. Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland-Österreich
2.7. Ziele und Motive der Verschmelzung von Kapitalgesellschaften
3. Die Verschmelzungsvorgänge aus Sicht Deutschlands
3.1. Anwendungsbereich des Umwandlungssteuergesetzes
3.1.1. Sachlicher Anwendungsbereich
3.1.2. Persönlicher Anwendungsbereich
3.2. Verschmelzungsvorgänge bei Kapitalgesellschaften
3.2.1. Die Ebene der übertragenden Gesellschaft (§ 11 UmwStG)
3.2.2. Die Ebene der übernehmenden Gesellschaft (§ 12 UmwStG)
3.2.3. Behandlung der Anteilseigner (§ 13 UmwStG)
4. Die Verschmelzungsvorgänge aus Sicht Österreichs
4.1. Anwendungsbereich des Umgründungssteuergesetzes
4.2. Verschmelzungsvorgänge bei Kapitalgesellschaften
4.2.1. Die Ebene der übertragenden Gesellschaft (§ 2 UmgrStG)
4.2.2. Die Ebene der übernehmenden Gesellschaft (§ 3 UmgrStG)
4.2.3. Behandlung der Anteilseigner (§ 5 UmgrStG)
4.2.4. Sonstige Rechtsfolgen der Verschmelzung (§ 6 UmgrStG)
5. Deutschland und Österreich – ein Rechtsvergleich
5.1. Grundsystematik der Bewertungsansätze
5.2. Steuerneutralität auf Ebene der Gesellschaften
5.3. Steuerneutralität auf Ebene der Anteilseigner
5.4. Die Behandlung von Verlusten
5.5. Zeitlicher Ablauf – steuerliche Rückwirkungsfiktion
6. Beurteilung und Ausblick
Die Arbeit analysiert die steuerrechtliche Ausgestaltung grenzüberschreitender Verschmelzungen von Kapitalgesellschaften in Deutschland und Österreich, um Übereinstimmungen und Unterschiede in den gesetzlichen Regelungen aufzuzeigen und zu vergleichen.
2.1. Definition des Verschmelzungsvorgangs
Im deutschen Umwandlungsgesetz (§ 2 UmwG) sowie im österreichischen Aktiengesetz (§ 219 Z. 1 und 2 öAktG) werden zwei Verschmelzungstypen unterschieden.10 Bei der sog. Verschmelzung durch Aufnahme werden Kapitalgesellschaften unter Ausschluss der Abwicklung durch Übertragung des Vermögens einer oder mehrerer Gesellschaften (übertragende Gesellschaften) im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf eine andere bestehende Gesellschaft (übernehmende Gesellschaft) gegen Gewährung von Aktien dieser Gesellschaft verschmolzen.
Bei der sog. Verschmelzung durch Neugründung erfolgt die Verschmelzung ebenfalls unter Ausschluss der Abwicklung durch die Übertragung des Vermögens zweier oder mehrerer Gesellschaften (übertragende Gesellschaften) im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf eine von ihnen dadurch gegründete neue Gesellschaft gegen Gewährung von Aktien dieser neuen Gesellschaft. Die übertragende Gesellschaft geht bei der Verschmelzung unter.11
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik grenzüberschreitender Unternehmensfusionen ein und definiert das Ziel der Arbeit, die steuerrechtliche Situation in Deutschland und Österreich zu vergleichen.
2. Rahmenbedingungen für deutsche und österreichische Verschmelzungsvorgänge: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen wie Begriffsdefinitionen, Verschmelzungsvarianten, den Einfluss europäischer Richtlinien sowie die Bedeutung von Doppelbesteuerungsabkommen.
3. Die Verschmelzungsvorgänge aus Sicht Deutschlands: Hier werden detailliert die Anwendungsbereiche und die steuerlichen Konsequenzen für übertragende sowie übernehmende Gesellschaften und deren Anteilseigner nach deutschem Recht analysiert.
4. Die Verschmelzungsvorgänge aus Sicht Österreichs: Dieses Kapitel betrachtet analog zu Kapitel 3 die österreichischen steuerrechtlichen Regelungen, insbesondere das Umgründungssteuergesetz und die damit verbundenen Rechtsfolgen.
5. Deutschland und Österreich – ein Rechtsvergleich: Hier erfolgt eine methodische Gegenüberstellung der deutschen und österreichischen Regelungen hinsichtlich Bewertungsansätzen, Steuerneutralität, Verlustbehandlung und Rückwirkungsfiktion.
6. Beurteilung und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse des Vergleichs zusammen und gibt eine Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung steuerrechtlicher Gestaltungen bei Fusionen.
Grenzüberschreitende Verschmelzung, Kapitalgesellschaften, Umwandlungssteuerrecht, Umgründungssteuergesetz, Steuerneutralität, Stille Reserven, Buchwertfortführung, Gesamtrechtsnachfolge, Doppelbesteuerungsabkommen, Entstrickung, Verlustvortrag, Anteilseigner, Beteiligungskorrekturgewinn, Fusionsrichtlinie, Betriebsstätte
Die Arbeit untersucht die steuerrechtliche Behandlung grenzüberschreitender Verschmelzungen von Kapitalgesellschaften zwischen Deutschland und Österreich.
Zentrale Themen sind die steuerlichen Rahmenbedingungen, die Bewertung bei Vermögensübergängen, die Steuerneutralität auf Gesellschafts- und Anteilseignerebene sowie die Behandlung von Verlustvorträgen.
Ziel ist es, die nationalen steuerrechtlichen Regelungen für grenzüberschreitende Verschmelzungen systematisch darzustellen und die Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten zwischen dem deutschen Umwandlungssteuergesetz und dem österreichischen Umgründungssteuergesetz herauszuarbeiten.
Die Arbeit basiert auf einer rechtsvergleichenden Analyse der relevanten Gesetzesgrundlagen, Richtlinien und der Fachliteratur beider Länder.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte steuerrechtliche Betrachtung aus deutscher und österreichischer Sicht, aufgeteilt nach der Ebene der übertragenden/übernehmenden Gesellschaft sowie der Anteilseigner, gefolgt von einem direkten Rechtsvergleich.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie grenzüberschreitende Verschmelzung, Umwandlungssteuerrecht, Steuerneutralität, Stille Reserven und Doppelbesteuerungsabkommen charakterisiert.
Deutschland verfolgt bei der Bewertung in der Schlussbilanz grundsätzlich den Ansatz zum gemeinen Wert als Obergrenze, während Österreich den Fokus stärker auf die Buchwertfortführung als Untergrenze legt.
Nach der Fußstapfentheorie tritt die übernehmende Gesellschaft in die steuerliche Rechtsstellung der übertragenden Gesellschaft ein, was die Bewertung übernommener Wirtschaftsgüter und bestimmte steuerliche Fristen umfasst.
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