Bachelorarbeit, 2023
74 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. HIV / AIDS
2.1.1. Definition
2.1.2. Männliche Homosexualität als Risikofaktor
2.1.3. Epidemiologie in Deutschland
2.1.4. Aktuelle Präventionsmaßnahmen
2.1.5. Heutige Behandlung
2.2. Gesundheitskommunikation
2.2.1. Definition
2.2.2. Die Rolle von Social Media in der Gesundheitskommunikation
2.2.3. Public-Health-Strategien in Bezug auf sexuelle Gesundheit in Deutschland
2.3. Uses-and-Gratifications-Ansatz
2.3.1. Die Theorie
2.4. Forschungsstand
2.4.1. Nutzungsmotivation für Online-Gesundheitsangebote
2.4.2. Social Media-Nutzungsverhalten von MSM
3. Empirische Untersuchung
3.1. Forschungsfrage und Hypothesen
3.2. Forschungsdesign
3.2.1. Beschreibung und Begründung der Methodenauswahl
3.2.2. Stichprobenkennwerte
3.2.3. Aufbau der Umfrage
3.2.4. Auswertung der Ergebnisse
4. Überblick der Ergebnisse
4.1. Soziodemografische Merkmale
4.2. Nutzungsmotive und Bedürfnisbefriedigung
4.3. Medialer Austausch und soziale Interaktion
4.4. Zusammenfassung der Ergebnisse
4.5. Prüfung der Hypothesen
5. Fazit
Diese Arbeit untersucht das Social Media-Nutzungsverhalten von Männern*, die Sex mit Männern* (MSM) haben, im Kontext der Informationsbeschaffung zu HIV/AIDS, um zu klären, welche Rolle soziale Netzwerke bei diesem Prozess spielen und ob sie eine Quelle für Austausch und Aufklärung darstellen.
2.4.1. Nutzungsmotivation für Online-Gesundheitsangebote
Das Pew Internet & American Life Project führt regelmäßig Studien zur Nutzung von Gesundheitsangeboten durch. Die Non-Profit-Organisation fand vier primäre Nutzungsmotive für Gesundheitsangebote im Internet: Die Suche nach Informationen zu neuen Diagnosen, Medikamenten oder Behandlungen, die Beantwortung von nach einem Arztbesuch offen gebliebener Fragen, die Suche nach Tipps für den Umgang mit bestimmten Problemen und das Bedürfnis nach emotionaler Unterstützung (S. Fox & Fallows, 2003). Diese Befunde lassen sich auf die von Blumler und Katz (1974) beschriebenen Bedürfnisse Information und Beziehung des UGAs übertragen. Wenn vom potenziellen Rezipienten ein vermeintliches Informationsdefizit wahrgenommen wird bzw. vorhandene Informationen nicht zufriedenstellend sind, kann dies ein Auslöser für die Online-Informationssuche sein (Baumann & Hastall, 2014). Eine Literaturanalyse aus dem Jahr 2014 zeigt, dass sich die genannten vier primären Nutzungsmotive in zwei Motiv-Kategorien einordnen lassen: Informationelle und emotionale Nutzungsmotive. Informationsbedürfnisse werden dabei auf Informationen zum aktuellen Gesundheitszustand und in Frage kommende Therapieformen bezogen. Die emotionalen Aspekte zur Nutzungsmotivation werden auf die Frage des Umgangs mit der eigenen Gesundheit bzw. Krankheit bezogen und auf die damit zusammenhängenden Entscheidungen. Sie stehen im Zusammenhang mit auftretenden Unsicherheiten (Jones et al., 2014). Besonders sensible Themen der Gesundheit bzw. Krankheit, aber auch tabuisierte Erkrankungen betreffend bieten Online-Gesundheitsangebote, wie z.B. Online-Foren, spezifische Vorteile in Bezug auf die emotional motivierte Nutzung (Eysenbach, 2005; Wright et al., 2003).
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz von HIV/AIDS als gesundheitliches Thema dar und verortet die Rolle von Social Media als Informationsquelle innerhalb der modernen Mediennutzung von MSM.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert medizinische Aspekte von HIV/AIDS inklusive Risikofaktoren und Prävention, führt in die Gesundheitskommunikation ein und stellt den Uses-and-Gratifications-Ansatz theoretisch dar.
3. Empirische Untersuchung: Hier werden die Forschungsfrage und Hypothesen definiert sowie der Prozess der quantitativen Online-Befragung von der Methodenauswahl bis zur Datenauswertung beschrieben.
4. Überblick der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen soziodemografischen Daten der Probanden, analysiert das Nutzungsverhalten und prüft die aufgestellten Hypothesen statistisch.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Ergebnisse im Kontext der theoretischen Ansätze und bewertet die Rolle von Social Media für MSM.
HIV/AIDS, Mediennutzung, Soziale Medien, Gesundheitskommunikation, Uses-and-Gratifications-Ansatz, Männer, MSM, Informationsbeschaffung, Online-Umfrage, Prävention, Stigmatisierung, Medienmanagement, Internet, Kommunikation, Forschungsstand
Die Arbeit analysiert das Social Media-Nutzungsverhalten von Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), und untersucht, inwieweit soziale Plattformen zur Informationsbeschaffung und zum Austausch über HIV/AIDS genutzt werden.
Die Themen umfassen HIV/AIDS als gesundheitliches Krankheitsbild, die Anwendung des Uses-and-Gratifications-Ansatzes, Gesundheitskommunikation sowie digitale Präventions- und Informationsstrategien.
Die Forschungsfrage lautet: „Welche Rolle spielt Social Media bei der Mediennutzung von Männern*, die Sex mit Männern* haben, in Bezug auf die Informationsbeschaffung zu HIV/AIDS?“
Es wurde ein quantitativer Forschungsansatz gewählt, bei dem eine deskriptive Online-Befragung von 130 Probanden durchgeführt und statistisch ausgewertet wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu HIV und Mediennutzungstheorien sowie die Durchführung und Auswertung einer empirischen Untersuchung zur Prüfung spezifischer Hypothesen.
Wichtige Schlagworte sind HIV/AIDS, Gesundheitskommunikation, Soziale Medien, MSM (Männer, die Sex mit Männern haben) und der Uses-and-Gratifications-Ansatz.
Die Studie zeigt, dass Social Media zwar als Informationsquelle wichtig bleibt, die Nutzer jedoch auch Vorbehalte gegenüber der Informationsqualität haben und persönliche Netzwerke für den Austausch bevorzugen.
Die Analysen zeigten teilweise signifikante Zusammenhänge, wobei einige Hypothesen durch die empirischen Daten gestützt, andere jedoch durch statistische Tests widerlegt wurden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

