Diplomarbeit, 2010
97 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Cause Related Marketing - die Brücke zwischen Ethik und Ökonomik
2.1 Ethik als Grundlage von Corporate Social Responsibility
2.1.1 Unternehmensethik und Ökonomik
2.1.2 Erfolgsfaktoren von Ethik
2.2 Definitionen und Hintergründe von Corporate Social Responsibility
2.2.1 Gründe für eine CSR-Integration
2.2.2 Erfolgsfaktoren von CSR
2.3 Cause Related Marketing
2.3.1 Begriff und Abgrenzungen
2.3.2 Entstehung und Entwicklung
2.3.3 Gründe und Ziele von Cause Related Marketing
2.3.4 Risiken von Cause Related Marketing
2.3.4 Erfolgsfaktoren für CRM
2.3.5 Cause Related Marketing und Konsumentenverhalten
3. Studien über Cause Related Marketing
3.1 Studien der Literatur
3.2 Eigene qualitative Studie
3.2.1 Ziel der qualitativen Interviews
3.2.2 Auswahl der Grundgesamtheit
3.2.3 Durchführung
3.2.4 Auswertung der Interviews
4. Einblick in die Lebensmittelindustrie
4.1 Fallstudie: Danone Waters Deutschland GmbH
4.1.1 Danone Waters GmbH und CRM
4.1.2 Analyse der CRM-Kampagne auf der Basis von Erfolgsfaktoren
4.2 Fallstudie: Procter & Gamble
4.2.1 Procter & Gamble und CRM
4.2.2 Analyse der CRM-Kampagne auf der Basis von Erfolgsfaktoren
5. Präsentation und Diskussion der Ergebnisse
6. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht das Marketinginstrument "Cause Related Marketing" (CRM) als strategisches Bindeglied zwischen unternehmerischer Gewinnerzielung und gesellschaftlicher Verantwortung, insbesondere innerhalb der deutschen Lebensmittelindustrie. Ziel ist es, zentrale Erfolgsfaktoren für glaubwürdige CRM-Kampagnen zu identifizieren und die Wirkung solcher Kampagnen auf Konsumenten durch eine qualitative Studie zu analysieren.
2.3.1 Begriff und Abgrenzungen
Noch gibt es auch bei CRM keine einheitliche Definition, deswegen werden einige Definitionen und Möglichkeiten aufgezeigt.
CRM kann in den Bereich der CSR eingeordnet werden und kombiniert Marketing-Elemente und CSR-Elemente miteinander (Smith et al., 1991, S.19). Dabei kann CRM als Marketing-Instrument zur Umsetzung eines speziellen Parts der CSR-Gesamtauffassung verstanden werden (Huber, 2008, S. 8).
CRM bedeutet in etwa „zweckbezogenes Marketing“ und wird als effektive Marketing-Strategie gebraucht. Zweckbezogen bedeutet in diesem Fall, wenn ein Unternehmen eine Partnerschaft mit einer Non-Profit-Organisation (NPO) oder zugunsten eines guten Zweckes handelt und kann als eine neue Form von Wohltätigkeit, die im Interesse des Unternehmens getätigt wird, eingeordnet werden (Huppertz, 2007, S.1). Dabei steckt hinter der Wohltat das Grundprinzip eines Marketing Programms, welches einen Beitrag zum Unternehmenserfolg und gleichzeitig zur Unterstützung eines guten Zwecks leisten kann (Varadarajan et al., 1988, S.59).
Pringle liefert eine mögliche Definition von Cause Related Marketing in Bezug auf die Marketing-Strategie: “Cause Related Marketing (CRM) can be defined as a strategic positioning and marketing tool which links a company or brand to a relevant social cause or issue, for mutual benefit.” (Pringle et al., 1999, S. 3) Diese Definition ist allgemeiner gefasst, da die Kopplung der Spende nur einen Teilaspekt neben anderen Möglichkeiten von CRM darstellt (Mann, 2009, S. 235).
1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die zunehmende Bedeutung von ethischem Verhalten in der Wirtschaft und führt das Konzept des Cause Related Marketing als strategisches Instrument ein.
2. Cause Related Marketing - die Brücke zwischen Ethik und Ökonomik: Dieses Kapitel verankert CRM theoretisch im Bereich der Corporate Social Responsibility und beleuchtet ethische Grundlagen sowie die Herausforderungen bei der Verknüpfung von ökonomischen Zielen mit gesellschaftlicher Verantwortung.
3. Studien über Cause Related Marketing: Hier wird der theoretische Überblick durch eine qualitative Studie ergänzt, in der zwölf Interviews mit Studenten analysiert werden, um Konsumentenreaktionen und psychologische Motive im Kontext von CRM zu ergründen.
4. Einblick in die Lebensmittelindustrie: Anhand der Fallstudien Danone Waters (Volvic) und Procter & Gamble (Wick) wird die praktische Umsetzung von CRM-Kampagnen analysiert und an den theoretisch abgeleiteten Erfolgsfaktoren gespiegelt.
5. Präsentation und Diskussion der Ergebnisse: Dieses Kapitel wertet die Erkenntnisse der qualitativen Interviews und der Fallstudien kritisch aus und diskutiert, inwiefern die untersuchten Unternehmen ihre Kampagnen erfolgreich gestalten konnten.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und identifiziert weiteren Handlungsbedarf, insbesondere im Hinblick auf Transparenz und die Kommunikation von unternehmerischen Interessen.
Cause Related Marketing, CRM, Corporate Social Responsibility, CSR, Unternehmensethik, Konsumentenverhalten, Marketingstrategie, Lebensmittelindustrie, Spenden, Partner-Fit, Cause-Fit, Glaubwürdigkeit, emotionale Markenbindung, soziale Verantwortung, Volvic.
Die Diplomarbeit untersucht das Konzept des "Cause Related Marketing" (CRM) als Methode, mit der Unternehmen ihre Produkte mit dem Versprechen einer Spende für einen guten Zweck verknüpfen, um sowohl ökonomische als auch soziale Ziele zu erreichen.
Die Arbeit behandelt die ethischen Grundlagen der CSR, die strategische Einordnung von CRM, die Analyse relevanter Erfolgsfaktoren (wie Passgenauigkeit von Marke und Zweck) sowie die psychologischen Faktoren der Konsumentenwahrnehmung.
Das Ziel ist es, Erfolgsfaktoren für eine glaubwürdige CRM-Kampagne zu definieren und zu untersuchen, wie Unternehmen diese in der Praxis umsetzen und wie Konsumenten diese Kampagnen bewerten.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer eigenen qualitativen empirischen Studie, basierend auf zwölf fokussierten Einzelinterviews mit Studenten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einordnung, eine qualitative Befragung zur Konsumentenperspektive und eine detaillierte Analyse zweier Praxisfallstudien aus der Lebensmittelbranche (Danone Waters und Procter & Gamble).
Zentrale Begriffe sind Cause Related Marketing, Corporate Social Responsibility, Konsumentenverhalten, Glaubwürdigkeit, ethische Unternehmensführung und Marken-Fit.
Die Reaktionen sind gemischt: Einige Befragte sehen in Prominenten eine Vorbildfunktion und ein Zeichen für Glaubwürdigkeit, während andere den Einsatz kritisch als übertrieben oder "aufgesetzt" empfinden und sich eine direktere Beteiligung des Unternehmens wünschen.
Emotionen spielen eine Schlüsselrolle. Die Studie zeigt, dass CRM-Kampagnen häufig starke Gefühle wie Mitleid oder ein schlechtes Gewissen bei Konsumenten auslösen, die wiederum einen Anreiz für den Kauf des Produktes schaffen können, um das eigene Gewissen zu erleichtern.
Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Motive glaubwürdig zu vermitteln. Die befragten Konsumenten äußerten häufig Skepsis hinsichtlich der tatsächlichen Verwendung der Spendengelder und warfen Unternehmen vor, CRM primär als reines Marketinginstrument zur Profitsteigerung zu nutzen.
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