Bachelorarbeit, 2024
67 Seiten, Note: 1,2
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einleitung
1.1 Forschungsfrage und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit und Vorgehensweise
2 Theorie
2.1 Begriff Nachhaltigkeit (NH)
2.2 Begriff Greenwashing (GW)
2.3 Differenzierung der Organisationen
2.4 Einflussfaktoren auf Greenwashing
2.5 Arten von Greenwashing
2.6 Konsequenzen von Greenwashing
2.7 Bewusstsein der Verbraucher_innen
2.8 Hypothesen
3 Methodik
3.1 Forschungsdesign
3.2 Produktversionen
3.3 Fragebogengestaltung
3.4 Proband_innenrekrutierung
4 Durchführung des Experiments
4.1 Deskriptive Statistik
4.2 Hypothesentests
4.3 Sonstige Erkenntnisse
5 Diskussion
5.1 Diskussion der Hypothesen
5.2 Relevanz
5.3 Limitierungen und zukünftige Forschung
5.4 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Greenwashing und dessen Auswirkungen auf die Wahrnehmung von Konsument_innen. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen Nachhaltigkeitsversprechen der Unternehmen und deren tatsächlichen Umweltpraktiken zu analysieren, um so ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, wie Konsument_innen ökologische Produktmerkmale bewerten und wie irreführende Kommunikation das Vertrauen beeinflusst.
2.5.1 The Sin of the Hidden Trade-Off
Die Sünde der versteckten Kompromisse ist die am häufigsten angewendete GW-Praktik. Dabei liegt der Fokus auf einem umweltfreundlichen Merkmal oder einer unangemessenen engen Auswahl an Attributen des Produkts, wobei andere, oft viel wichtigere Faktoren nicht beachtet werden. Für diese Sünde wird auch häufig die Metapher „Der Baum, hinter dem sich der Wald verbirgt“ verwendet. (Environmental Research Institute UCC, 2022) Die verwendeten Aussagen sind normalerweise nicht falsch, trotzdem fallen sie unter Greenwashing, denn sie versuchen, das Produkt grüner darzustellen, als es in einer ganzheitlichen Analyse tatsächlich wäre. (TerraChoice Environmental Marketing Inc., 2007, S. 2) Beispiele hierfür sind:
- Papier, auf dem hervorgehoben wird, dass es einen hohen Recyclinganteil hat, während nichts zu den Emissionen, wie z. B. die Luft- oder Wasserverschmutzung durch die Produktion, kommuniziert wird. (TerraChoice Environmental Marketing Inc., 2007, S. 2)
- Nespresso wirbt mit dem Recycling ihrer Kaffeekapseln, wobei diese trotzdem aus schädlichem Aluminium hergestellt werden. (Nespresso, 2024)
- H&M bewirbt die Conscious Collection, welche Bio-Baumwolle und recyceltes Polyester beinhalten soll, um das Image der Marke nachhaltiger erscheinen zu lassen. So wird vom Rest der Kollektion abgelenkt, bei welchem nicht auf die Umweltaspekte geachtet wird. (H&M Group, 2024) Allerdings beträgt der Anteil der Conscious Collection nur 0,2 % - 0,6 % der gesamten Kollektion.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der ökologischen Nachhaltigkeit und Greenwashing ein und definiert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
2 Theorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen zu Nachhaltigkeit, Greenwashing, dessen Einflussfaktoren, Arten, Konsequenzen und das Bewusstsein der Konsument_innen sowie die Hypothesenbildung erarbeitet.
3 Methodik: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsdesign, die Auswahl der Produktversionen, die Fragebogengestaltung sowie die Rekrutierung der Proband_innen für das Experiment.
4 Durchführung des Experiments: Hier erfolgt die deskriptive Statistik der gewonnenen Daten sowie die systematische Überprüfung der aufgestellten Hypothesen mittels SPSS.
5 Diskussion: Dieses abschließende Hauptkapitel diskutiert die Ergebnisse hinsichtlich der Hypothesen, beleuchtet deren Relevanz, benennt Limitierungen für zukünftige Forschungen und zieht in einem Fazit ein Resümee der Arbeit.
Nachhaltigkeitsmarketing, Nachhaltigkeit, Greenwashing, Konsument_innenwahrnehmung, Green Skepticism, ökologische Zertifikate, Umweltbewusstsein, Konsumverhalten, Markenimage, Umweltkommunikation, Verbraucherschutz, Marketingstrategien, Transparenz.
Die Arbeit untersucht das Phänomen Greenwashing und wie Unternehmen durch irreführende Kommunikation versuchen, ein umweltfreundliches Image zu erzeugen, sowie deren spezifische Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Konsument_innen.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Greenwashing-Strategien, der Einfluss ökologischer Produktinformationen, die Bedeutung von Zertifikaten und wie Verbraucher auf unterschiedliche Kommunikationsformen reagieren.
Die Forschungsfrage lautet: „Wie werden Produkte von Konsument_innen in Bezug auf deren Umweltfreundlichkeit wahrgenommen?“
Die Verfasserin führte ein Online-Experiment mit über 200 Proband_innen durch, bei dem diese verschiedene Produktversionen bewerten mussten, um die Wirkung von Greenwashing-Elementen zu testen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Literaturanalyse der theoretischen Konzepte wie die „Seven Sins of Greenwashing“ und einen empirischen Teil, in dem ein experimentelles Design zur Überprüfung von vier Hypothesen umgesetzt wurde.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Nachhaltigkeitsmarketing, Greenwashing, Konsument_innenwahrnehmung, Green Skepticism und ökologische Produktkennzeichnung.
Zertifikate werden als kritische Instrumente analysiert, die einerseits Orientierung bieten können, aber andererseits von Unternehmen unter Umständen missbraucht werden, um bei Konsumenten einen fälschlichen Eindruck von ökologischer Überlegenheit zu erwecken.
Die Arbeit nutzt eine Matrix (basierend auf Delmas & Burbano), die Organisationen anhand von zwei Dimensionen klassifiziert: den tatsächlichen Umweltpraktiken (braun versus grün) und der Intensität der Kommunikation über diese Praktiken (passiv versus aktiv).
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