Forschungsarbeit, 2010
31 Seiten, Note: 1,0
2. Einleitung
3. Sozialwissenschaftlicher Forschungsstand
4. Operationalisierung/ Hypothesen
4.1. Hypothesen
4.2. Vorgehen
5. Zugang
5.1. Fragebogenkonstruktion
5.2. Pre-Test
6. Erhebung
7. Auswertung
7.1. Hypothese I
7.2. Hypothese II
7.3. Hypothese III
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer empirischen Erhebung, inwieweit nach zwei Jahrzehnten deutscher Einheit noch eine bewusste Unterscheidung zwischen Ost- und Westdeutschen auf der Subjektebene existiert, oft als „Mauer in den Köpfen“ bezeichnet.
2. Einleitung
Die offizielle Wiedervereinigung beider deutscher Staaten erfolgte am 09.10.1990. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Arbeit blicken die Bundesbürger auf rund 20 Jahre deutscher Einheit zurück. Eine in den Medien präsente Frage ist dennoch, ob sich eine Wiedervereinigung nicht nur auf staatlicher, sondern auch auf der persönlichen Ebene für jeden Bundesbürger vollzogen hat. Zur Illustration seien hierzu Auszüge aus Äußerungen von Persönlichkeiten des öffentlichen Interesses zu dieser Thematik aufgeführt.
Der ehemalige Regierende Bürgermeister Berlins Eberhard Diepgen ist der Ansicht, dass es in der Tat „eine Schere bei einer bestimmten Generation gibt, die zu den Verlierern der Vereinigung gehört“ (I1), die innerdeutschen Unterschiede seien jedoch nicht mit denen anderer Länder, wie Spanien und Italien zu vergleichen (vgl. I1). Allerdings könne die „Sozialisation in einem totalitären System über Jahrzehnte nicht […] wie […] [ein] Regenmantel“ (I1) abgelegt werden. Für die nicht näher beschriebene „jüngere Generation“ (ebd.) hingegen sieht Diepgen den Prozess des Zusammenwachsens als abgeschlossen an (vgl. I1). Der Politiker Gregor Gysi meint ebenso bei einigen Mitbürgern eine „gewisse Anti-Haltung, in Bezug auf Ostdeutsche beziehungsweise in Bezug auf Westdeutsche“ (I1) feststellen zu können. Zusammenfassend sehen sowohl Diepgen, als auch Gysi auch nach 20 Jahren deutscher Einheit noch Unterschiede, zumindest auf der Ebene des einzelnen Bürgers, als gegeben an.
2. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der „Mauer in den Köpfen“ ein und leitet aus gesellschaftlichen Diskursen die Forschungsfrage der Arbeit ab.
3. Sozialwissenschaftlicher Forschungsstand: Hier werden bestehende Hypothesen zur Differenz zwischen Ost- und Westdeutschen, insbesondere mit Blick auf Sozialisationsunterschiede und mediale Einflüsse, diskutiert.
4. Operationalisierung/ Hypothesen: In diesem Kapitel werden die Forschungsfragen präzisiert und die drei zentralen Hypothesen zu Alter, Sozialisation und Einkommen formuliert sowie methodische Begriffe definiert.
5. Zugang: Dieses Kapitel erläutert die Entscheidung für einen quantitativen Forschungsansatz und beschreibt detailliert die Konstruktion des standardisierten Fragebogens.
6. Erhebung: Hier wird der Prozess der Datenerhebung an verschiedenen Standorten sowie die Zusammensetzung und Modifikation der Stichprobe erläutert.
7. Auswertung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der empirischen Analyse und prüft die aufgestellten Hypothesen mittels statistischer Verfahren.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach die Hypothesen weitgehend nicht gestützt werden konnten, und diskutiert die Bedeutung der „Mauer in den Köpfen“.
Wiedervereinigung, Mauer in den Köpfen, Sozialisation, Ost-West-Verhältnis, empirische Sozialforschung, Einstellungsmessung, quantitative Methode, Generationenvergleich, Identität, Vorurteile, soziale Abgrenzung, Einkommen.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob 20 Jahre nach der Wiedervereinigung noch eine subjektive Mauer in den Köpfen zwischen Ost- und Westdeutschen existiert.
Die Themenfelder umfassen soziale Identität, die Auswirkungen unterschiedlicher Sozialisationserfahrungen in den zwei ehemaligen deutschen Staaten sowie die Einstellung der Bevölkerungsgruppen zueinander.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: Inwieweit gibt es noch eine bewusste Unterscheidung zwischen Ost- und Westdeutschen auf der Subjektebene?
Es wurde ein quantitativer Ansatz gewählt, bei dem mittels eines standardisierten Fragebogens Daten erhoben und anschließend statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die operationalisierten Hypothesen, die Beschreibung der methodischen Vorgehensweise (Fragebogen, Stichprobe) und die anschließende statistische Auswertung.
Zu den prägenden Begriffen zählen Wiedervereinigung, Mauer in den Köpfen, Sozialisation, Identität und soziale Abgrenzung.
Nein, die durchgeführte Korrelationsanalyse ergab keinen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Haushaltseinkommen und der Einstellung der Befragten gegenüber der anderen Bevölkerungsgruppe.
Es konnte lediglich bei einer Altersgruppe der Ostdeutschen ein signifikanter Unterschied festgestellt werden, für die übrigen Gruppen ließen sich keine signifikanten Altersunterschiede belegen.
Es handelte sich um eine Add-hoc Stichprobe, bei der Passanten an zentralen Orten in Hamburg, Dresden und Stralsund zur Teilnahme befragt wurden.
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