Forschungsarbeit, 2007
17 Seiten, Note: 2,7
01 Vorwort
02 Einleitung: Der Dresdner SC von der Gründung 1898 bis zum staatlichen Verbot 1950
03 Hauptteil:
a. Die Nachfolgevereine des DSC in der DDR und der BRD (grafischer Überblick)
b. Struktur, Weisungs- und Kommunikationswege von DDR-Sportvereinen
04 Anhang:
a. Tabellarische Vereinschronik des Dresdner SC
b. Literatur und Quellen
Diese Arbeit untersucht den Dresdner Sportclub als Fallstudie, um die komplexen, von staatlichen Eingriffen und ideologischen Vorgaben geprägten Kommunikations- und Weisungsstrukturen im Sportwesen der ehemaligen DDR zu analysieren und das Dilemma sozialistischer Sportpolitik aufzuzeigen.
Struktur, Weisungs- und Kommunikationswege von DDR-Sportvereinen
Fortan bildeten die Betriebssportgemeinschaften – kurz BSG – die breite Basis der Vereinsstruktur. Träger dieser BSG war jeweils ein volkseigener Betrieb. Die Namen der Betriebssportgemeinschaften lieferten dabei immer den Hinweis auf die jeweilige Branche, welcher der Trägerbetrieb zuzuordnen war (siehe Abb.1). So wurden die nach dem Skandalspiel um die Ostzonenmeisterschaft 1950 in der DDR verbliebenen Aktiven des DSC zunächst der neu gegründeten BSG Empor Tabak Dresden-Löbtau zugeordnet, kamen diesen Plänen aber zuvor, da sie bereits in der SG Mickten aufgegangen waren und so nun zur BSG Sachsenverlag Dresden, aus der wenige Monate später die BSG Rotation Dresden entstand, übertraten.
Den Betriebssportgemeinschaften wiederum übergeordnet wurden gewerkschaftsnahe Sportvereinigungen (SV), was einer nunmehr noch engeren Verknüpfung von Arbeit und Sport entsprach und so trefflich mit der Ideologie einer sozialistischen Sportkultur korrespondierte. Der politische Druck auf die letzten verbliebenen SG wurde erhöht, so dass die meisten Sportgemeinschaften mit der erzwungenen Umwandlung in eine BSG auch die letzten Bemühungen, eine bürgerliche Vereinsstruktur und –tradition aufrecht zu erhalten, aufgeben mussten.
Vorwort: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Dresdner SC als Fallstudie für die Analyse sozialistischer Sportstrukturen und staatlicher Einflussnahme zwischen 1950 und 1989.
Einleitung: Der Dresdner SC von der Gründung 1898 bis zum staatlichen Verbot 1950: Hier wird der historische Werdegang des Vereins von der Gründung bis zur Auflösung und der staatlich forcierten Umstrukturierung nach 1945 dargestellt.
Hauptteil: Dieser Teil analysiert die organisatorische Neuausrichtung des Vereins in die Strukturen der DDR, einschließlich der Weisungswege und der Entwicklung der Betriebssportgemeinschaften.
Anhang: Dieser Abschnitt enthält eine chronologische Übersicht der Vereinsgeschichte sowie eine Zusammenstellung der verwendeten Literatur und Quellen.
Dresdner SC, DDR-Sportpolitik, Sportvereine, Betriebssportgemeinschaften, BSG, SED, Sozialismus, Kommunikationswege, Weisungsstrukturen, Sportgeschichte, SG Friedrichstadt, Leistungssport, Zentralismus, Instrumentalisierung, Sportclub
Die Arbeit analysiert die strukturellen Veränderungen und die staatliche Kontrolle von Sportvereinen in der DDR am Beispiel des Dresdner SC.
Im Fokus stehen die Geschichte des Dresdner SC, die Transformation des Vereinswesens in Betriebssportgemeinschaften (BSG) und die politischen Weisungswege im sozialistischen Sport.
Das Ziel ist die Aufdeckung des Dilemmas sozialistischer Sportpolitik, bei der der Sport als Instrument zur Propagierung ideologischer Ziele fungierte.
Es handelt sich um eine historische Fallstudie, die existierende Publikationen, Zeitdokumente und Fachliteratur auswertet.
Der Hauptteil beleuchtet die Nachfolgevereine des DSC und die detaillierten Strukturen, Weisungs- und Kommunikationswege der DDR-Sportvereine.
Zu den Kernbegriffen zählen Dresdner SC, DDR-Sportpolitik, Betriebssportgemeinschaften, Instrumentalisierung und sozialistische Sportkultur.
Aufgrund seiner bewegten Geschichte zwischen Tradition und den einschneidenden staatlichen Eingriffen des DDR-Regimes eignet sich der Verein besonders gut, um die Auswirkungen sozialistischer Sportpolitik zu verdeutlichen.
Dieses Spiel dient als exemplarisches Beispiel für die staatliche Manipulation des Sports in der DDR und führte direkt zu gravierenden Sanktionen gegen den Verein.
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