Masterarbeit, 2023
190 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Relevanz der Forschungsthematik
1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung der Arbeit
2 Skateboarding Grundlagen
2.1 Entwicklung des Skateboardings
2.2 Skateboarding Stile – Eine moderne Abgrenzung
2.3 Skateboarding als Vorreiter für moderne Bewegungskulturen
2.4 Soziale Werte und Normen in der Skateboardinggemeinschaft
2.5 Skateboarding als ästhetische Kunstform
2.6 Männliche Dominanz in der Skateboardingszene
2.7 Soziale Integrations- und Exklusion im Skateboarding
3 Identität – Ein Konstrukt
3.1 Der Symbolische Interaktionismus nach Mead (1965)
3.2 Identitätskonzept nach Goffman (1967)
3.3 Identitätsentwicklung im Sport
3.4 Eigenschaften, Soziale Werte und Normen in der Skateboardinggemeinschaft
3.4.1 Beharrlichkeit und Umgang mit Misserfolg
3.4.2 Freiheit und Toleranz
3.4.3 Integration, Anerkennung und Exklusion
3.4.4 Subkultur und Kreativität
3.4.5 Poltische Ideologien und soziale Rebellion
4 Methodisches Vorgehen
4.1 Begründung der Forschungsfrage
4.2 Forschungsdesign
4.3 Gestaltung des Interviewleitfadens
4.4 Stichprobenauswahl
4.5 Zugang zum Forschungsfeld
5 Forschungsfeld: Skateboarding am O-D-P
5.1 Räumliche und Sportliche Strukturierung des O-D-Ps
5.2 Soziale Strukturen der lokalen Skateboardinggemeinschaft
5.3 Darstellung der Proband:innengruppe
6 Datenauswertung
6.1 Qualitative Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2022)
6.2 Basismethode: Inhaltliche Strukturierung
6.3 Darstellung der Forschungsergebnisse
6.3.1 HK 1: Beharrlichkeit und Umgang mit Misserfolg
6.3.2 SK 1: Skateboarding als Copingstrategie
6.3.3 HK 2: Freiheit und Toleranz
6.3.4 HK 3: Gemeinschaftsgefühl, Solidarität und Respekt
6.3.5 SK 3: Sportliche und Soziale Anerkennung
6.3.6 HK 4: Subkultur und Kreativität
6.3.7 HK 5: Politische Ideologien und Soziale Rebellion
6.3.8 HK 6: Integration und Exklusion
6.3.9 SK 6 Integration von Skateboarderinnen in die O-D-P Gemeinschaft
7 Diskussion
7.1 Interpretation der Ergebnisse
7.2 Methodenkritik
8 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das identitätsstiftende Potenzial der Skateboardinggemeinschaft am Beispiel des Skateparks Otto-Dullenkopf-Park in Karlsruhe, wobei im Fokus steht, inwiefern die Gemeinschaft bei der persönlichen, sozialen und Ich-Identitätsentwicklung von Skateboardern mitwirkt.
1 Einleitung
Seit den 1960er Jahren begeistert die informelle Individualsportart Skateboarding weltweit Millionen von Sportler:innen (Peters, 2018). Entlang der Ausführung ästhetisch komponierter Tricks mithilfe eines Skateboards entsteht eine Gemeinschaft, aus der sich eine vielfältige, liberale und junge Bewegungskultur entwickelt (Peters, 2016). Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene machen einen großen Teil diese Sportgemeinschaft aus (Schwier & Kilberth, 2018).
„[...] Skateboarding war nur ein reines Freizeitinstrument. [...] Sehr bald begannen die Leute jedoch etwas anderes im Skateboarding zu sehen und wollten dies auf Skateboarding projizieren und damit ausdrücken: einen Lifestyle [...]“ (Cantin-Brault, 2018, S.170).
Aus der Idee einer Sportalternative für Surfer:innen zur Freizeitbeschäftigung, entwickelte sich nach Cantin-Brault eine facettenreiche Kultur, die zahlreiche Skateboarder:innen weltweit beeinflusst (2018). Durch die szenetypische Hingabe für die Sportkultur kann die Zugehörigkeit zur Skateboarding Gemeinschaft die Identität der Sportler:innen prägen (Kelly et al., 2008). Bereits im Zeitalter der 1970er Jahre berichteten Skateboarder:innen über identitäre Erfahrungen im Sport (Reinhart, 2010). Dabei stoßen die Akteur:innen in der Sportgemeinschaft auf Normen, die unter anderem von Respekt, Kreativität und Toleranz bestimmt sind und noch heute in der modernen Szene Bestand haben (Wheaton, 2013; Schwier, 2018; Kilberth, 2021). Die breite mediale Inszenierung des Sports über soziale Medien wie TikTok oder Instagram bestätigt die andauernde Begeisterung für Skateboarding im Jahr 2023 (#skateboarding, 2023).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Sportart Skateboarding ein, erörtert ihre Relevanz als globales kulturelles Phänomen und definiert die zentrale Forschungsfrage in Bezug auf die Identitätsbildung.
2 Skateboarding Grundlagen: Hier werden die historische Entwicklung, verschiedene Stilrichtungen und die soziologische Bedeutung des Skateboardings innerhalb moderner Sportkulturen erläutert.
3 Identität – Ein Konstrukt: Dieses Kapitel erläutert soziologische Identitätstheorien (Mead, Goffman) und überträgt diese auf den Sport, um die identitätsstiftenden sozialen Prozesse innerhalb der Skateboardingszene theoretisch zu rahmen.
4 Methodisches Vorgehen: Die Autor:innen beschreiben die Wahl des qualitativen Forschungsansatzes, das Studiendesign auf Basis episodenhafter Interviews und die Auswahl der Stichprobe.
5 Forschungsfeld: Skateboarding am O-D-P: In diesem Kapitel wird der lokale Kontext des Skateparks in Karlsruhe analysiert, inklusive der räumlichen Gestaltung und der sozialen Dynamiken vor Ort.
6 Datenauswertung: Hier werden die gesammelten Interviewdaten mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet und die zentralen Haupt- und Subkategorien systematisch dargestellt.
7 Diskussion: Die Forschungsergebnisse werden interpretiert, in den theoretischen Kontext eingeordnet und kritisch reflektiert, um die Forschungsfrage abschließend zu beantworten.
8 Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zur identitätsstiftenden Wirkung des Skateboardings zusammen und gibt Empfehlungen für künftige sportsoziologische Forschungen.
Skateboarding, Identitätsentwicklung, Sportsoziologie, Gemeinschaft, Soziale Werte, Subkultur,Qualitative Forschung, Integration, Otto-Dullenkopf-Park, Bewegungskultur, Symbolischer Interaktionismus, Maskulinität, Soziale Inklusion, Sportsozialisation, Skateboarding Studies
Die Arbeit untersucht, wie die lokale Skateboardinggemeinschaft im Otto-Dullenkopf-Park in Karlsruhe die Identität ihrer Mitglieder prägt und welche Rolle dabei die soziale Gemeinschaft und spezifische sportliche Praktiken spielen.
Die zentralen Themen umfassen die soziologische Konstruktion von Identität, die Bedeutung von Werten und Normen innerhalb der Skateboardingszene, das Verhältnis von Integration und Exklusion sowie das Spannungsfeld zwischen der Antiautorität der Szene und der modernen Kommerzialisierung des Sports.
Die Forschungsfrage lautet: „Inwiefern tragen das Skateboarding und seine Gemeinschaft zur Entwicklung der Identität von Skateboarder:innen bei?“ Ziel ist es, diese informellen Bildungsprozesse empirisch zu ergründen.
Es handelt sich um eine qualitative Studie, die auf dem Ansatz der sportsoziologischen Ethnografie basiert. Datenerhebung erfolgt durch episodische Interviews, die nach der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse von Kuckartz ausgewertet werden.
Der Hauptteil beleuchtet zunächst die theoretischen Grundlagen der Identitätsbildung im Sport und leitet daraus Kategorien ab. Anschließend wird das Forschungsfeld (der Park in Karlsruhe) detailliert beschrieben und die Ergebnisse der Interviews in Relation zu Themen wie Beharrlichkeit, Toleranz und Solidarität gesetzt.
Die wesentlichen Begriffe sind Skateboarding, Identitätsentwicklung, Sportsoziologie, Gemeinschaft, soziale Werte, Subkultur und qualitative Inhaltsanalyse.
Die Arbeit stellt fest, dass soziale Medien eine zentrale Rolle bei der ästhetischen Selbstinszenierung und Bewerbung der eigenen Leistung spielen, was zudem dazu beiträgt, das Interesse Sponsoren an der lokalen Szene aktiv zu wecken.
Die Ergebnisse zeigen ein ambivalentes Bild: Während der Sport prinzipiell offen ist, existieren teils subtile Barrieren aufgrund der historischen männlichen Dominanz, wobei soziale Medien und gezielte "Girl Sessions" zunehmend zur Modernisierung der sozialen Strukturen und der Sichtbarkeit beitragen.
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