Examensarbeit, 2007
122 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Der historische Rahmen
2.1. Die Zeit Karls des Großen
2.2. Das Itinerar Karls des Großen
3. Lernen an Stationen
3.1. Entstehungsgeschichte
3.2. Prinzipien des Lernens an Stationen
3.3. Einordnung in die Unterrichtsphasen
3.4. Die Rolle des Schülers
3.5. Die Rolle des Lehrers
3.6. Möglichkeiten und Grenzen
4. Medien im Geschichtsunterricht
4.1. Definition
4.2. Kategorisierungen
4.3. Das Arbeitsblatt im Geschichtsunterricht
4.3.1. Typen
4.3.2. Funktionen
4.3.3. Gestaltungskriterien
5. Konkretisierung
5.1. Allgemein gültige Zieldimensionen
5.2. Formale Gestaltung der Medienangebote
6. Medienangebote
6.1. Station Ingelheim: Die Versorgung des Königs
6.1.1. Didaktisch reduzierte Sachdarstellung
6.1.2. Zieldimensionen der Station
6.1.3. Medienangebot konkret
6.1.4. Erwartetes Arbeitsergebnis
6.1.5. Didaktische Kommentierung des Medienangebots
6.2. Station Paderborn: Das Lehnswesen
6.2.1. Didaktisch reduzierte Sachdarstellung
6.2.2. Zieldimensionen der Station
6.2.3. Medienangebot konkret
6.2.4. Erwartetes Arbeitsergebnis
6.2.5. Didaktische Kommentierung des Medienangebots
6.3. Station Diedenhofen: Die Erweiterung des Reiches
6.3.1. Didaktisch reduzierte Sachdarstellung
6.3.2. Zieldimensionen der Station
6.3.3. Medienangebot konkret
6.3.4. Erwartetes Arbeitsergebnis
6.3.5. Didaktische Kommentierung des Medienangebots
6.4. Station Aachen: Die Sicherung des Reiches
6.4.1. Didaktisch reduzierte Sachdarstellung
6.4.2. Zieldimensionen der Station
6.4.3. Medienangebot konkret
6.4.4. Erwartetes Arbeitsergebnis
6.4.5. Didaktische Kommentierung des Medienangebots
7. Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, durch die Konzeption optimierter Medienangebote für das Lernen an Stationen, den Geschichtsunterricht lebendiger und motivierender zu gestalten, um die individuellen Lernprozesse der Schüler stärker zu berücksichtigen und deren Kompetenzerwerb zu fördern.
1. Einleitung
... ich konnte einfach nicht glauben, daß zwölf Jahre ungemilderter Langeweile alles waren, was der Staat Alabama mir zugedacht hatte.1 Mit diesen Worten beurteilt Scout, Protagonistin des Jugendbuchklassikers Wer die Nachtigall stört ..., die Erfahrungen ihrer ersten beiden Schuljahre. Die Autorin Harper Lee bringt damit ein Problem auf den Punkt: Die meisten Schüler finden Schule langweilig. Daher sind meines Erachtens Ort und Zeit dieser Äußerung beliebig austauschbar.
Inzwischen hat sich der Geschichtsunterricht zu den unbeliebtesten im Fächerkanon entwickelt, wie Bodo von Borries’ empirische Forschung aus den Mittneunzigern zeigt.2 Nach seiner Untersuchung resultiert dies im Bereich der Medien aus der häufigen Nutzung des bei Schülern unbeliebten Schulgeschichtsbuchs und der Textquellen. Im Bereich der Methoden ist die Lehrdominanz der Plenumsarbeit ursächlich für diese Unbeliebtheit. Dass Schülern stoisch in 45-minütigen Abständen ohne Herausforderung und Abwechslung vorgedachte Gedanken präsentiert werden und diese deshalb geistig den Unterricht verlassen und sich nicht mehr beteiligen, lässt sich leicht nachvollziehen.
1. Einleitung: Analyse des Unbehagens im traditionellen Geschichtsunterricht und Begründung für den Einsatz alternativer Lernformen wie das Lernen an Stationen.
2. Der historische Rahmen: Darstellung der Epoche Karls des Großen sowie Erläuterung des Itinerars als Instrument zur Rekonstruktion der Reichsgeschichte.
3. Lernen an Stationen: Theoretische Herleitung und methodische Prinzipien des offenen Unterrichts sowie Rollenverteilung von Schülern und Lehrern.
4. Medien im Geschichtsunterricht: Definition und Kategorisierung von Unterrichtsmedien mit einem Fokus auf die didaktische Gestaltung von Arbeitsblättern.
5. Konkretisierung: Beschreibung des konkreten methodischen Aufbaus der Zeitreise-Stationen und der allgemein gültigen Zieldimensionen.
6. Medienangebote: Detaillierte Ausarbeitung der vier Stationen Ingelheim, Paderborn, Diedenhofen und Aachen inklusive Sachdarstellungen und Medien.
7. Schlussfolgerung: Fazit zur Eignung des Konzepts für den Schulalltag und Plädoyer für einen schülerzentrierten, motivierenden Unterricht.
Geschichtsunterricht, Lernen an Stationen, Karl der Große, Frankenreich, Medienkompetenz, Arbeitsblatt, offener Unterricht, Kompetenzerwerb, Lehnswesen, Itinerar, Didaktik, Lernmosaik, Unterrichtsmethoden, Binnendifferenzierung, Geschichtsbewusstsein.
Die Arbeit untersucht, wie das Lernen an Stationen im Geschichtsunterricht dazu beitragen kann, den Unterricht lebendiger zu gestalten und Schüler durch selbstbestimmtes Lernen stärker einzubinden.
Die zentralen Felder sind die historische Behandlung des Frankenreichs zur Zeit Karls des Großen, die methodische Einordnung von offenem Unterricht und die Gestaltung professioneller Unterrichtsmedien.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung und Bereitstellung praxisnaher, didaktisch optimierter Medienangebote, die einen eigenverantwortlichen Kompetenzerwerb der Schüler ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachdidaktischer Literatur zu offenen Unterrichtsformen und Mediennutzung, die auf das konkrete Beispiel der Pfalzen Karls des Großen angewandt wird.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Stationenarbeit, der Rolle von Arbeitsblättern als Medium sowie der konkreten inhaltlichen Ausarbeitung der Stationen Ingelheim, Paderborn, Diedenhofen und Aachen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Geschichtsunterricht, Lernen an Stationen, Karl der Große, Medienkompetenz und Didaktik.
Das Itinerar dient als historisches Gerüst, um die Aufenthaltsorte Karls des Großen (die Pfalzen) als konkrete, historisch verortbare Lernstationen für den Unterricht zu nutzen.
Die Arbeitsblätter dienen nicht nur als Informationsträger, sondern sollen durch didaktische Gestaltung, Strukturierung und Aufgabenstellung das selbstständige Arbeiten und das Erreichen von Lernzielen unterstützen.
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