Bachelorarbeit, 2024
50 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 KÜNSTLICHE INTELLIGENZ
2.1 DEFINITION UND GRUNDLAGEN DER KI
2.2 BEGRIFFSABGRENZUNG
2.2.1 MASCHINELLES LERNEN
2.2.2 DEEP LEARNING
2.2.3 LARGE LANGUAGE MODELS
2.3 AKTUELLER STAND DER KI
2.4 KÜNSTLICHE INTELLIGENZ IM MARKETING
3 DISKRIMINIERUNG VON GESCHLECHTERN
3.1 DEFINITION UND FORMEN DER GESCHLECHTERDISKRIMINIERUNG
3.2 GESCHLECHTERDISKRIMINIERUNG AM ARBEITSPLATZ
3.3 GESCHLECHTERSTEREOTYPE
4 GESCHLECHTERDISKRIMINIERUNG DURCH KI – AKTUELLER FORSCHUNGSSTAND
4.1 DISKRIMINIERUNG DURCH KI IN DER ARBEITSWELT
4.2 DISKRIMINIERUNG DURCH CHATBOTS UND LLMS
4.3 DISKRIMINIERUNG DURCH KI IN ANDEREN BEREICHEN
4.4 HERAUSFORDERUNGEN VON ETHIK UND FAIRNESS IN KI-SYSTEMEN
5 METHODIK
5.1 ALLGEMEINER AUFBAU
5.2 QUANTITATIVE ANALYSE
5.3 QUALITATIVE ANALYSE:
6 ERGEBNISSE
6.1 QUANTITATIVE ANALYSE
6.1.1 GENDER DECODER
6.1.2 TEXTLÄNGE
6.2 QUALITATIVE ANALYSE
6.2.1 EINFLUSS DER PRODUKTKATEGORIE
6.2.2 EINFLUSS DER GESCHLECHTERPERSPEKTIVE:
7 DISKUSSION
7.1 INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
7.2 EINORDNUNG DER FORSCHUNGSERGEBNISSE
7.3 LIMITATIONEN DER FORSCHUNG
7.4 IMPLIKATIONEN FÜR ZUKÜNFTIGE FORSCHUNG
8 FAZIT
8.1. ZUSAMMENFASSUNG DER HAUPTERKENNTNISSE
8.2. BEANTWORTUNG DER FORSCHUNGSFRAGEN
8.3. EMPFEHLUNGEN UND AUSBLICK
8.4. ABSCHLIESSENDE GEDANKEN
Die vorliegende Arbeit untersucht den Gender-Bias in Large Language Models (LLMs) innerhalb des Marketingsektors. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, ob KI-Systeme bei der Generierung von Marketingtexten geschlechtsspezifische Stereotype reproduzieren oder verstärken und wie diese Verzerrungen durch verschiedene Prompts und Produktkategorien beeinflusst werden.
2.1 Definition und Grundlagen der KI
Um die Thematik dieser Arbeit umfassend zu erfassen, ist ein fundiertes Verständnis von Künstlicher Intelligenz essenziell. Die Definition von KI ist nicht einheitlich anerkannt und wird vielfältig interpretiert (Wang, 2019). Die historische Entwicklung der KI reicht bis in die 1940er Jahre zurück, als Computer über ihre Kapazität für numerische Berechnungen hinaus als Werkzeuge für intellektuelle Aufgaben anerkannt wurden. Bedeutende Wissenschaftler wie McCarthy, Minsky, Newell und Simon trugen während der Dartmouth-Konferenz, 1956, maßgeblich zur Prägung des KI-Begriffs bei (McCarthy et al., 2006). Ihre Definitionen, die die „allgemeine intelligente Handlung“ und die Fähigkeit, „schwierige Probleme zu lösen“, betonen, prägen noch heute das Verständnis von KI (Wang, 2019).
Ein weiterer bedeutender Beitrag zur Diskussion über KI stammt von dem Philosophen John Searle, der zwischen 'starker' und 'schwacher' KI differenziert. Laut Searle (1980) beschreibt die 'schwache KI' Systeme, die bestimmte Aufgaben erledigen und Probleme lösen, ohne dabei wahres Verständnis oder Bewusstsein zu besitzen. Diese Systeme funktionieren auf Basis vorgegebener Algorithmen und sind nicht mit echtem Verstehen oder Bewusstsein ausgestattet. Im Gegensatz dazu stellt die 'starke KI' eine Form der Künstlichen Intelligenz dar, die über das bloße Ausführen von Aufgaben hinausgeht und echtes Bewusstsein und Verständnis – ähnlich dem menschlichen Geist – erreichen könnte. Searle (1980) argumentiert jedoch, dass diese Form der KI, trotz ihrer theoretischen Möglichkeit, in der Praxis schwer zu realisieren sei. Seine Unterscheidung beleuchtet nicht nur die technischen, sondern auch die philosophischen Aspekte der KI und stellt die Frage, inwieweit Maschinen wirklich 'denken' und 'verstehen' können (Flowers, 2019).
1 EINLEITUNG: Führt in die Relevanz von KI im Marketing und die Thematik des Gender-Bias ein sowie in das Ziel der Arbeit, geschlechtsspezifische Verzerrungen bei der Textgenerierung zu untersuchen.
2 KÜNSTLICHE INTELLIGENZ: Bietet einen Überblick über Definitionen, Machine Learning, Deep Learning, Large Language Models sowie deren Rolle und aktuellen Stand im Marketing.
3 DISKRIMINIERUNG VON GESCHLECHTERN: Definiert geschlechtsspezifische Diskriminierung und beleuchtet deren Erscheinungsformen am Arbeitsplatz sowie die Rolle von Stereotypen.
4 GESCHLECHTERDISKRIMINIERUNG DURCH KI – AKTUELLER FORSCHUNGSSTAND: Analysiert den Forschungsstand hinsichtlich der Diskriminierung durch KI in verschiedenen Einsatzbereichen sowie grundlegende ethische Herausforderungen.
5 METHODIK: Beschreibt den Forschungsaufbau, die Auswahl der Produktkategorien und Prompts sowie die quantitative und qualitative Analyse der Daten.
6 ERGEBNISSE: Präsentiert die Resultate der quantitativen und qualitativen Untersuchung der generierten Texte hinsichtlich Wortwahl, Textlänge und Stereotypisierung.
7 DISKUSSION: Interpretiert die Ergebnisse, stellt sie in den Kontext der Forschung und erörtert Limitationen sowie Implikationen für die zukünftige Forschung.
8 FAZIT: Fasst die Kernergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und gibt Empfehlungen für eine ethisch verantwortungsvolle Entwicklung.
Künstliche Intelligenz, Large Language Models, ChatGPT, Google Bard, Gender-Bias, Geschlechterdiskriminierung, Marketing, Geschlechterstereotype, Künstliche Intelligenz Ethik, Qualitative Inhaltsanalyse, Quantitative Analyse, Textgenerierung, Algorithmische Voreingenommenheit, Fairness
Die Arbeit untersucht, inwieweit in KI-generierten Inhalten (speziell durch ChatGPT und Google Bard) ein Gender-Bias vorhanden ist, der geschlechtsspezifische Stereotype im Marketing reproduzieren könnte.
Die zentralen Themen sind Künstliche Intelligenz, die Soziologie von Geschlechterstereotypen, ethische Aspekte der KI-Entwicklung und die Anwendung generativer Modelle im Marketing.
Ziel ist es zu ermitteln, ob die Wahl der Produktkategorien und die Formulierungen in den Prompts zu signifikanten Unterschieden in Bezug auf den Gender-Bias in den Antworten der KI führen.
Es wird eine methodische Untersuchung durchgeführt, die eine quantitative Analyse mittels Gender-Decoder (Zählung agentischer vs. kommunaler Wörter) und eine qualitative Inhaltsanalyse der Texte kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu KI und Diskriminierung, eine Darstellung des aktuellen Forschungsstands, die detaillierte Beschreibung der Methodik sowie die Präsentation und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Künstliche Intelligenz, Large Language Models, Gender-Bias, Geschlechterdiskriminierung und ethische KI.
Die Produktkategorien (Werkzeuge, Smartphones, Kosmetik) dienen dazu, unterschiedlich stark stereotypisierte Alltagskontexte zu testen, um zu sehen, ob die KI markenspezifische oder rollenspezifische Vorurteile reproduziert.
Die Analyse ergab, dass spezifische Prompts die Antwortstrukturen beeinflussen und KI-Modelle in bestimmten Kategorien wie Kosmetik eine deutliche Tendenz zu weiblich konnotierter Sprache aufweisen.
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