Bachelorarbeit, 2023
27 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
2. Hintergrund
2.1 Aktuelle Situation
2.2 Systematisierung
2.3 Bestehende Maßnahmen
2.3.1 Weitergabe von berufsbezogenen Informationen und Erfahrungen
2.3.2 Vermittlung berufsbezogener Normen und Wertorientierungen
2.3.3 Zuschreibungen, Vergleichsprozesse und Rollenmodelle
3. Ergebnisse
3.1 Weitergabe von berufsbezogenen Informationen und Erfahrungen
3.2 Vermittlung berufsbezogener Normen und Wertorientierungen
3.3 Zuschreibungen, Vergleichsprozesse und Rollenmodelle
4. Diskussion
4.1 Weitergabe von berufsbezogenen Informationen und Erfahrungen
4.2 Vermittlung berufsbezogener Normen und Wertorientierungen
4.3 Zuschreibungen, Vergleichsprozesse und Rollenmodelle
4.4 Allgemein
5. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, wie die Attraktivität von beruflichen Ausbildungen bei Schülern am Gymnasium gesteigert werden kann, um dem zunehmenden Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, durch welche Maßnahmen und schulische Ansätze das Interesse dieser speziellen Zielgruppe geweckt werden kann, die sich bisher vorwiegend für ein Studium entscheidet.
2.1 Aktuelle Situation
Seit einiger Zeit scheint die berufliche Ausbildung bei Jugendlichen mehr und mehr an Attraktivität zu verlieren (Clement, 2013; Tillmann et al., 2014). Auf den ersten Blick zeigt sich ein eindeutiges Bild: Seit 2008 geht die Zahl der Bewerbungen stetig zurück (Maaz et al., 2022). 2022 standen „422.000 gemeldete Bewerber … 546.000 Ausbildungsstellen … gegenüber. … Auf 100 gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen kamen rechnerisch 80 gemeldete Bewerber“ (Bundesagentur für Arbeit [BA], 2022, S. 13). Das hat Folgen für die deutsche Wirtschaft: In vielen Branchen wird ein zunehmender Fachkräftemangel erwartet. So spricht bspw. Mischler (2017, S. 27) davon, dass „künftig nahezu alle Berufe des Handwerks mit Fachkräfteengpässen konfrontiert werden.“ Dasselbe gilt für die Pflegeberufe: Bis 2030 wird dort eine Lücke von etwa 600.000 Fachkräften erwartet. Als Hauptgrund gilt der Mangel an Auszubildenden (Görres, Stöver, Bomball & Adrian, 2015).
Bei genauerer Betrachtung ergibt sich jedoch ein differenzierteres Bild. So bleibt zunächst festzuhalten, dass der Anteil an unbesetzten Ausbildungsplätzen in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen hat (2010: 3,7%; 2021: 12,2%). Gleichzeitig konnte in diesen Jahren aber konstant etwa jeder achte Bewerber keinen Ausbildungsplatz finden (BIBB, 2022). In der Literatur wird diese Konstellation als Passungsproblem bezeichnet: Nachfrage und Angebot passen nicht zusammen (Matthes, Ulrich, Krekel & Walden, 2014).
1. Einführung: Darstellung der Problematik des Fachkräftemangels in Deutschland und der sinkenden Attraktivität der beruflichen Ausbildung, insbesondere am Gymnasium.
2. Hintergrund: Theoretische Einordnung der Berufswahlforschung und Systematisierung der Einflussfaktoren auf die Berufswahl sowie Vorstellung bestehender Maßnahmen.
3. Ergebnisse: Erarbeitung von Verbesserungspotenzialen und neuen Maßnahmen für die drei sozialen Einflussmechanismen zur Attraktivitätssteigerung.
4. Diskussion: Kritische Reflexion der erarbeiteten Ergebnisse und der schulischen Möglichkeiten bezüglich der Steigerung der Attraktivität von Ausbildungen.
5. Fazit: Zusammenfassendes Resümee über die Notwendigkeit und praktische Umsetzungsmöglichkeiten, um das Image beruflicher Ausbildungen am Gymnasium zu stärken.
Berufsausbildung, Gymnasium, Fachkräftemangel, Berufsorientierung, Attraktivitätssteigerung, Literaturanalyse, duale Ausbildung, Ausbildungsnachfrage, Passungsproblem, Geschlechterklischees, Rollenmodelle, Elternarbeit.
Die Arbeit befasst sich mit dem Problem, dass sich immer weniger Abiturienten für eine berufliche Ausbildung entscheiden, und sucht nach Wegen, diese Attraktivität innerhalb der schulischen Bildung zu steigern.
Zentrale Themen sind die Analyse der Berufswahltheorien, die kritische Betrachtung bestehender Maßnahmen der Berufsorientierung an Gymnasien sowie die Einbeziehung gesellschaftlicher Faktoren wie elterliche Erwartungen und Rollenbilder.
Das Ziel ist es, auf Basis einer Literaturanalyse Verbesserungspotenziale und neue Ansätze zu identifizieren, die Ausbildungen für Schüler am Gymnasium als attraktive Alternative zum Studium hervorheben.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender theoretischer Diskurse, Studien und Konzepte zur Berufsorientierung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Systematisierung der Einflussfaktoren durch Richter, die Vorstellung bestehender Maßnahmen und die Herleitung neuer Handlungsmöglichkeiten für die schulische Praxis.
Wichtige Begriffe sind Berufsausbildung, Gymnasium, Attraktivitätssteigerung, soziale Einflussmechanismen, Berufsorientierung und Fachkräftemangel.
Da immer mehr Jugendliche das Gymnasium besuchen und von dort eine sehr hohe Studierneigung ausgeht, besteht hier das größte Potenzial, die Gruppe der Ausbildungswilligen zu vergrößern.
Da Eltern den stärksten Einfluss auf die Berufswahl ihrer Kinder ausüben, ist eine intensivere elterliche Einbindung in die Berufsorientierung entscheidend, um Vorurteile gegenüber Ausbildungsberufen abzubauen.
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