Masterarbeit, 2024
281 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Schule als Organisation
2.2 Verortung von Berufsfachschulen
2.3 Aufgaben, Funktionen und Rollen von Schulleitungen im Kontext der Forschung
2.3.1 Annäherung an das Verständnis von Rollen
2.3.2 Rollenverständnis im schulischen Kontext
2.3.3 Betrachtung von Management und Leadership
2.4 Erwartungen an Schulleitungen
2.4.1 Definition von Rollenambiguität
2.4.2 Betrachtung Rolllenkonflikten
2.5 Rollenkonflikt und Gesundheitsgefährdung von Führungskräften
2.6 Resilienz
3 Ableitung der Forschungsfrage
4 Methodik
5 Ergebnisse
5.1 Schulleitung in der Rolle als Führungskraft
5.1.1 Werdegang
5.1.2 Motivation
5.1.3 Tätigkeitsbilanz
5.1.4 Führungsstil als Schulleitung
5.1.5 Rollenzuordnung
5.1.6 Prioritäten als Schulleitung
5.1.7 Rollenanforderungen
5.1.8 Rollenveränderungen
5.1.9 Rollenannahme
5.1.10 Rollenakzeptanz
5.1.11 Rollenklarheit
5.2 Beeinträchtigungen der Schulleitungsrolle
5.2.1 Spannungsfelder
5.2.2 Beruflicher Rollenkonflikt
5.2.3 Persönlicher Rollenkonflikt
5.2.4 Emotionalität
5.2.5 Wandel der Schule
5.3 Subjektive Auswirkungen auf die Schulleitungsfunktion
5.3.1 Gesundheit
5.3.2 Achtsamkeit
5.3.3 Berufsbedingte Stressoren
5.3.4 Persönliche Stressoren
5.3.5 Positive Kontextfaktoren
5.3.6 Negative Kontextfaktoren
5.3.7 Gesundheitserhaltung
5.3.8 Resilienz
5.4 Transformation der Ausbildungsverordnung
5.4.1 Akademisierung der Ausbildung
5.4.2 Persönliche Konsequenzen
5.5 Beantwortung der Forschungsfrage
6 Diskussion
6.1 Methodische Diskussion
6.1.1 Reflexion des Forschungsprozesses
6.1.2 Gütekriterien
6.2 Ergebnisdiskussion
7 Fazit und Ausblick
Die Masterarbeit untersucht, inwiefern Schulleitungen an Berufsfachschulen für Physiotherapie bei Veränderungen im Ausbildungssystem und in ihren beruflichen Rollen ausreichend Resilienz aufweisen, um ihren vielfältigen Aufgaben nachzukommen, ohne ihre eigene psychische Gesundheit zu gefährden.
Die Rolle als Führungskraft
Die Rolle als Schulleitung und Führungskraft wird bei unterschiedlichen Interessengruppen – die Lernenden, die Elternschaft, Kooperationspartnerinnen und -partner, aber auch Schulbehörden resp. Regierungspräsidien und Bildungsträgerinstitutionen – mit einer Vielzahl an Anforderungen und Aufgaben versehen. In dieser Kategorie wird dargestellt, was von Schulleitungen in diesem Rahme erwartet wird.
Die Anforderungen an die Schulleitungen werden grundsätzlich als umfangreich und anspruchsvoll erlebt: „Ja, und das ist natürlich wahnsinnig vielfältig“ (B9, Z. 121) und: „Also wahnsinnig viele Aufgaben. Ja“ (B9, Z. 126). Am höchsten wird die fachliche Kompetenz der Schulleitung bewertet, ob in Form des fachlichen Wissens als Lehrende, in der Personalführung oder auch in wirtschaftlichen Fragen: „Es braucht erst mal fachliches Wissen über die Tätigkeit und seine Rolle hat immer die Verantwortung, die man hat, sollte klar beschrieben sein. Man sollte sich da fachlich auskennen bzw. wissen, wie man sich informiert […].“ (B3, Z. 303–304) Zudem wird eine akademische Ausbildung als notwendige Kompetenzanforderung gesehen: „Also, dass die Anforderungen quasi von vornherein schon mal klar definiert sind, von mir aus. Akademischer Abschluss muss, muss gegeben sein, einfach um, um Denkprozesse, von mir aus auch Kompetenzen zu haben.“ (B3, Z. 352–355) Ein entsprechendes Organisationstalent und Struktur sind ebenfalls wesentliche Anforderungen: „Ich bin als Schulleitung letztendlich für die Organisation des ganzen Schulbetriebs.“ (B10, Z. 11–112) Dazu kommen für die vormals therapeutisch arbeitenden Schulleitungen Aufgaben im administrativen Bereich wie Personalmanagement und betriebswirtschaftliche Belange: „[…] man sollte natürlich auch was Personalführung angeht oder die ganzen Tätigkeiten, Personalführung, vielleicht auch die wirtschaftlichen Verantwortungen“ (B3, Z. 302–306). Entscheidend für die Rolle ist schließlich Authentizität.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Akademisierung der Physiotherapie und deren Auswirkungen auf die Rolle und Gesundheit von Schulleitungen an Berufsfachschulen.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel verortet Schulen als Organisationen, diskutiert das Berufsbild der Schulleitung sowie theoretische Konzepte zu Rollen, Konflikten, Stress und Resilienz.
3 Ableitung der Forschungsfrage: Auf Basis fehlender Datenlage zur spezifischen Situation an Physiotherapie-Berufsfachschulen werden Leitfragen zur Resilienz und Rollenbelastung abgeleitet.
4 Methodik: Es wird ein qualitatives Forschungsdesign mit leitfadengestützten Experteninterviews bei elf Schulleitungen beschrieben, die nach der Mayring-Methode analysiert werden.
5 Ergebnisse: Die Untersuchung zeigt, dass Schulleitungen ihre Rolle als eigenständigen Beruf interpretieren, vielfältigen Belastungen ausgesetzt sind, aber über eine stabile Resilienz verfügen.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden methodisch und inhaltlich reflektiert, wobei die Belastung durch Rollenkonflikte mit Befunden aus allgemeinbildenden Schulen verglichen wird.
7 Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit Empfehlungen für eine verpflichtende, professionelle Ausbildung für Schulleitungen an Berufsfachschulen ab.
Schulleitung, Physiotherapie, Berufsfachschulen, Rollenkonflikt, Resilienz, Gesundheitsgefährdung, Akademisierung, Management, Führung, Stressoren, Organisationsentwicklung, qualitative Forschung, Experteninterview, Rollenambiguität, Bildungsmanagement.
Das Hauptziel besteht darin, die Arbeitsbelastungen und die Resilienz von Schulleitungen an Physiotherapie-Berufsfachschulen zu untersuchen, insbesondere im Hinblick auf ihre Rollen als Führungskräfte in einem sich wandelnden Ausbildungssystem.
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die Rolleninterpretation von Schulleitungen, das Spannungsfeld zwischen pädagogischem Auftrag und Managementaufgaben, sowie gesundheitliche Belastungen durch Rollenkonflikte.
Die zentrale Frage lautet: Inwiefern sind Schulleitungen an Berufsfachschulen für Physiotherapie resilient genug, um ihren Aufgaben ohne Gesundheitsgefährdung nachzukommen?
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign auf Basis von elf leitfadengestützten Experteninterviews gewählt, die nach der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einordnung von Schulleitungen als Führungskräfte, die Darstellung der methodischen Erhebung sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion der Untersuchungsergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Schulleitung, Physiotherapie-Berufsfachschulen, Rollenkonflikt, Resilienz, Managementerfordernisse und die Auswirkungen der Akademisierung.
Die Einschätzungen sind gemischt: Akademisierte Schulleitungen stehen dem Prozess offener gegenüber, während nicht-akademisierte Schulleitungen teils Überforderung befürchten oder die Notwendigkeit bezweifeln.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die spezifische Schulform weniger entscheidend ist als die Funktion der Schulleitung an sich, die unabhängig von der Schulart mit ähnlichen Rollenkonflikten verbunden ist.
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