Bachelorarbeit, 2009
115 Seiten, Note: 1,4
1. Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen
2.1 Palliative Care
2.1.1 Begriffsdefinition
2.1.2 Begriffsherkunft und -entwicklung - Cicely Saunders
2.1.3 Palliative Care als Versorgungskonzept
2.1.4 Lebensqualität als zentrales Ziel der Palliative Care
2.2 Palliative Home Care
2.2.1 Zunahme stationärer und ambulanter Einrichtungen
2.2.2 SGB V, rechtliche Bestimmungen und Empfehlungen
2.2.3 Leistungserbringer
2.2.4 Basisvoraussetzungen für SAPV
2.2.5 Bedeutung der ambulanten Palliativversorgung
2.3 Netzwerk und Netzwerkbildung
2.3.1 Definition und Abgrenzung
2.3.2 Grundlagen
2.3.3 Arten, Typen und Erscheinungsformen
3. Zielstellung
4. Methodik
4.1 Vorgehensweise
4.2 Begründung
5. Ergebnisse
5.1 Professionen und Disziplinen
5.2 Entwicklungsstand SAPV in Sachsen
5.3 Versorgungbedarf im Landkreis Zwickau
5.4 Angebotsstrukturen im Landkreis Zwickau - Ist-Analyse
5.4.1 Stationäre Versorgung
5.4.2 Ambulante Versorgung
5.4.3 Versorgung mit Arznei- und Hilfsmitteln
5.4.5 Zusammenfassung
6. Diskussion
7. Vorschläge für die Netzwerkbildung
7.1 Zielvorstellung
7.2 Zielgruppe
7.3 Netzwerkzentrale
7.4 Phasen der Netzwerkbildung
8. Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Bachelor-Thesis ist die Erarbeitung einer Konzeptgrundlage zur Errichtung und Funktionsfähigkeit einer Netzwerkstruktur für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) in der Region Zwickau. Im Fokus steht dabei die Integration vorhandener Akteure und Versorgungsstrukturen, um schwer kranken und sterbenden Menschen eine bedürfnisorientierte, kontinuierliche Versorgung in ihrer häuslichen Umgebung zu ermöglichen.
2.1.1 Begriffsdefinition
Die Bezeichnung „Palliative Care“ wurde im Jahr 1975 durch Balfour Mount geprägt. „Palliative“ basierte auf dem lateinischen Wort „pallium“ und bedeutete soviel wie „der Mantel“. Student et al. übersetzten „Palliative Care“ wie folgt: „liebevoll-umhüllende Fürsorge für Menschen in der letzten Lebenskrise“ (Student, Napiwotzky, 2007, S.7). Der Begriff bezeichnete die Linderung von Beschwerden bei einer Krankheit in Verbindung mit Fürsorge und Pflege (Steffen-Bürgi, 2007, S.30 f.). Mit der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 1990 konnte sich der Begriff „Palliative Care“ weltweit durchsetzen. Die WHO hatte dabei den von Balfour Mount geprägten Begriff mit den „konzeptionellen Bausteinen der Hospizidee verbunden“ (Pleschberger, 2007, S.27).
Die Definition der WHO von 1990 wurde im Jahr 2002 durch sie selbst revidiert. Nach dieser Begriffsbestimmung war Palliative Care ein „Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen und ihrer Familien, welche sich im Erleben und der Auseinandersetzung einer unheilbaren, fortschreitenden Erkrankung befinden.“ Dies erfolgt definitionsgemäß durch „ … die Prävention und Linderung von Leiden, durch eine frühzeitige Identifikation, tadellose Einschätzung und Behandlung von Schmerzen und anderen physischen, psychosozialen und spirituelle[n] Belastungen …“.
1. Einleitung: Diese Kapitel begründet die Notwendigkeit der Arbeit durch den demographischen Wandel und den wachsenden Bedarf an ambulanter Palliativversorgung.
2. Grundlagen: Hier werden Palliative Care als Versorgungskonzept, Palliative Home Care sowie die Netzwerktheorie theoretisch fundiert.
3. Zielstellung: Definition des Ziels, eine Netzwerkstruktur für die SAPV in der Region Zwickau zu erarbeiten.
4. Methodik: Darstellung der Literaturrecherche und der Datenbankanalyse als wissenschaftliches Vorgehen zur Konzepterstellung.
5. Ergebnisse: Analyse der beteiligten Professionen, des Versorgungsbedarfs und der Ist-Situation im Landkreis Zwickau.
6. Diskussion: Erörterung der Notwendigkeit einer dauerhaften Netzwerkbildung vor dem Hintergrund befristeter Projektfinanzierungen.
7. Vorschläge für die Netzwerkbildung: Konkrete Empfehlungen für Zielvorstellungen, Zielgruppen, Netzwerkzentralen und die Phasen der Umsetzung.
8. Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Arbeit mit einem Ausblick auf die praktische Implementierung der Netzwerkstruktur.
Palliative Care, Palliative Home Care, SAPV, Netzwerkbildung, Versorgungsstruktur, Zwickau, interdisziplinäre Versorgung, Lebensqualität, Palliative-Care-Team, Hospizarbeit, Schnittstellenmanagement, Kooperation, Gesundheitsmanagement, Patientenorientierung, Symptomkontrolle.
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption einer Netzwerkstruktur zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) für schwer kranke und sterbende Menschen in Westsachsen, spezifisch für den Landkreis Zwickau.
Zentrale Themen sind Palliative Care, die rechtlichen Grundlagen der SAPV, die Theorie der Netzwerkbildung im Gesundheitswesen sowie eine Bestandsaufnahme der medizinischen und pflegerischen Versorgungssituation in Zwickau.
Das Ziel ist die Erstellung eines Konzepts zur Errichtung und Funktionsfähigkeit eines multidisziplinären Netzwerks, das die Versorgung durch Palliative-Care-Teams (PCT) langfristig sichert.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche sowie einer Datenbankanalyse von Fachquellen und einer Ist-Analyse der bestehenden Versorgungsstrukturen im Landkreis Zwickau.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen der Palliativversorgung und Netzwerkbildung, evaluiert den Versorgungsbedarf sowie die vorhandenen Anbieterstrukturen in Zwickau und leitet konkrete Vorschläge für den Netzwerkaufbau ab.
Wichtige Begriffe sind SAPV, Palliative-Care-Team, Netzwerkbildung, interdisziplinäre Kooperation und regionale Versorgungsoptimierung.
Eine bedarfsgerechte ambulante Palliativversorgung erfordert die Zusammenarbeit spezialisierter Teams mit den bereits in der Regelversorgung tätigen Hausärzten, um die Versorgung nahtlos und über Sektorengrenzen hinweg zu gestalten.
Die Netzwerkzentrale dient als Koordinationsstelle, um Patienteninformationen zu bündeln, die Qualität durch standardisierte Abläufe zu sichern und eine 24-Stunden-Erreichbarkeit für Notfälle sicherzustellen.
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