Bachelorarbeit, 2009
53 Seiten, Note: 1,3
Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik
1. Einleitung
1.1. Die Hochschulpolitik
1.1.1. Die Universitäten in der ausgehenden Weimarer Republik
1.1.2. Die Universitäten im Verlauf der Errichtung einer faschistischen Diktatur
1.2. Die Rektoren an der Universität Rostock in der Zeit zwischen 1930 und 1936
1.2.1. Prof. Dr. Friedrich Brunstäd
1.2.2. Prof. Dr. Curt Elze
1.2.3. Prof. Dr. Kurt Poppe
1.2.4. Prof. Dr. Paul Schulze
2. Hauptteil
2.1. Die „Brunstäd-Verfassung“
2.2. Die Einführung des Nationalsozialismus an der Universität Rostock
3. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht den strukturellen und hochschulpolitischen Wandel an der Universität Rostock während des Übergangs von der Weimarer Republik zum Nationalsozialismus, wobei der Fokus auf dem Vergleich zweier gegensätzlicher Satzungskonzepte liegt.
2.2. Die Einführung des Nationalsozialismus an der Universität Rostock
Der Rektor, der maßgeblich an der Umformung der Universität in eine nationalsozialistische Institution beteiligt war, war Prof. Dr. Paul Schulze. Während seiner Amtszeit in den Jahren 1933 bis 1936 machte er es sich zur Aufgabe, das in Deutschland allgemeingültige „Führerprinzip“ auch an der Alma Mater Rostochiensis einzuführen. Retrospektiv betrachtet, führte Schulze die Universität Rostock sowohl organisatorisch als auch propagandistisch nach dem Geschmack der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Selbst sein Handeln nach seiner Amtsenthebung im Jahr 1936 beweist, dass Schulze ein überzeugter Anhänger des Nationalsozialismus gewesen sein muss. Im Zuge der Einführung des „Führerprinzips“ an den deutschen Hochschulen im Jahr 1933 wurde eine neue Satzung der Universität Rostock unter dem Titel: „Hochschulreform 1933“ ausgearbeitet. Grundsätzlich sollte es hier um die Frage gehen, „wie die berechtigte Forderung des nationalsozialistischen Staates nach Einwirkung auf seine Hochschulen und vor allem nach Eingliederung in eben diesen autoritär geführten Staat in Einklang gebracht werden kann mit der Forderung der Hochschulen nach Selbstverwaltung und freier wissenschaftlicher Bestätigung“. Dies sollte zum Kern der gesamten Hochschulreform werden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die hochschulpolitische Ausgangslage in der Weimarer Republik und den anschließenden Übergang zur nationalsozialistischen Diktatur unter Einbezug der Rostocker Rektoren.
2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Gegensätze zwischen der demokratisch orientierten „Brunstäd-Verfassung“ und der nationalsozialistischen Hochschulreform unter Rektor Paul Schulze.
3. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die gegensätzliche Rolle von Friedrich Brunstäd als Demokrat und Paul Schulze als Wegbereiter des Nationalsozialismus an der Universität Rostock.
Universität Rostock, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Hochschulpolitik, Führerprinzip, Friedrich Brunstäd, Paul Schulze, Satzung, akademische Selbstverwaltung, Gleichschaltung, Berufsbeamtengesetz, Studenten, Antisemitismus, Universitätsgeschichte, Machtübernahme.
Die Arbeit analysiert den tiefgreifenden Wandel der Universität Rostock zwischen 1930 und 1936, ausgehend von demokratischen Strukturen bis hin zur totalitären Umformung durch den Nationalsozialismus.
Die zentralen Felder umfassen die Hochschulpolitik der Weimarer Zeit, die Entwicklung von Universitätssatzungen, die Rolle der Rektoren und die systematische Ausschaltung der akademischen Selbstverwaltung.
Das Ziel ist es, anhand der Satzungen von Rektor Friedrich Brunstäd und Rektor Paul Schulze den Kontrast zwischen demokratischen Idealen und der nationalsozialistischen Ideologie an der Universität aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung von Originaldokumenten, Archivmaterialien, Personalakten und Satzungsentwürfen des Universitätsarchivs Rostock.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse der „Brunstäd-Verfassung“ von 1932 und der darauf folgenden „Hochschulreform 1933“, welche die Einführung des Führerprinzips manifestierte.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Führerprinzip, Gleichschaltung, Universitätsverfassung, politische Säuberung und die Rolle der Studentenschaft geprägt.
Brunstäd versuchte, die Universität Rostock demokratisch zu strukturieren und die akademische Freiheit gemäß der Weimarer Reichsverfassung zu schützen, was ihn in Konflikt mit den aufkommenden NS-Kräften brachte.
Schulze, obwohl aktiv an der Einführung des Nationalsozialismus beteiligt, wurde durch das NS-Regime wegen interner Differenzen mit dem Gauleiter und einer vermeintlich zu wenig konsequenten politischen Haltung abgelöst.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

