Magisterarbeit, 2009
84 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
2 Was ist ein Wort?
2.1 Wortstrukturen
2.1.1 phonologische Ebene
2.1.2 syntaktische Ebene
2.1.3 semantische Ebene
2.1.4 graphematische Ebene
2.1.5 Beziehung der Ebenen zueinander
2.1.6 Fazit
2.2 Wortbildungsprozesse
2.2.1 Rückbildung, Univerbierung, Inkorporation
2.3 Definition Syntagmen
2.4 Zwischenergebnis
3. Wortbildungsprinzip, Relationsprinzip
3.1 Spatiensetzung im Deutschen
3.1.1 Spatiensetzung nach der ALT-GZS
3.1.2 Spatiensetzung nach der NEU-GZS
3.1.3 Spatiensetzung nach der Reform der NEU-GZS
3.2. Die Neuregelung der GZS in der Diskussion
4. Adjektiv-Verb-Verbindungen
4.1 Resultativkonstruktionen
4.2 Tests zur Beschreibung der Adjektiv-Verb-Verbindungen nach N. Fuhrhop
4.2.1 Überprüfung der Testergebnisse anhand eines Fragebogens
4.2.2 Überprüfung der Testergebnisse anhand einer Korpusanalyse
4.2.3 Auswertung des Fragebogens
4.2.4 Auswertung der Korpusanalyse
4.2.5 Fazit
4.3 Kriterien für den Wortstatus von Adjektiv-Verb-Verbindungen
5. Die GZS von Adjektiv-Verb-Verbindungen
5.1 Variantenempfehlung der Dudenredaktion
5.2 Analyse exemplarischer Beispiele
5.3 Auswertung der Analyse
6. Fazit
Die vorliegende Magisterarbeit untersucht den Wortstatus von Adjektiv-Verb-Verbindungen, um Kriterien für deren Einstufung als Wörter oder Syntagmen zu entwickeln und die Auswirkungen auf die Getrennt- und Zusammenschreibung zu beleuchten.
1. Einführung
In der vorliegenden Arbeit geht es um die Frage nach dem Wortstatus von Adjektiv-Verb-Verbindungen (Im Folgenden A-V-V genannt). Sind A-V-V Wörter, oder Syntagmen? Ziel dieser Arbeit ist es, einige Kriterien herauszuarbeiten, anhand derer sich die Wortartigkeit von A-V-V überprüfen lässt. Hierbei liegt Nanna Fuhrhops Arbeit „Zwischen Wort und Syntagma. Zur grammatischen Fundierung der Getrennt- und Zusammenschreibung.“ zugrunde. Die hier gegebenen Ansätze wurden jedoch nicht einfach übernommen, sondern anhand empirischer Überprüfungen analysiert und weiterentwickelt (Siehe Kapitel 4).
Der zweite Themenschwerpunkt dieser Arbeit ist die Getrennt- und Zusammenschreibung (GZS) von Adjektiv-Verb-Verbindungen. Nach der Neuregelung der GZS und der damit verbundenen Einführung einer Vielzahl freier Schreibvarianten, ist die Verunsicherung der Schreibenden, gerade im Bereich der Adjektiv-Verb-Verbindungen besonders groß. Es soll also auch untersucht werden, welche Kriterien der GZS von A-V-V zugrunde liegen und wie weit diese mit den in Kapitel 4 erarbeiteten Kriterien übereinstimmen.
1. Einführung: Diese Einleitung definiert das Forschungsziel, den Wortstatus von Adjektiv-Verb-Verbindungen zu klären und die Regeln der Getrennt- und Zusammenschreibung in diesem Kontext zu untersuchen.
2. Was ist ein Wort?: Dieses Kapitel legt die theoretische Basis durch die Untersuchung verschiedener Strukturebenen (phonologisch, syntaktisch, semantisch, graphematisch) und Wortbildungsprozesse.
3. Wortbildungsprinzip, Relationsprinzip: Hier werden die von Nanna Fuhrhop entwickelten Prinzipien zur Getrennt- und Zusammenschreibung sowie deren Entwicklung im Kontext der Rechtschreibreformen diskutiert.
4. Adjektiv-Verb-Verbindungen: Dieser Hauptteil analysiert die Verbindung von Adjektiv und Verb, die theoretischen Tests von Fuhrhop sowie die empirische Überprüfung durch eigene Fragebögen und Korpusanalysen.
5. Die GZS von Adjektiv-Verb-Verbindungen: Dieses Kapitel vergleicht die Regeln des Rechtschreibdudens mit den theoretischen Ergebnissen und untersucht kritisch die Variantenempfehlungen der Dudenredaktion.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass die Wortartigkeit von A-V-V nicht pauschal zu bestimmen ist, sondern von verschiedenen Kriterien wie Komparationsmöglichkeit und idiomatisiertem Sinn abhängt.
Adjektiv-Verb-Verbindungen, Wortstatus, Syntagma, Getrenntschreibung, Zusammenschreibung, Wortbildung, Rechtschreibreform, Resultativkonstruktionen, Nanna Fuhrhop, Duden, empirische Untersuchung, Korpusanalyse, Wortarten, sprachliche Varianten, Sprachgefühl.
Die Arbeit untersucht, ob Adjektiv-Verb-Verbindungen als eigenständige Wörter oder als Syntagmen zu betrachten sind.
Die Themen umfassen Wortbildungsprozesse, den Status der Getrennt- und Zusammenschreibung und die grammatischen Kriterien für Wortartigkeit.
Ziel ist es, Kriterien herauszuarbeiten, anhand derer die Wortartigkeit von Adjektiv-Verb-Verbindungen überprüft werden kann.
Es werden theoretische Ansätze (insb. von Nanna Fuhrhop) analysiert und durch eigene empirische Erhebungen, bestehend aus Fragebögen und einer Internet-Korpusanalyse, kritisch geprüft.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Klassifizierung von Adjektiv-Verb-Verbindungen, der Durchführung und Auswertung der empirischen Tests sowie der kritischen Untersuchung der Duden-Regelungen.
Die wichtigsten Begriffe sind Adjektiv-Verb-Verbindungen, Wortstatus, Getrennt- und Zusammenschreibung sowie Wortbildung.
Die Arbeit führt dies auf die Einführung einer Vielzahl freier Schreibvarianten und den Widerspruch der neuen Regeln zur internalisierten Sprachsystematik zurück.
Die Dudenredaktion versucht durch Variantenempfehlungen, eine einheitliche Orthografie zu begünstigen, was die Arbeit jedoch aufgrund der inkonsistenten Anwendung und der Bevorzugung der Getrenntschreibung kritisch hinterfragt.
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