Bachelorarbeit, 2024
122 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Hintergrund und Themenwahl
1.3 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.4 Struktur der Arbeit
2 Theoretischer und empirischer Hintergrund
2.1 Krisen
2.1.1 Modellverläufe Krisen
2.1.2 Krisenarten
2.1.3 Krisenintervention
2.2 Suizid
2.2.1 Suizidgründe
2.2.2 Suizidarten
2.2.3 Störungsmodelle
2.3 Präventionsmaßnamen
2.4 Interventionen Psychotherapie
2.5. Forschungsstand
3 Methodik
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Stichprobe
3.3 Datenerhebung
3.4 Fragebogen
3.4.1 SCL-90®-S
3.4.2 FEEL-E
3.4.3 Beck-Suizidgedanken-Skala
3.4.4 Resistenz- und Regenerationsorientierungs-Skala
3.5 Hypothesen
3.6 Datenaufbereitung
3.7 Datenauswertung
3.8 Methodenkritik
4 Ergebnisse
4.1 Stichprobenbeschreibung
4.2 Ergebnisse Umgang mit Krisen
4.3 Ergebnisse professionelle Hilfe / Suizidprävention
4.3.1 t-Test für unabhängige Stichproben
4.3.2 ANOVA
4.4 Ergebnisse psychische Belastung
4.5 Weiterführende Analysen
5 Diskussion
5.1 Diskussion der Ergebnisse
5.2 Einordnung in den aktuellen Forschungsstand
5.3 Kritische Bewertung und Limitation
5.4 Implikation Praxis und zukünftige Forschung
6 Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, ob das Erlernen eines bewussten Umgangs mit psychosozialen Krisen und die Inanspruchnahme professioneller Hilfe einen positiven Beitrag zur Suizidprävention leisten können.
2.1.3 Krisenintervention
Im Rahmen von Rettungsdiensteinsätzen werden immer häufiger psychosoziale Notfallhelfer mit Erfolg eingesetzt. Auch wenn hier oftmals von einer Krisenintervention gesprochen wird, so müssen die Begriffe Krise, Trauma und Notfälle deutlich differenziert betrachtet werden. Psychosoziale Notfallhelfer (PSNV) sind für Notfälle oder Traumata in Akutsituationen zuständig, ebenso wie für Einsatznachbesprechungen von Einsatzkräften des Rettungsdienstes und der Feuerwehr. Die Krisenintervention fällt nicht in das Aufgabengebiet der psychosozialen Notfallhelfer oder des Rettungsdienstes (Rettungssanitäter: in [Ausbildung 520 Stunden], Notfallsanitäter: in [Ausbildung 3 Jahre]) (Lasogga, 2013, S. 60–70; Lasogga & Münker-Kramer, 2021, S. 11–19; Pajonk et al., 2000, S. 363–370).
Leider gibt es kein flächendeckendes Kriseninterventionsnetzwerk. Aus diesem Grunde wenden sich hilfesuchende Personen an den Rettungsdienst, dieser ist jedoch dafür nicht ausgebildet (Poloczek et al., 2001, S. 352–358). Menschen welche bereits Krisen erlebt haben und das Gesundheitssystem kennen, kennen die Hilfsangebote für Kriseninterventionen. Menschen außerhalb des Gesundheitssystems welche noch keine professionelle Hilfe in Anspruch genommen haben kennen diese Möglichkeiten oftmals nicht (Frank et al., 2023, S. 34–36). Aus diesem Grunde sollen unter den Präventionsmaßnahmen diese Anlaufstellen vorgestellt werden, da diese immer noch zu wenig bekannt sind.
Nach Sonneck et al. (2016) ist eine „Krisenintervention jene Form psychosozialer Betreuung und Behandlung, die sich mit Symptomen, Krankheiten und Fehlhaltungen befasst, deren Auftreten in engerem Zusammenhang mit Krisen steht.“ (Sonneck et al., 2016, S. 65) Dabei unterscheidet sich die Krisenintervention deutlich von den Maßnahmen der Akutpsychiatrie. Die Akutpsychiatrie ist zuständig für Psychosen, Bewusstseinsstörungen und Intoxikationen. Kriseninterventionen haben daher das Ziel eine Linderung der krisenbedingten Leidenszustände und der Verhütung von sozialen, physischen und psychischen Folgen. Es ist wichtig, dass diese krisenbedingten Krankheitsrisiken reduziert werden (Sonneck et al., 2016, S. 65).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische und aktuelle Bedeutung von Krisen sowie deren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und die Relevanz der Suizidprävention.
2 Theoretischer und empirischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert Definitionen von Krisen und Suizid, verschiedene Krisenarten, Interventionen sowie den aktuellen Forschungsstand.
3 Methodik: Hier werden das Untersuchungsdesign, die Datenerhebung mittels Online-Fragebogen sowie die verwendeten standardisierten Instrumente vorgestellt.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die statistische Auswertung der Daten zur psychischen Belastung, zum Umgang mit Krisen und zur Wirksamkeit professioneller Hilfen.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden im Kontext theoretischer Modelle kritisch bewertet und auf die Forschungsfrage bezogen interpretiert.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung eines ganzheitlichen Ansatzes in der Suizidprävention.
Psychosoziale Krisen, Suizidprävention, Krisenintervention, psychische Belastung, Emotionsregulation, SCL-90-S, FEEL-E, Beck-Suizidgedanken-Skala, professionelle Hilfe, Suizidalität, Coping, Resilienz, mentale Gesundheit, stationäre Therapie, ambulante Psychotherapie.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Erlernen eines aktiven Krisen-Coping-Verhaltens und der Wirksamkeit in der Suizidprävention.
Die Schwerpunkte liegen auf psychosozialen Krisen, Suizidalität, verschiedenen Interventionsmöglichkeiten und der Rolle von Emotionsregulation.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie das Erlernen eines Umganges mit psychosozialen Krisen förderlich für eine wirksame Suizidprävention sein kann.
Es wurde eine quantitative Online-Fragebogenerhebung durchgeführt, deren Daten statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Aufarbeitung bekannter Krisen- und Suizidmodelle sowie die empirische Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
Zentrale Begriffe sind psychosoziale Krisen, Suizidprävention, psychische Belastung (GSI), Emotionsregulation (FEEL-E) und Krisenintervention.
Die Emotionsregulation ist ein wesentlicher Bestandteil eines funktionalen Krisenmanagements; die Studie untersucht, wie diese Strategien (adaptiv vs. maladaptiv) mit der psychischen Belastung korrelieren.
Die Autorin weist darauf hin, dass die Stichprobe überwiegend aus gesunden Erwachsenen besteht und eine Verallgemeinerung auf klinische Populationen nur eingeschränkt möglich ist.
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