Diplomarbeit, 2008
92 Seiten, Note: 2,3
Die Zulassungsarbeit untersucht Tertullians Schriften im Kontext des Montanismus und seiner Beziehung zur Großkirche. Die Arbeit analysiert die Schriften, die Tertullian nach seiner Konversion zum Montanismus verfasst hat, und beleuchtet die Neuerungen, die der Montanismus in die christliche Lehre einbrachte.
Die Arbeit beginnt mit einer Hinführung zum Thema und stellt den historischen Kontext der Schriften Tertullians dar. Anschließend wird kurz auf die Schriften Adversus Marcionem und Adversus Praxean eingegangen, in denen Tertullian sich gegen die Gnosis wendet. Die folgenden Kapitel analysieren die Schriften, die Tertullian im Zeitraum seines Auszugs aus der Großkirche verfasst hat, darunter De virginibus velandis, De exhortatione castitatis, De pallio, De corona, De fuga in persecutione, De pudicitia, De monogamia, De ieiunio adversus Psychicos und De idololatria. Die Arbeit geht dann auf die montanistische Askese nach Tertullian ein, insbesondere auf das Fasten, die Einehe und die Verschleierung der Frau. Im weiteren Verlauf werden die Geisteserfahrung der Montanisten, der Paraklet als Lehrer, Beistand und Forderer, sowie die ,,Ecstasis" der neuen Prophetie untersucht. Abschließend werden die Reaktionen der Großkirche auf den Montanismus, Tertullians Gründe für seine Konversion zum Montanismus und eine kritische Betrachtung des tertullianischen Montanismus beleuchtet.
Montanismus, Tertullian, Großkirche, Neuerungen, Paraklet, Askese, Fasten, Einehe, Verschleierung der Frau, Prophetie, Ecstasis, Reaktion der Großkirche, Konversion.
Tertullian war ein bedeutender christlicher Schriftsteller. Er wandte sich dem Montanismus zu, da er von dessen strenger Askese und dem Anspruch auf neue Prophetie überzeugt war.
Dazu gehören strenges Fasten, das Verbot der Wiederverheiratung (Einehe) und die Forderung nach der Verschleierung der Frau als Ausdruck der Sittlichkeit.
Der Paraklet (Heiliger Geist) wird als Lehrer und Beistand gesehen, der durch neue Propheten spricht und strengere moralische Forderungen stellt als die bisherige kirchliche Tradition.
In seinen montanistischen Schriften kritisierte er die bischöfliche Rechtsgewalt und Lehrvermittlung der Großkirche, wenn diese im Widerspruch zur "neuen Prophetie" standen.
Es handelt sich um einen Zustand der Verzückung, in dem Propheten Botschaften des Heiligen Geistes empfingen, was Tertullian in seinen Werken verteidigte.
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