Masterarbeit, 2024
178 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
2. Einstellungen
3. Gender und Berufsorientierung
3.1 Der Begriff „Gender“ und weitere relevante Begriffe
3.2 Gender in der Schule
3.3 Berufsorientierung in der Schule
3.4 Einflussfaktoren auf die Berufswahl
3.5 Gender als Einflussfaktor auf die Berufsorientierung
4. Geschichte „Alex wird Informatikerin“
4.1 Hintergrundinformationen zur Geschichte
4.2 Darstellung von Genderneutralität in der Geschichte
4.3 Einbindung der Geschichte in den (Informatik-)Unterricht
5. Methodik
5.1 Ablauf der Untersuchung
5.2 Erhebungsinstrument: Leitfadengestütztes Experteninterview
5.3 Pretest und Überarbeitung des Erhebungsinstrumentes
5.4 Datenerhebung und Durchführung der Hauptstudie
6. Auswertung
6.1 Auswertungsverfahren: Qualitative Inhaltsanalyse
6.2 Vorgehen zur Einhaltung der Gütekriterien qualitativer Forschung
6.3 Darstellung der Ergebnisse
6.4 Diskussion der Ergebnisse
7. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Einstellungen von Lehrkräften gegenüber der Geschichte „Alex wird Informatikerin“, einer Erzählung, die als Mittel für eine gendersensible Berufsorientierung im Informatikkontext entwickelt wurde. Ziel ist es, Chancen, Herausforderungen und Einsatzmöglichkeiten aus der Sicht von pädagogischen Fachkräften zu analysieren, um effektive Bildungsstrategien zur Überwindung von Geschlechterstereotypen in der Informatik zu fördern.
4.1 Hintergrundinformationen zur Geschichte
Die Geschichte „Alex wird Informatikerin“ wurde in dem Seminar „Gendergerechter Informatikunterricht“ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg im Sommersemester 2021 von vier Lehramtsstudierenden für die Berufsorientierung verfasst (vgl. Dittert & Diethelm 2022, S. 135). Im Folgenden wird die Geschichte „Alex wird Informatikerin“ zusammengefasst, um einen Einblick in die Geschichte zu geben.
„Alex wird Informatikerin“ handelt, wie der Titel erwähnt, von der 17-jährigen Alex, die die 12. Klasse eines Gymnasiums besucht und sich für Informatik interessiert (vgl. Boyan et al. 2022, S. 3 ff.). Da sie bald ihren Abschluss macht, macht sie sich Gedanken darüber, welche Berufswahl für sie in Frage kommt. Ihre Mutter rät ihr zu einem Gespräch mit ihrer Informatiklehrerin, da Alex „mit Computern und Menschen arbeiten“ (Boyan et al. 2022, S. 3) möchte. Am Dienstag verabredet sich Alex mit ihrer Informatiklehrkraft, Frau Hopper, zu einem Berufsberatungsgespräch am nächsten Nachmittag. Die beiden treffen sich im Lehrerzimmer und Frau Hopper stellt ihr den Beruf der Informatiklehrkraft und die verschiedenen Inhalte des erforderlichen Bachelor- und Masterstudiums vor und erklärt ihr zunächst, womit sich die Informatik allgemein beschäftigt. Danach verweist sie auf die bevorstehende Berufsorientierungsmesse, die an der Schule stattfindet und an der u. a. eine Anwendungsentwicklerin anwesend sowie ein Stand zur Medizinischen Informatik vorhanden sein wird. Zudem erwähnt die Lehrerin den Namen der Schule (Ada-Lovelace-Gymnasium) und rät Alex sich über diese Namensgebung selbstständig zu informieren.
In der nächsten Woche begibt sich Alex auf die Berufsorientierungsmesse der Schule und besucht zuerst den Stand der Anwendungsentwicklerin, an dem die Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung Karlie einen Vortrag über ihren Beruf hält.
1. Einleitung: Stellt das Forschungsproblem der geschlechterspezifischen Unterrepräsentanz in der Informatik dar und definiert die Zielsetzung sowie die Vorgehensweise der Masterarbeit.
2. Einstellungen: Erläutert theoretische Grundlagen der Einstellungsbildung, insbesondere das Multikomponentenmodell, und deren Bedeutung für das pädagogische Handeln.
3. Gender und Berufsorientierung: Betätigt sich mit den Begriffen Gender, Stereotypen und den Einflussfaktoren auf die Berufswahl von Schüler*innen unter besonderer Berücksichtigung des schulischen Kontextes.
4. Geschichte „Alex wird Informatikerin“: Bietet Hintergrundinformationen zur Entstehung der Geschichte, analysiert deren genderneutrale Gestaltung und zeigt Möglichkeiten zur Einbindung in den Unterricht auf.
5. Methodik: Beschreibt das Forschungsdesign, inklusive der Durchführung leitfadengestützter Experteninterviews mit Lehrkräften und deren Vorbereitung durch einen Pretest.
6. Auswertung: Dokumentiert das angewandte Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring und stellt die aus den Interviews gewonnenen Ergebnisse dar und diskutiert diese.
7. Fazit und Ausblick: Fasst die zentralen Erkenntnisse über die Einstellung der Lehrkräfte zusammen und reflektiert über den Bedarf, die Geschichte weiterzuentwickeln und Lehrkräfte intensiver zu sensibilisieren.
Gendersensible Berufsorientierung, Informatikonderricht, Lehrkräfteeinstellung, Qualitative Inhaltsanalyse, Gender-Kompetenz, Berufswahl, Stereotype, MINT, Fachkräftemangel, Unterrichtsmaterialien, Gender Mainstreaming, Schulentwicklung, Informatikberufe, Bildungsforschung, Experteninterview.
Die Untersuchung widmet sich der Einstellung von Lehrkräften gegenüber der Geschichte „Alex wird Informatikerin“, einer Erzählung, die als Unterrichtsmaterial zur gendersensiblen Berufsorientierung in der Informatik konzipiert wurde.
Die zentralen Felder umfassen die gendergerechte Gestaltung von Berufen, wie Stereotype Berufswahlentscheidungen beeinflussen und wie Lehrkräfte als Mentoren geschlechterneutralen Unterricht fördern können.
Ziel ist es zu ermitteln, wie Lehrkräfte die Geschichte bewerten, welche Chancen und Herausforderungen sie für den Unterricht sehen und inwiefern das Material dazu beitragen kann, den Genderbias in der IT-Ausbildung zu verringern.
Es wurde eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring durchgeführt, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews mit sechs Lehrkräften unterschiedlicher Schulformen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Hintergründe zu Gender-Einstellungen sowie eine detaillierte Analyse der Geschichte, ihrer intendierten genderneutralen Botschaften und ihrer praktischen, methodischen Einsatzmöglichkeiten im Unterricht.
Wichtige Begriffe sind Gendersensible Berufsorientierung, Informatik, Lehrkräfteeinstellung, Gender-Kompetenz, qualitative Forschung und Stereotypenforschung.
Die Einstellungen sind überwiegend positiv, allerdings äußerten einige Lehrkräfte, dass der Text für den direkten Unterrichtseinsatz zu lang oder sprachlich zu textlastig sei und eine modernere, interaktivere Aufbereitung in Comic- oder Videoform bevorzugt würde.
Die Arbeit unterstreicht, dass eine bewusste Gender-Kompetenz entscheidend ist, um sicherzustellen, dass nicht nur binäre Rollenbilder vermittelt werden, sondern Schüler*innen unabhängig von stereotypes Entwicklungswege offenstehen.
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