Diplomarbeit, 2008
71 Seiten, Note: 1,0
1. VORWORT
2. ZUR EINLEITUNG: GESELLSCHAFTLICHE LAGE DER FRAU IM SPÄTEN 18. UND FRÜHEN 19. JAHRHUNDERT
3. FRAUENBILDUNG IM 18. JAHRHUNDERT
4. FRAU UND LITERATUR
4.1. Frau als Leserin
4.2. Frau als Briefschreiberin
4.3. Frau als Schriftstellerin
4.3.1. Roman von Frauen
5. DER EMANZIPATIONSWUNSCH IN DER PERSÖNLICHKEIT SOPHIE MEREAUS
5.1. Sophie Mereaus Biographie
5.2. Sophie Mereaus Persönlichkeit
5.2.1. Freiheit
5.2.2. Liebe
5.2.3. Selbständigkeit bzw. Berufstätigkeit
6. EMANZIPATORISCHE TENDENZEN IN DEN WERKEN VON SOPHIE MEREAU
7. BLÜTENALTER DER EMPFINDUNG
7.1. Inhalt des Romans
7.2. Frauenbilder im „Blütenalter der Empfindung“
7.2.1. Nanette
7.2.2. Die Tante
7.2.3. Luise
7.3. Männerbilder im „Blütenalter der Empfindung“
7.3.1. Albert
7.3.2. Lorenzo
7.3.3. Nanettes Vormund
7.3.4. Luises Vater
7.4. Freiheitliche und emanzipatorische Gedanken im „Blütenalter der Empfindung“
8. AMANDA UND EDUARD
8.1. Inhalt des Romans
8.2. Frauenbilder in „Amanda und Eduard“
8.2.1. Amanda
8.2.2. Julie
8.2.3. Nanette Sensy
8.2.4. Agnes
8.2.5. Biondina di Monforte
8.3. Männerbilder in „Amanda und Eduard“
8.3.1. Eduard
8.3.2. Albret
8.3.3. Antonio
8.3.4. Barton
8.4. Freiheitliche und emanzipatorische Gedanken in „Amanda und Eduard“
9. SCHLUSSBETRACHTUNG: VERGLEICH DER BEIDEN ROMANE MEREAUS
9.1. Frauenbilder
9.2. Männerbilder
9.3. Vergleich der Romane
Die Arbeit untersucht emanzipatorische Tendenzen im Leben und Werk der Schriftstellerin Sophie Mereau. Ziel ist es, in ihren beiden Romanen „Blütenalter der Empfindung“ und „Amanda und Eduard“ das Frauen- und Männerideal zu analysieren, gesellschaftliche Züge ihrer Zeit aufzuzeigen und durch einen Vergleich der Romane die Entwicklung der Ansichten Mereaus nachzuvollziehen.
4.3. Frau als Schriftstellerin
Durch die ganze Geschichte, waren die Umstände für weibliches Schreiben höchst ungünstig. Infolge der untergeordneten Lage in der Gesellschaft waren die gebildeten und schreibkundigen Frauen immer eine Ausnahmeerscheinung. Im Mittelalter waren es fast ausschließlich die adligen Nonnen, die sich einen solchen Luxus leisten konnten. Später griffen die Humanisten zum ersten Mal die Frage der weiblichen Bildung auf und öffneten den Frauen – wenigstens theoretisch – den Weg zur Literatur. Denn damals galt das Ideal des gelehrten Dichter (poeta doctus) als Norm, der die meisten Frauen dieser Epoche nicht gewachsen waren. Auch wenn ihnen das Schreiben theoretisch zugelassen wurde, handelte es sich immerhin um einen traditionell männlichen Gebiet, und die Frauen, die es zu betreten wagten, mussten immer mit dem männlichen Widerstand rechnen. Deshalb nutzten sie Nischen und Hintertüre zur Literatur, wie beispielsweise geistliche Dichtung, wo sie relativ sicher von Anfeindungen kreativ tätig sein konnten. Im Barock waren die Schäfer- und Gelegenheitsdichtung besonders beliebt und boten den Frauen die Möglichkeit, ihr literarisches Talent zu nutzen. Schon damit begann die Deklassierung der Frauenliteratur zur Unterhaltungs- bzw. Trivialliteratur, die sich jahrhundertelang hielt. Aber trotz den einzelnen Versuchen, blieben Frauen bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts weitgehend aus der Literatur abwesend. Erst dann tauchen Schriftstellerinnen in einer bedeutenderen Zahl auf. Die Zeit dafür war besonders günstig, was man dem Erfolg der moralischen Wochenschriften zu verdanken hat, die das geistige Interesse der Frauen weckten, und die auch gegen Mitte des 18.Jh. erschienene Mode des Briefeschreibens bot den Frauen eine bedeutende schriftstellerische Schulung.
1. VORWORT: Die Autorin legt ihre Motivation für die Auseinandersetzung mit der deutschen Frauenliteratur und dem Werk von Sophie Mereau dar.
2. ZUR EINLEITUNG: GESELLSCHAFTLICHE LAGE DER FRAU IM SPÄTEN 18. UND FRÜHEN 19. JAHRHUNDERT: Das Kapitel beschreibt die rechtliche und gesellschaftliche Unterordnung der Frau im 18. und 19. Jahrhundert, das vorherrschende Frauenbild sowie zeitgenössische Debatten.
3. FRAUENBILDUNG IM 18. JAHRHUNDERT: Es erfolgt eine Analyse der eingeschränkten Bildungsmöglichkeiten für Frauen und der Abhängigkeit von sozialen Faktoren wie Klasse und Geschlecht.
4. FRAU UND LITERATUR: Das Kapitel beleuchtet das Lesen als einzige Bildungschance, die Entwicklung der Briefkultur als literarische Nische und die schwierigen Bedingungen für Frauen als professionelle Schriftstellerinnen.
5. DER EMANZIPATIONSWUNSCH IN DER PERSÖNLICHKEIT SOPHIE MEREAUS: Eine biografische Darstellung von Sophie Mereau, die den Zusammenhang zwischen ihrem Leben, ihrem Freiheitswunsch und ihrer Unabhängigkeit als Schriftstellerin hervorhebt.
6. EMANZIPATORISCHE TENDENZEN IN DEN WERKEN VON SOPHIE MEREAU: Einleitung in die Analyse der beiden Romane Mereaus hinsichtlich ihrer Rolle in der Frauenemanzipation.
7. BLÜTENALTER DER EMPFINDUNG: Detaillierte Untersuchung des Inhalts, der Frauen- und Männerbilder sowie der emanzipatorischen Gedanken im Erstlingsroman der Autorin.
8. AMANDA UND EDUARD: Analyse des zweiten Romans, wobei insbesondere die psychologische Darstellung der Charaktere und die gesellschaftskritischen Aspekte im Vordergrund stehen.
9. SCHLUSSBETRACHTUNG: VERGLEICH DER BEIDEN ROMANE MEREAUS: Zusammenfassender Vergleich der Frauen- und Männerbilder sowie der thematischen Entwicklung der Autorin zwischen den beiden Werken.
Sophie Mereau, Frauenliteratur, Emanzipation, 18. Jahrhundert, Weibliches Rollenbild, Briefroman, Blütenalter der Empfindung, Amanda und Eduard, Freiheit, Liebe, weibliche Bildung, Geschlechterbeziehungen, Literatur der Aufklärung, Romantik, Selbstbestimmung.
Die Arbeit analysiert das Leben und die literarischen Werke der Schriftstellerin Sophie Mereau, um ihren Wunsch nach Emanzipation und die Einflüsse ihrer Zeit auf ihr Frauen- und Menschenbild darzustellen.
Zentrale Themen sind die gesellschaftliche Stellung der Frau um 1800, der Zugang zu Bildung und Literatur, die Rolle der Liebe in Verbindung mit persönlicher Freiheit sowie die kritische Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen.
Das Ziel ist es, Sophie Mereaus emanzipatorische Tendenzen sowohl in ihrer persönlichen Biografie als auch konsequent in ihren Romanen zu ermitteln und die Entwicklung ihrer Ansichten durch einen Vergleich ihrer Werke zu verdeutlichen.
Es handelt sich um eine literatur- und sozialgeschichtliche Analyse. Die Arbeit kombiniert biografische Daten mit der Interpretation literarischer Texte, um den historischen Kontext und die gesellschaftskritischen Ansätze der Autorin freizulegen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Biografie Mereaus, eine Analyse ihres Menschenbildes (Freiheit, Liebe, Selbständigkeit) und eine detaillierte Untersuchung ihrer zwei Romane „Blütenalter der Empfindung“ und „Amanda und Eduard“.
Die zentralen Schlagworte umfassen Sophie Mereau, Frauenemanzipation, Frauenliteratur des 18. Jahrhunderts, Geschlechterrollen, aufklärerisches Denken und literarische Selbstbestimmung.
Mereau verarbeitete persönliche Erfahrungen, wie ihre unglückliche Ehe, ihre Suche nach Liebesglück und ihren Kampf um finanzielle Unabhängigkeit, montageartig intensiv in ihre Romane, wodurch diese einen stark autobiografischen Charakter erhielten.
Zeitgenössische Kritiker wie Goethe und Schiller ordneten das Schreiben von Frauen aufgrund der Humboldtschen Vorstellung einer „natürlichen“ Passivität der Frau und fehlender formaler akademischer Ausbildung als Dilettantismus ab.
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