Bachelorarbeit, 2021
76 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Erklärung und Begründung der Vorgehensweise
3. Hauptteil: Grundlegende Aspekte der Sammlungen der Autoren, mit besonderem Fokus auf die Mündlichkeit und Schriftlichkeit
3.1 Literarisches Schaffen der Brüder Grimm in puncto Märchensammlungen
3.2 Literarisches Schaffen Ludwig Bechsteins in puncto Märchensammlungen
3.3 Volksmärchen
3.4 Warn- und Schreckmärchen
4. Märchen Rotkäppchen
4.1 Fassung der Grimms
4.2 Fassung Bechsteins
4.3 Vergleich zwischen den Grimms und Bechstein
4.3.1 Unterschiede
4.3.2 Gemeinsamkeiten
5. Märchen Frau Holle/ Gold- und Pechmaria
5.1 Fassung der Grimms
5.2 Fassung Bechsteins
5.3 Vergleich zwischen den Grimms und Bechstein
5.3.1 Unterschiede
5.3.2 Gemeinsamkeiten
6. Fazit
Diese Arbeit vergleicht das „Deutsche Märchenbuch“ von Ludwig Bechstein mit den „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Erzählweise sowie im Umgang mit zentralen Märchenmotiven anhand der ausgewählten Werke „Rotkäppchen“ und „Frau Holle“ bzw. „Die Goldmaria und die Pechmaria“ systematisch zu untersuchen und einzuordnen.
3.1 Literarisches Schaffen der Brüder Grimm in puncto Märchensammlungen
Die Brüder Grimm, Wilhelm (1786-1859) und Jacob (1785-1863), sind die bekanntesten Märchenpublizisten Deutschlands (siehe Einleitung, S.4). Um genauer zu bestimmen, wo die Ursprünge, der in Kassel lebenden und in Hanau geborenen, lagen und wieso sie dermaßen populär geworden sind, möchte ich nun näher untersuchen. Ihre Lebenswerke entstanden in der Zeit der Hochromantik, welche von 1805 bis 1815 datiert wird. Lebenswerke, die Mehrzahl von Lebenswerk deshalb, weil sie nicht nur anteilig für die „Kinder- und Hausmärchen“ verantwortlich waren, sondern ebenso z.B. für „Des Knaben Wunderhorn“, indem 723 Lieder niedergeschrieben sind oder auch für „Das Deutsche Wörterbuch“, welches 1854 erschienen ist.
Genau in jener Zeit, zu Beginn des 19. Jahrhunderts, „nutzten die Brüder Grimm Aufenthalte in anderen Städten oder Dienstreisen zu[m] intensivem Studium der Bibliotheken. Sie verfügten über umfassende Buchkenntnisse, informierten sich in Lesegesellschaften [worauf ich noch genauer zu sprechen komme (S.10)] über zeitgenössische Literatur und waren ihr ganzes Leben hindurch um den Aufbau einer Gelehrtenbibliothek bemüht.“ (Uther, 2013, S.461). Dieses Streben nach einem literarischen Rundumblick über Erzählungen und das Festhalten dessen, war schlichtweg als Lebensinhalt der Brüder anzusehen. Doch in jenen jungen Jahren fiel ihnen nicht alles zu. Denn auch sie besaßen nicht viel Geld und mussten, wenn sie sich Bücher kauften, auf andere Sachen verzichten oder Freunde und Bekannte um Hilfe bitten.
Die „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder bestehen aus zwei Bänden, aus den Jahren 1812 und 1814, die auf das Jahr 1815 vordatiert wurden (vgl. Rölleke und Schindehütte, 2019, S.11). Eine überarbeitete Zweitauflage dessen erschien im Jahr 1819 und die Dritte erfolgte drei Jahre später, mit zahlreichen Anmerkungen, welche am Anfang nicht so geplant gewesen seien sollten. Früher konnte man nicht damit rechnen, dass die Bücher die Grundlage der Märchenliteratur darstellen würden, da sie nur sehr spät einen Ausverkauf erlebten, wenn überhaupt, sowie es bei der Drittauflage mit den Anmerkungen nicht der Fall war. Hiermit tritt deutlich hervor, dass die Grimms nicht von Beginn an auf einem Pfad des Erfolgs wanderten, ebenso wie es vielen anderen Schriftstellern zu Teil wurde.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Auswahl der Märchenbeispiele und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich der Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Sammlungen der Gebrüder Grimm und Ludwig Bechsteins.
2. Erklärung und Begründung der Vorgehensweise: Dieses Kapitel legt den methodischen Aufbau der Arbeit dar, unterteilt in einen theoretischen (methodischen) und einen empirischen Teil, um eine schlüssige Beantwortung der Fragestellung zu ermöglichen.
3. Hauptteil: Grundlegende Aspekte der Sammlungen der Autoren, mit besonderem Fokus auf die Mündlichkeit und Schriftlichkeit: Der theoretische Rahmen beleuchtet das literarische Schaffen von Grimm und Bechstein, die Gattung der Volksmärchcen und die Spezifika von Warn- und Schreckmärchen.
4. Märchen Rotkäppchen: Dieser Abschnitt analysiert das Märchen Rotkäppchen in der Fassung der Grimms und Bechsteins, vergleicht beide Versionen hinsichtlich ihrer Motive und Erzählweisen und stellt die Unterschiede und Gemeinsamkeiten dar.
5. Märchen Frau Holle/ Gold- und Pechmaria: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung und Gegenüberstellung der Märchen „Frau Holle“ (Grimm) und „Die Goldmaria und die Pechmaria“ (Bechstein), inklusive einer Analyse ihrer Unterschiede und Gemeinsamkeiten.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Bedeutung beider Märchensammlungen für die Weltliteratur und die pädagogische Wichtigkeit der Märchen.
Gebrüder Grimm, Ludwig Bechstein, Volksmärchen, Rotkäppchen, Frau Holle, Goldmaria, Pechmaria, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Märchenmotive, Warnmärchen, Schreckmärchen, Erzählweise, Pädagogische Literatur, Vergleich.
Die Arbeit befasst sich mit einem vergleichenden literaturwissenschaftlichen Blick auf zwei der bedeutendsten deutschen Märchensammlungen: die Werke der Gebrüder Grimm und von Ludwig Bechstein.
Im Fokus stehen die Erzählweisen, der Umgang mit Märchenmotiven, die historische Entwicklung der Sammlungen sowie die Konzepte von Mündlichkeit und Schriftlichkeit.
Ziel ist es, Ähnlichkeiten und spezifische Differenzen in der Bearbeitung und Vermittlung von Märchenstoffen durch die Autoren zu identifizieren und die jeweilige Intention sowie Wirkung auf die Leserschaft zu ergründen.
Die Arbeit gliedert sich in einen methodischen Teil zur Klärung der Grundlagen und einen empirischen Teil, in dem konkrete Märchenbeispiele („Rotkäppchen“, „Frau Holle“/„Goldmaria und Pechmaria“) in einem vergleichenden Literaturvergleich analysiert werden.
Der Hauptteil erarbeitet zunächst das literarische Schaffen beider Autoren, definiert Gattungseigenschaften (Volksmärchen, Warnmärchen) und führt die Analyse und den direkten Vergleich der ausgewählten Märchenexemplare aus.
Besonders prägend sind Begriffe wie Märchensammlungen, Volksmärchen, Literaturvergleich, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Märchenmotive und pädagogische Funktionen.
Während beide Autoren die erzieherische Absicht verfolgen, nutzt Bechstein in seinen Versionen – etwa durch eingefügte Heilkräuter oder humorvolle Elemente – spezifischere lokale Bezüge und einen stärker romantisch-detailverliebten Stil als die Brüder Grimm.
Der Brunnen dient als zentrales Element, das bei den Grimms oft als Übergang ins Jenseits oder als Schauplatz der Prüfung fungiert, während seine Darstellung und funktionale Einbindung in den Narrativen zwischen den Autorenpaaren variiert.
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