Bachelorarbeit, 2021
67 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
2 Theorie
2.1 Abhängigkeitssyndrom
2.1.1 Definition
2.1.1.1 Missbrauch
2.1.2 Klassifikation
2.1.2.1 ICD-10
2.1.2.2 DSM-V
2.1.3 Substanzgebundene Süchte
2.1.4 Substanzungebundene Süchte
2.1.5 Ätiologie
2.1.5.1 Bio-psycho-soziales Modell
2.1.5.2 Lerntheoretisches Modell
2.1.5.3 Kognitive Modelle
2.1.5.4 Neurobiologische Ansätze
2.1.5.5 Genetische Ansätze
2.1.5.6 Psychoanalytische Modellvorstellung
2.2 Borderline-Persönlichkeitsstörung
2.2.1 Störungsbild
2.2.2 Klassifikation
2.2.3 Epidemiologie
2.2.4 Ätiologie Persönlichkeitsstörung
2.2.4.1 Genetik
2.2.4.2 Frühe Einflüsse
2.2.4.3 Familiäre Einflüsse
2.2.4.4 Neurobiologische Korrelate
2.2.5 Ätiologie Borderline Persönlichkeitsstörung
2.2.5.1 Kognitive Theorie
2.2.5.2 Neuropsychologische Defizite
2.2.5.3 Psychodynamisches Modell
2.2.5.4 Neurobehaviorales Modell
2.2.6 Skillstraining
2.2.7 Schwierigkeiten und Probleme
2.3 Doppeldiagnose
2.3.1 Definition
2.3.2 Klassifikation
2.3.3 Epidemiologie
2.3.4 Differenzialdiagnose
2.3.5 Ätiologie
2.3.6 Komorbidität von Borderline-Persönlichkeits- und Substanzstörung
2.3.6.1 Auswirkungen
2.3.7 Lebenssituationen
3 Handlungsweise der Sozialen Arbeit
3.1.1 Geschichte des Case Management
3.1.2 Grundlagen des Case Management
3.1.2.1 Case Manager*in
3.1.2.2 Phasen des Case Managements
3.1.3 Risiken des Case Management
3.1.4 Interprofessionelle Zusammenarbeit
4 Schlussfolgerung
Die Arbeit analysiert die Situation von Menschen mit einer Doppeldiagnose (Abhängigkeitssyndrom und Borderline-Persönlichkeitsstörung) und untersucht, welche Handlungsmöglichkeiten die Soziale Arbeit besitzt, um diese Zielgruppe effektiv in ihrem Alltag und bei ihrer medizinisch-sozialen Versorgung zu unterstützen.
2.2 Borderline-Persönlichkeitsstörung
„Auf einmal war es ihm klar, dass die Suche der einzige Grund des bisherigen Nichtfindens gewesen war; dass man da draussen in der Welt nicht finden und daher nie haben kann, was man immer schon ist.“ (WATZLAWICK 2011)
Die Borderline Persönlichkeitsstörung steht für chaotische Beziehungen, starke Stimmungsschwankungen und einem instabilen Selbstbild. Erkrankte Personen haben hierbei oft mit großer Angst, Depression und Reizbarkeit zu kämpfen, was bis zu mehreren Tagen anhalten kann. In vielen Fällen geraten die Erkrankten im Rahmen von Wutausbrüchen mit anderen Personen aneinander, da es ihnen schwerfällt, ihre Wut und ihre Emotionen unter Kontrolle zu halten. Die zwischenmenschlichen Beziehungen zeigen sich dabei intensiv, begleitet von einer Unstetigkeit dieser. Zusätzlich sind die Beziehungen sehr wechselhaft und sporadisch, dabei kann die Qualität dieser stark schwanken, von einer großen Opferbereitschaft zugunsten der Beziehung bis hin zu gefühlskalter Gleichgültigkeit gegenüber dieser. Die Erkrankten finden sich oft in destruktivem und selbstschädigendem Verhalten wieder, das in vielen Fällen einen manipulativen Charakter innehat.
Weitergehend fällt es ihnen schwer ihre Impulse ausreichend zu kontrollieren und haben häufig schnell wechselnde Sexualbeziehungen. Viele Erkrankte berichten von einer starken inneren Leere und Tendenzen zur Selbstverletzung. Die Betroffenen Personen leiden unter einer andauernden Identitätsstörung, die sich in dem im Folgenden beschriebenen Bereichen mindestens zweimal abzeichnet. Die Felder bestehen aus den langfristigen Werten, der sexuellen Orientierung sowie dem Selbstbild. Es scheint ihnen nicht möglich zu sein einen normalen Lebensweg zu wählen sowie schrittweise in Beziehungen und Herausforderungen zu reifen. (vgl. OLDHAM/SKODOL 1998, S.206f)
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die prekäre Lebenssituation von Menschen mit Doppeldiagnose anhand eines Fallbeispiels und umreißt die Forschungsfrage nach den Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit.
2 Theorie: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament zu den Krankheitsbildern Abhängigkeitssyndrom, Borderline-Persönlichkeitsstörung sowie deren Kombination als Doppeldiagnose.
3 Handlungsweise der Sozialen Arbeit: Hier werden das Case Management und die interprofessionelle Zusammenarbeit als zentrale sozialarbeiterische Strategien zur Unterstützung von Klient*innen mit Doppeldiagnose detailliert erarbeitet.
4 Schlussfolgerung: Das Fazit reflektiert die Komplexität der Versorgung, betont den enormen Bedarf an spezialisierten Angeboten und fordert eine verstärkte Sensibilisierung der Professionen für das Krankheitsbild der Doppeldiagnose.
Doppeldiagnose, Abhängigkeitssyndrom, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Soziale Arbeit, Case Management, Komorbidität, Sucht, Affektregulation, Hilfesystem, Interprofessionelle Zusammenarbeit, Behandlung, Diagnose, Lebenssituation, psychosoziale Dienstleistungen, psychiatrische Versorgung
Die Arbeit thematisiert die komplexen Anforderungen an die Soziale Arbeit in der Begleitung von Menschen, die gleichzeitig unter einem Abhängigkeitssyndrom und einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leiden.
Die zentralen Felder sind die medizinischen und psychologischen Grundlagen der beteiligten Störungen sowie die praktischen methodischen Ansätze der Sozialen Arbeit wie das Case Management.
Das Ziel ist die theoretische Heranführung an das Krankheitsbild der Doppeldiagnose und die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die Praxis der Sozialen Arbeit.
Die Arbeit basiert auf einer literaturbasierten Auseinandersetzung und Recherche wissenschaftlicher Publikationen zu den Entstehungsmodellen und Behandlungsmethoden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Sucht- und Persönlichkeitsstörungen und eine detaillierte Analyse der Handlungsweise der Sozialen Arbeit, insbesondere des Case Managements.
Die zentralen Begriffe umfassen Doppeldiagnose, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Abhängigkeitssyndrom, Case Management und interprofessionelle Kooperation.
Aufgrund der komplexen Lebenssituation Betroffener bietet Case Management die Methode, ein stabiles Hilfenetzwerk zu schaffen, das über einzelne Institutionen hinausgeht und die Klient*innen zur Nutzung von Ressourcen befähigt.
Durch Methoden wie das Case Management und eine interprofessionelle Zusammenarbeit wird versucht, die oft isolierte Behandlung zu überwinden und eine koordinierte, ganzheitliche Unterstützung zu gewährleisten.
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