Bachelorarbeit, 2024
60 Seiten, Note: 1
1.Einleitung – Forschungsstand
2. Marlene Dietrich im kulturellen Gedächtnis und in Erinnerungen
3. Biographie von Marlene Dietrich
3.1. Frühe Jahre
3.2.Bildung
3.3. Anfang der Karriere
3.4. Durchbruch mit dem „Blauen Engel“
3.5.Emigration und Hollywood-Karriere
3.6. Truppenbetreuung im Zweiten Weltkrieg
3.7. Rückkehr in der Nachkriegszeit
3.8. Wirkung und Rezeption
3.9. Künstlerisches Schaffen
3.10. Auszeichnungen und Ehrungen
3.11. Tod und zögerliche Anerkennung in ihrer Heimatstadt
4. Verhältnis zu Deutschland und zum Faschismus
5. Dietrich als Kulturikone im gesellschaftlichen Bewusstsein (Identität)
Die vorliegende Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt, das Mysterium Marlene Dietrich grundlegend zu erforschen, ihr Leben als Diva und Femme fatale zu beleuchten sowie die Faktoren ihres anhaltenden kulturellen Einflusses und ihrer komplexen Persönlichkeitskonstruktion zu analysieren.
3.4. Durchbruch mit dem „Blauen Engel“
Der Wiener Regisseur Josef von Sternberg entdeckte Marlene Dietrich auf der Bühne in Berlin. Er beschloss sie sofort als verführerischen aber kaltherzigen Vamp Lola-Lola in seiner Heinrich Mann-Verfilmung "Der Blaue Engel" zu besetzen. Der Film wurde als "The Blue Angel" auch in einer englischen Fassung gedreht. Dank ihm wurde Marlene Dietrich über Nacht zu einem internationalen Star. Sie beschrieb ihre Mitarbeit mit dem berühmten Regisseur:
„In dieser Zeit lernte ich schnell sehr viel über Kamera-Einstellungen. Der Film wurde eben von Josef von Sternberg gedreht – und das war das Entscheidende. Ich war tief beeindruckt von seinem Wissen. Er zeigte mir, wie man Filme schneidet und zusammenklebt. Ich habe seine Lehren all die Jahre über behalten und werde niemals den Zauber dieser „Lehrlingswochen“ mit ihm vergessen.“
Im Blauen Engel stellte Marlene Dietrich keine Femme fatale und keinen Vamp vor. Erst später wurde sie von Josef von Sternberg zu einem geheimnisvollen und ätherischen Geschöpf gemacht, was unter anderem in den Filmen wie Morocco (1930), Shanghai Express (1931/32) und Blonde Venus (1932) widergespiegelt wurde. Da erschien Marlene Dietrich als „eine ätherische Schönheit“. Ihre Zusammenarbeit mit Josef von Sternberg in Amerika wurde von ihr folgendermaßen beschrieben:
„Er wollte mich über Nacht zu einem Weltstar machen. Gut, ich war jung und verletzlich; ich war da, um dem großen amerikanischen Publikum zu gefallen, aber trotz allem war ich das, was ich noch heute bin: eine Deutsche, die ihre Pflicht tun will, aber nicht mehr. Es war so einfach für mich: ich lehnte mich an ihn und überließ ihm meine Sorgen. Er übernahm alles. Er war mein Vater, mein Bruder, mein Beichtvater. Es gibt nichts, was er nicht war. Er war Kritiker, Lehrer, Ratgeber, Geschäftsmann, Agent, Fürsprecher und Friedensstifter für mich und meinen Haushalt; Manager in jeder Beziehung, angefangen vom Kauf eines Rolls Royce bis zum Engagement des Chauffeurs. Er lehrte mich außer Englisch und Schauspielen tausend andere Dinge, und ich nahm alles an.“
1.Einleitung – Forschungsstand: Die Einleitung klärt den Forschungsstand zur Person Marlene Dietrich, benennt die verwendeten Quellen und legt die Ziele der Diplomarbeit dar.
2. Marlene Dietrich im kulturellen Gedächtnis und in Erinnerungen: Dieses Kapitel beschreibt das kulturelle Vermächtnis von Marlene Dietrich und analysiert ihre Wirkung als Filmikone anhand ausgewählter Szenen.
3. Biographie von Marlene Dietrich: Das zentrale Kapitel bietet eine umfassende chronologische Aufarbeitung des Lebensweges, der Karriere, der Erfolge, der Truppenbetreuung und der späteren Lebensjahre der Künstlerin.
4. Verhältnis zu Deutschland und zum Faschismus: Dieses Kapitel widmet sich dem schwierigen Verhältnis zur deutschen Heimat, der Ablehnung des Nationalsozialismus und ihrem politischen Engagement während des Zweiten Weltkriegs.
5. Dietrich als Kulturikone im gesellschaftlichen Bewusstsein (Identität): Das abschließende Kapitel analysiert Marlene Dietrich als Femme fatale, beleuchtet Themen wie Androgynität und Identitätsinszenierung.
Marlene Dietrich, Filmgeschichte, Femme fatale, Der Blaue Engel, Hollywood, Josef von Sternberg, Truppenbetreuung, Zweiter Weltkrieg, Identität, Androgynität, Stilikone, Biographie, Nationalsozialismus, Schauspielkarriere, Kulturikone
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Person Marlene Dietrich, ihrem Leben, ihren Filmen, ihrem politischen Engagement und ihrem Status als internationale Kulturikone.
Die zentralen Themen sind der Werdegang der Künstlerin, ihre filmische Karriere, ihre Rolle als Femme fatale, ihr wechselhaftes Verhältnis zur deutschen Heimat und ihre gesellschaftliche Identitätsbildung.
Das Ziel ist es, das "Mysterium" Marlene Dietrich zu durchleuchten und zu erforschen, wie sie ihr Leben und ihre öffentliche Fassade als Diva und Künstlerin konstruiert hat.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Biografien, Dokumente und zeitgenössischer Berichte über Marlene Dietrich.
Der Hauptteil gliedert sich chronologisch in die Biografie der Künstlerin, von ihren frühen Jahren in Berlin über ihren Durchbruch mit dem "Blauen Engel", ihre Hollywood-Karriere bis hin zu ihren letzten Jahren und ihrem künstlerischen Spätwerk.
Besonders prägend sind die Begriffe Marlene Dietrich, Femme fatale, Filmikone, Hollywood, Zweiter Weltkrieg und Identität.
Marlene Dietrich lehnte den Nationalsozialismus entschieden ab, emigrierte in die USA, nahm die amerikanische Staatsbürgerschaft an und engagierte sich aktiv in der Truppenbetreuung gegen das NS-Regime.
Sie gilt als Prototyp der Femme fatale aufgrund ihrer distanzierten, geheimnisvollen Ausstrahlung, ihrer androgynen Ästhetik in Filmen und ihrer gezielten Inszenierung von Erotik und Unabhängigkeit.
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