Masterarbeit, 2009
70 Seiten, Note: 2,0
EINLEITUNG
1 DIE LEBENSPHASE ALTER
1.1 Der Altersbegriff
1.2 Der demographische Wandel
1.3 Der Strukturwandel im Alter
2 DAS LERNEN IM ALTER
2.1 Der Lernbegriff
2.2 Der Bildungs- und Lernbegriff
2.3 Lernprozesse
2.4 Die vier Dimensionen des Lernens
2.5 Theorien des erfolgreichen Alterns
2.5.1 Die Aktivitätstheorie
2.5.2 Die Disengagmenttheorie
2.5.3 Die Kontinuitätstheorie
2.5.4 Das SOK-Modell
2.6 Die Besonderheiten des Lernens im Alter
2.6.1 Das Gedächtnis
2.6.2 Die Einbußen neurobiologischer Funktionen
2.6.3 Die Intelligenz
2.6.4 Die Faktoren, die die Lern- und Gedächtnisleistungen im Alter beeinflussen
2.7 Die Altenpädagogik
2.7.1 Die Pädagogisierung
2.7.2 Die Altenbildung – die Altersbildung
2.7.3 Die Gründe für Bildung im Alter
2.8 Die Geselligkeit
2.9 Die Bedeutung der Weiterbildung im Alter
2.10 Institutionen und Initiativen des Lernens im Alter
2.10.1 Die Volkshochschulen
2.10.2 Die Hochschulen
2.10.3 Die kirchliche Altenbildung
3 DIE EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
3.1 Das Service-Wohnen Elstal - Eine Vorstellung
3.2 Bildungsangebote, Ehrenamtsangebote und Freizeitmöglichkeiten des Service-Wohnens Elstal und des Ortes Elstal
3.2.1 Vorstellung der Zielgruppe
3.2.2 Vorstellung des methodischen Vorgehens
3.3 Ergebnisse der Untersuchung
3.3.1 Die Geschlechts- und Altersübersicht
3.3.2 Lebenspartnerschaft und konfessionelle Bindung
3.3.3 Teilnahme an Geselligkeitsveranstaltungen
3.3.4 Beruflicher Hintergrund der Stichprobe
3.3.5 Die Nutzung von Bildungsangeboten
3.3.6 Bildungsangebote im Einzelnen
3.3.7 Gründe für die Teilnahme an Bildungsangeboten
3.3.8 Bildungsangebote außerhalb des Bildungszentrums Elstal
3.3.9 Wünsche nach Bildungsangeboten
3.3.10 Bildungsangebote selber anbieten
3.4 Aussagen der Untersuchung
4 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
5 ANLAGEN
5.1 Vorstellung und Begründung des Fragebogens
5.2 Der Fragebogen
5.3 Auswertungstabelle des Fragebogens
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Bildung im Alter unter theoretischen Gesichtspunkten und analysiert empirisch die Bildungsbedürfnisse sowie die Nutzung von Bildungsangeboten durch Bewohnerinnen und Bewohner des "Service-Wohnen Elstal". Ziel ist es, auf Basis einer Befragung Erkenntnisse über die Lebenssituation der Senioren zu gewinnen und Ansätze für eine zukünftige, bedarfsgerechte Bildungsarbeit in der Wohnanlage zu formulieren.
2.6.2 Die Einbußen neurobiologischer Funktionen
„Einbußen in neurobiologischen Funktionen und Prozessen führen zu Problemen bei der Bearbeitung und Verschlüsselung neuen Lernmaterials.“ (NIEDERFRANKE, Annette, NAEGELE, Gerhard, FRAHM Eckart, 1999, S. 219) Die Unterscheide zwischen den verschiedenen Individuen sind zwar groß, aber trotzdem können verallgemeinerbare Aussagen über diese Problematik gemacht werden:
- „Die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses, in dem Lerninhalte bearbeitet und verschlüsselt werden, bevor sie im Langzeitgedächtnis gespeichert werden, nimmt ab.
- Die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung geht zurück.
- Die Kontrolle des Lernvorganges durch Aufmerksamkeit ist verringert.
- Die Geschwindigkeit, mit der Informationen bearbeitet und verschlüsselt werden, wird geringer.
- Die Anzahl der Informationen, die in einem bestimmten Zeitraum gelernt werden, wird kleiner.
- Beim Lernen ist eine höhere Störanfälligkeit zu beobachten, und das Gelernte wird nicht mehr so gut behalten.“ (NIEDERFRANKE, Annette, NAEGELE, Gerhard, FRAHM Eckart, 1999, S. 219)
Die Lern- und Gedächtnisleistung gestaltet sich bei den Personen ganz individuell. Diese ist abhängig von den Lernleistungen aus früheren Jahren und dem aktuellen Umfeld, das zum Lernen anregen und auffordern, aber auch lernhemmend sein kann (vgl. NIEDERFRANKE, Annette, NAEGELE, Gerhard, FRAHM Eckart, 1999, S. 219).
DIE LEBENSPHASE ALTER: Dieses Kapitel definiert den Altersbegriff, beschreibt den demographischen Wandel sowie die damit verbundenen strukturellen Veränderungen im Leben älterer Menschen.
DAS LERNEN IM ALTER: Der theoretische Rahmen umfasst Definitionen des Lernens, unterschiedliche Lerntheorien für Senioren, die Besonderheiten der kognitiven Leistungsfähigkeit im Alter sowie eine Einführung in die Altenpädagogik.
DIE EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Hier erfolgt die Vorstellung der untersuchten Wohnanlage "Service-Wohnen Elstal" sowie die Auswertung und Diskussion der durchgeführten Fragebogenbefragung unter den Bewohnern.
ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Dieses Kapitel resümiert die Ergebnisse der Arbeit und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit, Bildung als essenziellen Bestandteil eines selbstbestimmten Lebens im Alter weiterzuentwickeln.
Lebenslanges Lernen, Altern, Altenbildung, Geragogik, Senioren, Bildungsbedarf, demographischer Wandel, SOK-Modell, Service-Wohnen, empirische Untersuchung, Bildungsangebote, Lebenszufriedenheit, kognitive Plastizität, Weiterbildung, Altersgerechtes Wohnen.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des lebenslangen Lernens im Alter und verknüpft diese mit einer empirischen Untersuchung zur Bildungssituation in einer speziellen Wohnanlage für Senioren.
Die Schwerpunkte liegen auf dem demographischen Wandel, den psychologischen Besonderheiten des Lernens im Alter, den Theorien erfolgreichen Alterns sowie den praktischen Angeboten in einer spezifischen Senioreneinrichtung.
Das Ziel ist es, den tatsächlichen Bildungsbedarf und die Wünsche der Bewohner des Service-Wohnens Elstal zu ermitteln, um darauf aufbauend Möglichkeiten für eine optimierte Bildungsgestaltung aufzuzeigen.
Der Autor führt eine quantitative Fragebogenuntersuchung unter den Bewohnern der Wohnanlage durch, um Daten zu Bildungsnutzung, Motivation und Präferenzen zu erheben und diese auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfangreichen theoretischen Teil, der Begriffe, Theorien und institutionelle Bildungsansätze beleuchtet, sowie einen empirischen Teil, der die Daten aus der Befragung im Service-Wohnen Elstal darstellt und analysiert.
Kernbegriffe sind lebenslanges Lernen, Altenbildung, Geragogik, SOK-Modell, kognitive Leistungsfähigkeit und Lebensweltorientierung.
Die Untersuchung zeigt, dass Bewohner mit einer konfessionellen Bindung deutlich häufiger an den verfügbaren Bildungsangeboten partizipieren, da diese stark durch die kirchliche Trägerschaft geprägt sind.
Die Bewohner zeigen ein starkes Interesse an Vorträgen zu Gesundheitsthemen und Ernährung, angeleiteten Exkursionen in die Umgebung sowie kulturellen Formaten wie Lesungen und musikalischen Angeboten.
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