Masterarbeit, 2023
120 Seiten
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise und Aufbau
2. Theoretische Grundlagen und konzeptioneller Rahmen
2.1 Gesundheitskommunikation auf TikTok
2.1.1 Definition und Abgrenzung der Gesundheitskommunikation
2.1.2 Unterhaltsame Wissensvermittlung durch Educational Content auf TikTok
2.2 Social Media Engagement im Kontext der Gesundheitskommunikation
2.2.1 Definition und Abgrenzung des Social Media Engagements
2.2.2 Engagementfördernde Faktoren der Gesundheitskommunikation
2.3 Aktivierung als Grundlage für Handlungsbereitschaft
2.3.1 Aktivierungstheorie
2.3.2 Auslösung von Aktivierung im Konsumentenverhalten
2.3.3 Aktivierung als Treiber des Engagements
2.4 Erregungsintensive Gestaltung von Gesundheitskommunikation
3. Herleitung der Hypothese
4. Methodik
4.1 Untersuchungsdesign
4.2 Operationalisierung der Konstrukte
4.3 Auswahl der Stichprobe
4.4 Datenerhebung
4.5 Datenauswertung
5. Ergebnisdarstellung
5.1 Ergebnisse der univariaten Datenanalyse
5.1.1 Betrachtung des Engagements
5.1.2 Betrachtung der erregungsintensiven Gestaltungselemente
5.2 Ergebnisse der bivariaten Datenanalyse
5.2.1 Zusammenhang zwischen erregungsintensiven Gestaltungselementen und dem Engagement
5.2.2 Prüfung der Hypothese
6. Diskussion
6.1 Interpretation
6.2 Limitationen und Forschungsausblick
6.3 Praktische Implikationen
7. Zusammenfassung und Ausblick
Die Masterarbeit untersucht, wie gesundheitsbezogener Educational Content auf TikTok gestaltet sein sollte, um ein hohes Nutzer-Engagement zu generieren. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, welche format- und inhaltsspezifischen Erfolgsfaktoren – insbesondere erregungsintensive Gestaltungselemente – das Engagement unter TikTok-Nutzern innerhalb der Gesundheitskommunikation positiv beeinflussen.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Der durchschnittliche TikTok-Nutzer verbringt am Tag 95 Minuten in der App. Das übersteigt die Verweildauer auf anderen Social-Media-Plattformen wie Instagram oder Facebook um nahezu das Doppelte – und verkörpert die starke Anziehungskraft, die von der Kurzvideoplattform ausgeht (vgl. SensorTower, 2022). Mit mittlerweile über 1,7 Milliarden weltweiten aktiven Nutzern manifestierte sich das beispiellose Wachstum von TikTok in den letzten Jahren in den stetig steigenden globalen Nutzerzahlen (vgl. Statista, 2022: 19) und der zunehmenden Beliebtheit, insbesondere unter Jugendlichen. So sind in Deutschland 33 Prozent der Generation Z, der 14- bis 25-Jährigen, auf der Plattform aktiv (vgl. Initiative D21, 2022: 24). Unter den 12- bis 19-jährigen Jugendlichen wird TikTok sogar von 54 Prozent regelmäßig verwendet (vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest, 2022: 29).
Ausgestattet mit einem der weltweit treffsichersten Personalisierungsalgorithmen bietet TikTok den Nutzern ein hochindividualisiertes Unterhaltungsangebot, welches mit einer Vielzahl an kreativen, inspirierenden und kurzweiligen Videos aus der TikTok-Community das Verlangen der jungen Generation nach Spaß, Abwechslung und Zeitvertreib stillt (vgl. Granow & Scolari, 2022: 166; Hahn et al., 2022: 24).
Dass TikTok sich zu einem elementaren Bestandteil im Alltag der deutschen Jugendlichen entwickelt hat, unterstreichen die Ergebnisse der aktuellen JIM-Studie: Während im Jahr 2022 die Relevanz von anderen Social-Media-Angeboten wie Instagram, YouTube oder Snapchat für die Jugendlichen im Vergleich zu den Vorjahren gesunken ist, stieg die Bedeutung von TikTok weiter an. Mittlerweile ist TikTok für 24 Prozent aller deutschen Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren die wichtigste App auf dem Smartphone. Damit belegt TikTok den dritten Platz der beliebtesten Apps, hinter Instagram und Whatsapp, die von 31 Prozent bzw. 79 Prozent der befragten Jugendlichen genannt wurden (vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest, 2022: 26).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die weite Verbreitung von TikTok bei Jugendlichen ein und begründet die Relevanz von Educational Content im Gesundheitskontext, woraus die Forschungsfrage und das Ziel der Arbeit abgeleitet werden.
2. Theoretische Grundlagen und konzeptioneller Rahmen: Hier werden die Kernkonzepte der Gesundheitskommunikation, des Social Media Engagements sowie die Aktivierungstheorie theoretisch präzise definiert und in den Kontext der Untersuchung gestellt.
3. Herleitung der Hypothese: Auf Basis der theoretischen Erkenntnisse wird die Hypothese formuliert, dass erregungsintensive Gestaltungselemente einen positiven Einfluss auf das Engagement haben.
4. Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das Design der quantitativen Inhaltsanalyse, einschließlich der Auswahl von 160 TikTok-Videos und der Operationalisierung der Gestaltungselemente.
5. Ergebnisdarstellung: Die Ergebnisse der univariaten und bivariaten Datenanalyse werden präsentiert, wobei die Korrelationsanalysen zum Zusammenhang zwischen Gestaltung und Engagement im Zentrum stehen.
6. Diskussion: Die Resultate werden interpretiert, Forschungslimitationen aufgezeigt und praktische Handlungsempfehlungen für Akteure der Gesundheitskommunikation formuliert.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Das Schlusskapitel resümiert die Arbeit und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe, insbesondere im Hinblick auf Wirkungsstudien.
TikTok, Gesundheitskommunikation, Educational Content, Social Media Engagement, Aktivierungstheorie, Message Sensation Value, quantitative Inhaltsanalyse, erregungsintensive Gestaltung, Likes, junge Zielgruppe, Krankenkassen, Kommunikation, digitale Gesundheit, Nutzerverhalten.
Die Arbeit untersucht, wie gesundheitsbezogener Educational Content auf TikTok gestaltet sein sollte, um Nutzer zur Interaktion (Engagement) zu bewegen.
Die Themenfelder umfassen die Gesundheitskommunikation auf Social Media, die Aktivierungstheorie nach Kroeber-Riel und die Analyse erregungsintensiver Gestaltungselemente in Kurzvideos.
Ziel ist es, format- und inhaltsspezifische Erfolgsfaktoren (Engagement-Treiber) für Educational Content in der Gesundheitskommunikation auf TikTok zu identifizieren, um Akteuren wie Krankenkassen konkrete Gestaltungsempfehlungen zu geben.
Es wurde eine quantitative Inhaltsanalyse von 160 deutschsprachigen, gesundheitsbezogenen TikTok-Videos durchgeführt, bei der sowohl formale als auch inhaltliche Gestaltungselemente codiert und korrelationsanalytisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Herleitung der Hypothese, das methodische Vorgehen sowie die Ergebnisdarstellung und Diskussion der empirischen Daten.
Charakterisierende Begriffe sind unter anderem TikTok-Engagement, erregungsintensive Gestaltung, Message Sensation Value, Gesundheitskommunikation und Educational Content.
Die Studie konnte zeigen, dass schnelle Bildschnitte, ein hoher Farbkontrast bzw. hohe Farbsättigung des Starts-Screens, ein narrativer Stil sowie überraschende Twists oder Humor signifikant positiv mit der Anzahl der Likes korrelieren.
Überraschenderweise konnte die Vermutung, dass erregungsintensive Gestaltung auch Kommentare und Shares positiv beeinflusst, in dieser Untersuchung nicht statistisch bestätigt werden; der positive Effekt beschränkte sich im Wesentlichen auf die Likes.
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