Diplomarbeit, 2010
95 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Arbeit
2 Grundlagen zu Credit Default Swaps als Kreditderivat
2.1 Definition von Kreditrisiko
2.2 Funktionsweise und Struktur eines Credit Default Swaps
2.2.1 Arten von Credit Default Swaps
2.2.2 CDS Prämie
2.2.3 Kreditereignis
2.2.4 Abwicklung
2.3 Anwendungsmöglichkeiten
2.4 Wirtschaftstheoretische Grundlagen
2.4.1 Prinzipal-Agenten-Theorie
2.4.2 Transaktionskostentheorie
3 Risiken des CDS Markts
3.1 Abgrenzung des Markts für Credit Default Swaps
3.1.1 Verfügbare Marktdaten
3.1.2 Marktgröße und –struktur
3.1.3 Wesentliche Marktteilnehmer und ihre Motive
3.2 Risiken verbunden mit Credit Default Swaps
3.3 Einfluss von Kontrahentenrisiko auf die Finanzmarktstabilität
3.3.1 Definition von Finanzmarktstabilität
3.3.2 Bestimmung des Kontrahentenrisikos
3.3.3 Gefahr des systemischen Risikos
3.3.3.1 Konzentration
3.3.3.2 Vernetzung
3.3.3.3 Liquidität
4 Regulierungsansätze von Credit Default Swap-Transaktionen
4.1 Aktuelle Regulierungsansätze für den CDS Markt
4.2 Central Counterparty als Regulierungsinstrument im CDS Markt
4.2.1 Theoretische Ansätze
4.2.1.1 Aufbau und Struktur von CDS Clearing
4.2.1.2 Risikomanagement
4.2.2 Aktuelle Umsetzung
4.3 Kritische Betrachtung der Einführung von Central Counterparties
4.3.1 Vorteile des zentralisierten Clearings
4.3.2 Risiken und Gefahren einer CCP im CDS Markt
4.3.3 Mögliche Effekte und Folgen einer CCP auf den Markt
4.3.4 Alternative Regulierungsmöglichkeiten
4.3.4.1 Handel über eine Börse
4.3.4.2 Zentrale Registrierung
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Regulierungsansätze im Markt für Credit Default Swaps (CDS) mit einem besonderen Fokus auf die Einführung von Central Counterparties (CCP). Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern diese Institutionen zur Stabilisierung des Finanzsystems beitragen können, welche Risiken sie bergen und welche Alternativen bestehen.
2.2 Funktionsweise und Struktur eines Credit Default Swaps
Die wahrscheinlich einfachste Form des Kreditrisikotransfers unter den Kreditderivaten stellt der CDS dar. Bei einem CDS handelt es sich um einen bilateralen Vertrag, mit welchem der Nominalwert eines bestimmten Referenzaktivums, beispielsweise einer Anleihe oder eines Kredites, abgesichert wird. Anders gesagt, ermöglicht ein solcher Swap den Transfer des Adressausfallrisikos eines Unternehmens oder eines Staates. Die ursprüngliche Schuldner-Gläubiger-Beziehung wird dabei weiterhin aufrecht erhalten, d.h. das Kreditrisiko wird von der Kreditbeziehung gelöst. Im Rahmen dieser Geschäfte gibt es immer drei Parteien: den Schuldner, den Gläubiger, der das Kreditrisiko des Schuldners trägt und verkaufen bzw. versichern will und den Sicherungsgeber, der das Risiko des Gläubiger übernehmen will. Durch den Abschluss eines CDS verkauft der Sicherungsnehmer das Kreditrisiko zu einem Marktpreis an den Sicherungsgeber weiter. Für die Übernahme des Risikos zahlt der Sicherungsnehmer dem Sicherungsgeber eine regelmäßige Prämie. Im Gegenzug erhält der Sicherungsnehmer von diesem eine Ausgleichszahlung bei dem Eintritt eines vorher vertraglich festgelegten Ereignisses (Kreditereignis) (siehe Abbildung 1).
CDS werden üblicherweise über einen Zeitraum von 5 Jahren geschlossen, doch gibt es auch Geschäfte mit anderen Laufzeiten, um sie etwa an die Laufzeit des Referenzaktivums anzupassen oder um sie mit dem Investmenthorizont des Sicherungsnehmers zu harmonisieren. Neben der Anpassung der Laufzeit, kann auch die Definition der Ausfallzahlungen und der Kreditereignisse individuell zwischen den Vertragsparteien verhandelt werden. Zwar ist in den vergangenen Jahren eine zunehmende Standardisierung im CDS Markt festzustellen, doch besteht prinzipiell für den Käufer eines CDS die Möglichkeit, eine für seine Bedürfnisse maßgeschneiderte Kreditrisikoabsicherung zu erhalten. Wie bei allen Kreditderivaten, braucht der Sicherungsnehmer nicht im Besitz des Referenzaktivums zu sein.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Finanzmarktkrise ein und erläutert die zentrale Rolle von Credit Default Swaps sowie das Ziel der Arbeit, Regulierungsansätze zu diskutieren.
2 Grundlagen zu Credit Default Swaps als Kreditderivat: Hier werden Definitionen des Kreditrisikos sowie die Struktur, Funktionsweise, Arten und wirtschaftstheoretischen Grundlagen von CDS dargestellt.
3 Risiken des CDS Markts: Dieses Kapitel analysiert die Marktabgrenzung, die spezifischen Risiken im CDS-Handel sowie den Einfluss von Kontrahentenrisiken auf die Stabilität des Finanzmarktes.
4 Regulierungsansätze von Credit Default Swap-Transaktionen: Es erfolgt eine detaillierte Erörterung aktueller Regulierungen, insbesondere der Rolle von Central Counterparties, sowie eine kritische Betrachtung ihrer Einführung und Alternativen.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der CDS-Marktregulierung.
Credit Default Swap, CDS, Kreditderivate, Kontrahentenrisiko, Central Counterparty, CCP, Finanzmarktstabilität, Systemisches Risiko, Clearing, Risikomanagement, Finanzmarktkrise, Bankenregulierung, Standardisierung, Kreditereignis, Absicherung.
Die Arbeit befasst sich mit der Funktionsweise von Credit Default Swaps (CDS) und diskutiert, wie durch neue Regulierungsansätze – primär die Einführung von Central Counterparties – die systemischen Risiken in diesem Markt gemindert werden können.
Im Fokus stehen die Definition von Kreditrisiken, die Analyse der CDS-Marktstruktur, die Bewertung der verschiedenen Risikoklassen im CDS-Handel und die Untersuchung von Regulierungsmechanismen zur Steigerung der Finanzmarktstabilität.
Das Ziel ist die kritische Evaluation, ob Central Counterparties (CCPs) tatsächlich effiziente Instrumente zur Reduzierung des systemischen Risikos und zur Verbesserung der Markttransparenz sind, oder ob sie neue Gefahren für den Finanzsektor schaffen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische fundierte Analyse, die sich auf wirtschaftstheoretische Konzepte wie die Prinzipal-Agenten-Theorie und die Transaktionskostentheorie stützt, um die Marktmechanismen und Regulierungsnotwendigkeiten zu erklären.
Der Hauptteil gliedert sich in die Grundlagen der Derivate, die detaillierte Darstellung der Marktrisiken (wie Kontrahenten- und Liquiditätsrisiken) sowie eine umfangreiche Analyse der regulatorischen Eingriffe durch CCPs und alternative Ansätze.
Die zentralen Begriffe umfassen Credit Default Swaps, systemisches Risiko, Kontrahentenrisiko, Central Counterparty (CCP), Markttransparenz, Standardisierung und Finanzmarktregulierung.
Da CDS bilaterale Verträge sind, besteht bei einem Ausfall eines Kontrahenten – insbesondere in einem undurchsichtigen Marktgeflecht – die Gefahr einer Kettenreaktion, die das gesamte Finanzsystem destabilisieren kann.
Sie dient dazu, die Informationsasymmetrien zwischen den Marktteilnehmern zu erklären, die es dem Prinzipal erschweren, die Absichten und die tatsächliche Risikolage des Agenten korrekt zu beurteilen, was regulatorische Eingriffe notwendig macht.
Während eine zentrale Registrierung primär die Transparenz durch Meldepflichten erhöht, greift eine CCP aktiv in das Clearing ein, übernimmt das Kontrahentenrisiko als zentrale Instanz und fordert Sicherheiten (Margins), um das Ausfallrisiko zu isolieren.
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