Bachelorarbeit, 2023
58 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Ganztagsschule
2.1 Definition der Ganztagsschule und ihrer Formen
2.2 Zahlenmäßige Entwicklung der Ganztagsschule
2.3 Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung
2.4 Das erweiterte Bildungsverständnis der Ganztagsschule
2.5 Ziele und zentrale Aufgaben der Ganztagsbetreuung an Grundschulen
2.5.1 Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit
2.5.2 Individuelle Förderung
2.5.3 Partizipation und Demokratiebildung
3 Resilienz
3.1 Entwicklungsaufgaben von Grundschulkindern
3.2 Resilienz – Definition und Merkmale
3.3 Risikofaktoren
3.4 Schutzfaktoren
3.4.1 Schutzfaktoren im Kind - Personale Schutzfaktoren
3.4.2 Schutzfaktoren innerhalb der Familie
3.4.3 Schutzfaktoren im sozialen Umfeld
4 Resilienzförderung in der Ganztagsbetreuung
4.1 Ziele der Resilienzförderung und resilienzförderliche Aspekte der Ganztagsschule
4.2 Resilienzförderung auf der individuellen Ebene
4.3 Resilienzförderung auf der Beziehungsebene
4.4 Resilienzförderung durch Partizipation
4.5 Stellenwert der Ganztagsbetreuung bei der Förderung von Resilienz
5 Chancen und Grenzen der Resilienzförderung in der Ganztagsbetreuung
5.1 Teilnahme an der Ganztagsbetreuung
5.2 Qualitätsaspekte der Ganztagsbetreuung
6 Schlussbetrachtung
7 Literatur
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht die Rolle der Ganztagsbetreuung an Grundschulen im Kontext der Förderung psychischer Widerstandsfähigkeit (Resilienz) bei Grundschulkindern. Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte durch gezielte Maßnahmen und die Gestaltung des Ganztagsalltags die Resilienz der Kinder stärken können, um sie bei der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben und Krisensituationen zu unterstützen.
3.2 Resilienz – Definition und Merkmale
Der Begriff „Resilienz“ leitet sich aus dem englischen Wort „resilience“ (Spannkraft, Widerstandsfähigkeit, Elastizität) ab und bezeichnet die Fähigkeit, erfolgreich mit belastenden Lebensumständen und negativen Folgen von Stress umzugehen (vgl. Wustmann Seiler 2021: 18). In der Literatur lassen sich eine Vielzahl von Definitionen finden, welche je nach Schwerpunkt, unterschiedlich akzentuiert sind. Die Definition von Wustmann Seiler ist im deutschsprachigen Raum allgemein anerkannt, da sie sowohl externale als auch internale Kriterien miteinbezieht (vgl. Rönnau-Böse, Fröhlich-Gildhoff 2020: 16):
„Resilienz meint eine psychische Widerstandsfähigkeit von Kindern gegenüber biologischen, psychologischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken“ (Wustmann Seiler 2021: 18).
Ein Kind zeigt resilientes Verhalten, wenn es eine Situation erfolgreich bewältigt, die als risikoerhöhende Gefährdung für die Entwicklung eingestuft werden kann (vgl. Fröhlich-Gildhoff, Rönnau-Böse 2022: 10). Dazu gehört z. B. der Verlust einer nahen Bezugsperson oder das Aufwachsen in Armut (vgl. ebd.). Resilienz ist an zwei wesentliche Bedingungen geknüpft:
1. Es besteht eine Risikosituation.
2. Das Individuum bewältigt diese positiv aufgrund vorhandener Fähigkeiten (vgl. ebd.).
Zeigt ein Kind ein hohes Maß an Selbstvertrauen, Sozialkompetenz und Lernbereitschaft, ist das nicht automatisch als Zeichen für vorhandene Resilienz zu werten (vgl. Wustmann Seiler 2021: 18). Als resilient kann ein Kind bezeichnet werden, wenn es sich trotz schwieriger Umstände positiv entwickelt, im Vergleich zu Kindern, die unter gleichen Bedingungen psychische Beeinträchtigungen entwickeln (vgl. ebd.). Einem resilienten Kind gelingt es, Entwicklungsrisiken zu mindern oder zu kompensieren, negative Einflüsse auszugleichen und sich gleichzeitig gesundheitsförderliche Kompetenzen anzueignen (vgl. ebd.).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Relevanz der Ganztagsschule ein und stellt die Forschungsfrage nach deren Beitrag zur Resilienzförderung.
2 Ganztagsschule: Das Kapitel definiert Ganztagsschulen, beleuchtet deren stetige zahlenmäßige Entwicklung sowie den Rechtsanspruch auf Betreuung und diskutiert das erweiterte Bildungsverständnis.
3 Resilienz: Dieser Abschnitt erläutert die Entwicklungsaufgaben von Grundschulkindern sowie die Definition, Merkmale, Risikofaktoren und Schutzfaktoren von Resilienz.
4 Resilienzförderung in der Ganztagsbetreuung: Das Hauptkapitel verbindet die Konzepte und analysiert Möglichkeiten der Förderung auf individueller Ebene, Beziehungsebene und durch Partizipation.
5 Chancen und Grenzen der Resilienzförderung in der Ganztagsbetreuung: Hier werden die Hürden bei der Teilnahme am Ganztag sowie kritische Qualitätsmerkmale wie die Personalqualifikation reflektiert.
6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Rolle der Ganztagsbetreuung als zentralen Ort für Resilienzförderung zusammen und reflektiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund aktueller Forschungsansätze.
7 Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen und Studien.
Resilienz, Resilienzförderung, Ganztagsschule, Ganztagsbetreuung, Entwicklungsaufgaben, Kindheitspädagogik, Schutzfaktoren, Partizipation, Bildungsverständnis, Sozialpädagogik, Bewältigungskapital, Qualität, Rechtsanspruch, Erziehungsstil, Grundschule.
Die Arbeit untersucht, wie Ganztagsschulen über ihre reine Betreuungsfunktion hinaus einen Beitrag zur Stärkung der psychischen Widerstandsfähigkeit (Resilienz) von Kindern leisten können.
Die zentralen Felder umfassen die Struktur und Ziele von Ganztagsschulen, das psychologische Konzept der Resilienz sowie konkrete pädagogische Konzepte zur Entwicklungsförderung im schulischen Ganztag.
Die Arbeit geht der Frage nach, welche Rolle Ganztagsbetreuung an Grundschulen spielt und wie diese konkret zur Resilienzförderung bei Grundschulkindern beitragen kann.
Die Forschungsfrage wurde auf theoretischer Basis beantwortet, indem Erkenntnisse aus der Kindheitsforschung, Resilienzforschung und Bildungsforschung herangezogen und miteinander verknüpft wurden.
Der Hauptteil widmet sich der Identifikation resilienzförderlicher Aspekte in der Schule, Methoden wie Vorlesen oder Partizipation sowie der kritischen Auseinandersetzung mit Qualitätsmerkmalen und Teilnahmemöglichkeiten.
Die wichtigsten Schlagworte sind Resilienzförderung, Ganztagsbetreuung, Entwicklungsaufgaben, Partizipation und pädagogische Qualitätsentwicklung.
Das Vorlesen ermöglicht es Kindern, sich in Märchenfiguren mit deren Bewältigungsstrategien zu identifizieren, Gefühle sicher zu bearbeiten und alternative Problemlösungswege in schwierigen Lebenslagen zu erfahren.
Partizipation lässt Kinder Selbstwirksamkeit erleben, da sie aktiv an Entscheidungen beteiligt werden. Dies stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sowie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
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