Masterarbeit, 2024
145 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Zweitsprache, DaZ
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsbestimmung
2.1.1 Inklusion im Bildungssystem
2.1.2 Deutsch als Fremdsprache
2.1.3 Deutsch als Zweitsprache
2.1.4 Allgemein-, Bildungs- und Fachsprache
2.2 Die Bedeutung von Sprache in der beruflichen Bildung
2.3 Voraussetzungen für den DaF-/DaZ-Unterricht
2.3.1 Qualitative Voraussetzungen des DaF-/DaZ-Unterrichts
2.3.2 Kompetenzen von Lehrkräften
2.4 Gestaltung des DaF-/DaZ-Unterrichts an berufsbildenden Schulen
3. Stand der Forschung
3.1 Deutsch als Fremdsprache in der beruflichen Bildung
3.2 Lehrerausbildung im Bereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
3.3 Herausforderungen für Lehrkräfte
3.4 Herausforderungen für Lernende
4. Empirische Studie
4.1 Begründung und Fragestellung des Forschungsvorhabens
4.2 Thesen / Hypothesen
4.3 Beschreibung der Stichprobe
4.4 Methoden der Datenerhebung und Auswertung
4.4.1 Methode der Datenerhebung und Zugang zum Feld
4.4.2 Methoden der Datenauswertung
4.5 Pretest
4.5.1 Pretestverfahren
4.5.2 Darstellung der Ergebnisse
4.6 Darstellung der Ergebnisse
4.6.1 Kategorie I – Voraussetzungen für den DaF-/DaZ-Unterricht
4.6.2 Kategorie II – Organisation des DaF-/DaZ-Unterrichts
4.6.3 Kategorie III – Arbeitsbelastung der Lehrkräfte
4.6.4 Kategorie IV – Folgen des DaF-/DaZ-Unterrichts
4.7 Diskussion der Ergebnisse
4.7.1 Kategorie I – Voraussetzungen für den DaF-/DaZ-Unterricht
4.7.2 Kategorie II – Organisation des DaF-/DaZ-Unterrichts
4.7.3 Kategorie III – Arbeitsbelastung der Lehrkräfte
4.7.4 Kategorie IV – Folgen des DaF-/DaZ-Unterrichts
4.8 Gütekriterien
5. Fazit
6. Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen und Möglichkeiten von Deutsch als Fremdsprache (DaF) im berufsbezogenen Unterricht an berufsbildenden Schulen in Niedersachsen. Ziel ist es, durch eine qualitative Interviewstudie mit Lehrkräften die subjektiven Sichtweisen zu erfassen, handlungsrelevante Erkenntnisse abzuleiten, die die sprachliche Integration von Lernenden im schulischen und betrieblichen Kontext verbessern können.
1 Einleitung
„Sprache ist der Schlüssel zur Integration“ (Günther 2011, S. 240).
Die hinreichende Beherrschung der deutschen Sprache wird heutzutage als eine zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration von Zuwander*innen in Staat und Gesellschaft in Deutschland gesehen (vgl. Kühn & Mielke 2012, S. 5). Schon im Jahr 1970 hat sich das Bundesinstitut für Berufsbildung (BBIB) der Aufgabe angenommen, wie zugewanderte Menschen möglichst reibungslos beruflich und sozial in Deutschland eingegliedert werden können (vgl. Kühn & Mielke 2012, S. 5).
Die Zahl der Asylbewerber*innen in Deutschland ist zwischen 2015 und 2016 stark gestiegen. Aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine hat sie 2022 einen neuen Höchstwert erreicht (vgl. Mediendienst Integration 2022, o. S.). Laut dem Ausländerzentralregister kamen circa eine Million Flüchtlinge bis Oktober 2023 aus der Ukraine nach Deutschland, 110.000 Menschen davon nach Niedersachsen (vgl. Mediendienst Integration 2023, o. S.). Im Zuge dieser Entwicklungen rücken Themen wie Sprachenlernen, Sprache und Kommunikation in der beruflichen Bildung, Integration und Wertevermittlung sowie Qualifizierung von Fachkräften ins Zentrum bildungspolitischer, sprachdidaktischer und migrationspädagogischer Diskussionen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der deutschen Sprache für die berufliche und soziale Integration von Zuwanderern vor dem Hintergrund aktueller Migrationsbewegungen.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Inklusion, Deutsch als Fremd- und Zweitsprache sowie Bildungs- und Fachsprache und erörtert die notwendigen Kompetenzen für Lehrkräfte im DaF-Unterricht.
3. Stand der Forschung: Hier wird der aktuelle Forschungsstand zum DaF-Unterricht in der beruflichen Bildung dargelegt, inklusive der spezifischen Herausforderungen für Lehrkräfte und Lernende.
4. Empirische Studie: Dieses Kapitel umfasst die methodische Beschreibung, Durchführung und Auswertung der Experteninterviews mit Lehrkräften zur aktuellen Unterrichtspraxis sowie der Diskussion der Ergebnisse.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Studie zusammen und diskutiert die Herausforderungen für Lehrkräfte unter Berücksichtigung der Forschungsfragen.
6. Ausblick: Der Ausblick formuliert basierend auf den Ergebnissen Empfehlungen für weiterführende Forschung und die zukünftige Gestaltung des DaF-Unterrichts.
Deutsch als Fremdsprache, DaF, DaZ, berufliche Bildung, Berufsschule, Inklusion, Integration, sprachliche Barrieren, Lehrkräfte, Fachsprache, Bildungssprache, Sprachförderung, Migration, Experteninterviews, Qualifizierung
Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten des Deutschunterrichts für Zuwanderer an berufsbildenden Schulen in Niedersachsen.
Schwerpunkte sind die Funktion von Sprache für die berufliche Integration, die Rolle der Lehrkräfte in sprachlich heterogenen Klassen und die organisatorischen Rahmenbedingungen des DaF-Unterrichts.
Ziel ist es, die subjektiven Erfahrungen und Einschätzungen von Lehrkräften zu explorieren, um Herausforderungen und Lösungsansätze für einen effektiven DaF-Unterricht im berufsbildenden Kontext zu identifizieren.
Es handelt sich um eine qualitative Interviewstudie, bei der leitfadengestützte Experteninterviews mit Lehrkräften durchgeführt und mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Aufarbeitung des Stands der Forschung sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse aus den Lehrerinterviews.
Zu den prägenden Schlüsselbegriffen zählen: Deutsch als Fremdsprache, berufliche Bildung, sprachliche Integration, heterogene Lerngruppen und berufsbezogene Sprachförderung.
Viele Lehrkräfte berichten, dass sie aufgrund von Zeitmangel überwiegend analoge Standardmaterialien verwenden und auf ihre Berufserfahrung sowie Intuition setzen, anstatt individuelle, differenzierte Curricula zu erstellen.
Digitale Medien wie Smartboards und Lern-Apps werden als sehr hilfreich zur Visualisierung von Vokabular und zur Steigerung der Motivation eingesetzt, erfordern jedoch eine entsprechende technische Ausstattung und Medienkompetenz.
Die Fachsprache wird für den beruflichen Erfolg und die Arbeitssicherheit als essenziell eingestuft, wobei im Unterricht oft ein Spagat zwischen lebensweltorientierter Bildungssprache und berufsbezogener Fachterminologie bewältigt werden muss.
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