Bachelorarbeit, 2009
50 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Leasing
2.1 Begriff des Leasings
2.2 Das Angebot der Leasinggesellschaften
2.3 Abgrenzung zur anderen Finanzierungsformen
2.4 Deutscher Leasingmarkt in Anbetracht der Wirtschaftskrise
3. Regulierung der Leasinggesellschaften
3.1 Warum bedarf es einer Regulierung?
3.2 Zeitpunkt der Einführung
3.3 Formale Anforderungen
3.3.1 Die neue Rechnungslegung und Prüfung
3.3.2 Anwendung von KWG auf leasingtypische Geschäftsvorfälle
3.4 Qualitative Anforderungen
3.4.1 Mindestanforderungen an das Risikomanagement
3.4.2 Interne Revision
3.5 Kosten der Regulierung
4. Zustandekommen der Leasingbeaufsichtigung
4.1 Situation vor der Unternehmenssteuerreform 2008
4.2 Änderungen durch die Unternehmenssteuerreform 2008
4.3 Einführung von KWG light
4.3.1 Ausschließlichkeitsgebot
4.3.2 Behandlung von Objektgesellschaften
5. Regulierung der Banken und Auswirkung der Gründe auf die Leasingbranche
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die ab 2009 neu eingeführten Regulierungsanforderungen an Leasinggesellschaften. Dabei liegt der Fokus auf der theoretischen Einordnung, den praktischen Umsetzungsschwierigkeiten und der Frage, inwiefern eine staatliche Aufsicht durch die BaFin für die spezifische Marktstruktur der Leasingbranche gerechtfertigt ist.
3.2 Zeitpunkt der Einführung
Durch die Einführung einer zusätzlichen Ausnahmeregelung, verankert im § 2, Abs. 7 KWG, werden Leasinggesellschaften der eingeschränkten Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und durch die Deutsche Bundesbank unterworfen. Diese und andere Änderungen im Kreditwesengesetz gelten seit dem 25. Dezember 2008 und führen zu weit reichenden Konsequenzen in der Leasingindustrie.
Die Leasinggesellschaften wurden von diesen Änderungen weitgehend unvorbereitet getroffen. Damit war eine schnelle Umsetzung aller Neuerungen praktisch unmöglich. In einer Stellungnahme des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 30. Januar 2009 heißt es daher: Zum Zweck einer schonenden Einführung der Aufsicht und einer so genannten Aufsicht auf Augenmaß, wird die Erstellung des Jahresabschlusses für das Jahr 2008 noch nach alten Regeln akzeptiert. Vor diesem Hintergrund hat das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) in einer Stellungnahme vom 16. Februar bekräftigt, dass Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2008 auch nach den bis zum Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes geltenden Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt werden dürfen. Für das Jahr 2009 dagegen müssen die neuen Regelungen angewandt werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Finanzsystems ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit zur Untersuchung der Regulierungsanforderungen für Leasinggesellschaften.
2. Leasing: Das Kapitel definiert den Leasingbegriff, erläutert die verschiedenen Vertragsformen (Operate-Leasing, Finanzierungsleasing) und analysiert die aktuelle Lage des Marktes in der Wirtschaftskrise.
3. Regulierung der Leasinggesellschaften: Hier werden die formale Aufsicht durch die BaFin, neue Rechnungslegungsvorschriften und qualitative Anforderungen an das Risikomanagement und die interne Revision detailliert dargestellt.
4. Zustandekommen der Leasingbeaufsichtigung: Dieses Kapitel beleuchtet den Einfluss der Unternehmenssteuerreform 2008 sowie die Einführung des „KWG light“ und die spezifische Handhabung von Objektgesellschaften.
5. Regulierung der Banken und Auswirkung der Gründe auf die Leasingbranche: Der Autor diskutiert hier kritisch, ob die für Banken entwickelten Regulierungsargumente (Gläubigerschutz, Bank Run) auf die risikoreduzierte Leasingbranche übertragbar sind.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die Regulierung für die Leasingbranche einen erheblichen administrativen Aufwand bedeutet, der die Branche vor große Herausforderungen stellt.
Leasing, Finanzierungsleasing, Regulierung, BaFin, KWG, Risikomanagement, MaRisk, Unternehmenssteuerreform, Wirtschaftskrise, Rechnungslegung, Interne Revision, Bankenregulierung, Objektgesellschaft, Gläubigerschutz, Leasinggesellschaft
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der neuen regulatorischen Anforderungen auf deutsche Leasinggesellschaften seit dem Jahr 2009.
Zentrale Themen sind die Leasingfinanzierung, die Integration der Leasingbranche in das Kreditwesengesetz (KWG), steuerrechtliche Änderungen und die Anforderungen an das Risikomanagement.
Die Arbeit untersucht, ob die Regulierungsanforderungen für Leasinggesellschaften sinnvoll sind und wie die Branche diese unter Berücksichtigung ihrer Besonderheiten umsetzen kann.
Der Autor führt eine theoretische Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen durch und vergleicht diese mit der praktischen Situation sowie den wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Leasingunternehmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Leasinggrundlagen, die spezifischen Anforderungen des KWG und der BaFin sowie eine kritische Hinterfragung der Aufsichtsgründe.
Die wichtigsten Begriffe sind Leasing, Regulierung, KWG, BaFin, Risikomanagement, Unternehmenssteuerreform und Finanzdienstleistungsaufsicht.
Die Leasingunternehmen wurden durch die kurzfristigen Änderungen unvorbereitet getroffen, was eine schnelle Umsetzung der neuen Rechnungslegungs- und Organisationspflichten praktisch unmöglich machte.
Die Reform führte zu steuerlichen Belastungen durch eine pauschale Hinzurechnung von Finanzierungsanteilen bei der Gewerbesteuer, was Leasing im Vergleich zu anderen Finanzierungsformen teurer machte.
Der Autor hinterfragt dies kritisch und argumentiert, dass die wesentlichen Gründe für die Bankenregulierung, wie die Gefahr eines Bank Runs, auf die Leasingbranche kaum zutreffen.
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