Magisterarbeit, 2010
146 Seiten, Note: 2,0
ÜBERBLICK
VORWORT
TEIL I:
1. EINLEITUNG: GEOGRAPHISCHE , GESELLSCHAFTLICHE UND LINGUISTISCHE EINTEILUNG DES RUHRGEBIETES
1.A GEOGRAPHISCHE EINTEILUNG DES SPRACHRAUMES RUHRGEBIET:
1.B SOZIALE UND GESELLSCHAFTLICHE EINORDNUNG DES RUHRDEUTSCHEN:
1.C ENTWICKLUNG DER SPRACHE DES RUHRGEBIETES:
1D WARUM DIE SPRACHE DER RUHR NOCH KEINER EINSTIMMIGEN DEFINITION UNTERLIEGT
2. DIE SUCHE NACH EINER PASSENDEN BEZEICHNUNG FÜR DIE RUHRVARIETÄT
3. EXKURS:
3.A DEFINITION STANDARDSPRACHE:
3.B DEFINITION UMGANGSSPRACHE:
3.C DEFINITION DIALEKT:
3.D DEFINITION REGIOLEKT:
3.E DEFINITION SUBSTANDARD:
4. REGIONALE VARIETÄT DES RUHRGEBIETES – WAS IST EIGENTLICH RUHRDEUTSCH? REGIONALE UMGANGSSPRACHE, DIALEKT, REGIOLEKT ODER SUBSTANDARD?
4.A UM WELCHEN SPRACHTYP HANDELT ES SICH BEIM RUHRDEUTSCHEN?
4.B DAS RUHRDEUTSCHE LÄSST SICH ALS UMGANGSSPRACHE DER REGION RUHR EINORDNEN
4.C DAS RUHRDEUTSCHE IST EIN SUBSTANDARD
5. DIE EINORDNUNG DES RUHRDEUTSCHEN: LINGUISTISCHE CHARAKTERISTIKA
5.A DIE STUDIE VON AREND MIHM: MERKMALE DER RUHRSPRACHE, DIE AUCH IN ANDEREN REGIONEN DEUTSCHLANDS AUFTAUCHEN, SOWIE RUHRGEBIETSSPEZIFISCHE MERKMALE
5.B KURZBESCHREIBUNG AUF ALLEN RELEVANTEN SYSTEMLINGUISTISCHEN EBENEN:
5.b.1 Besondere Merkmale in der Lexik
5.b.2 Besondere Merkmale in der Morphologie
5.b.3 Besondere Merkmale in der Phonetik
5.b.4 Besondere Merkmale in der Syntax
5.C EINFLÜSSE ANDERER SPRACHEN (KONTAKTSITUATION)
5.c.1 Einflüsse aus dem Niederdeutschen nach Studien von Arend Mihm
5.c.2 Lexikalische Einflüsse aus dem Polnischen:
5.c.3 Einflüsse auf die Lexik und Morpholgie aus dem Jiddischen
5.c.4 Einflüsse aus den Migrantensprachen und der Jugendsprache:
Teil II
1. DAS RUHRGEBIETSDEUTSCH
EINE FELDFORSCHUNG
1.1 ZUR DATENERHEBUNG
1.1 a Vorbereitung
1.2 DIE EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
1.2 a Der standardisierte Fragebogen
1.2.b Beschreibung der Aufgaben:
1.3 ERGEBNISSICHERUNG DER BEFRAGUNG: TABELLE
2. ANALYSE DER SÄTZE UND VERGLEICH AUSGEWÄHLTER LINGUISTISCHER MERKMALE DES RUHRDEUTSCHEN MIT DEM STANDARDDEUTSCHEN UND DEM NIEDERDEUTSCHEN
3. FAZIT
Ziel der Arbeit ist es, die regionale Varietät des Ruhrgebiets linguistisch einzuordnen und zu analysieren, wobei insbesondere geklärt werden soll, ob es sich um einen Dialekt, eine Umgangssprache oder einen Substandard handelt. Durch eine empirische Feldforschung mittels standardisierter Fragebögen wird untersucht, welche sprachlichen Merkmale bei der heutigen Generation präsent sind und wie sich die Sprache im Kontakt zwischen Niederdeutsch und Standarddeutsch entwickelt hat.
5.b.1 Besondere Merkmale in der Lexik
Der Wortschatz des Ruhrgebietes ist sehr umfangreich, in den verschiedenen Städten gibt es diverse Unterschiede im Wortgebrauch.
Es treten einige Termini auf, die spezifisch für diese Region sind, und die aus dem Niederdeutschen herzuleiten sind:
Das Verb babbeln, von dem es unterschiedliche Varianten gibt, wie brabbeln, sabbeln, sabbern, kommt ursprünglich aus dem Lateinischen (babelare) was schließlich als die niederdeutsche Variante von reden, sich unterhalten übernommen wurde. Dementsprechend wird der Mund im Ruhrdeutschen als Babbel oder Sabbel bezeichnet (Paulun, 1974,S.10).
1. EINLEITUNG: GEOGRAPHISCHE , GESELLSCHAFTLICHE UND LINGUISTISCHE EINTEILUNG DES RUHRGEBIETES: In diesem Kapitel wird der geographische Raum des Ruhrgebiets definiert und eine erste soziolinguistische sowie historische Einordnung der dort gesprochenen Sprache vorgenommen.
2. DIE SUCHE NACH EINER PASSENDEN BEZEICHNUNG FÜR DIE RUHRVARIETÄT: Hier wird thematisiert, warum die Identifizierung der Ruhrgebietsvarietät mit Schwierigkeiten verbunden ist und welche verschiedenen Bezeichnungen in der Forschung diskutiert werden.
3. EXKURS: Dieser Abschnitt liefert die theoretischen Definitionen für die zentralen Begriffe wie Standardsprache, Umgangssprache, Dialekt, Regiolekt und Substandard, um eine Grundlage für die Einordnung des Ruhrdeutschen zu schaffen.
4. REGIONALE VARIETÄT DES RUHRGEBIETES – WAS IST EIGENTLICH RUHRDEUTSCH? REGIONALE UMGANGSSPRACHE, DIALEKT, REGIOLEKT ODER SUBSTANDARD?: In diesem Hauptkapitel wird unter Rückgriff auf die Definitionen argumentiert, dass das Ruhrdeutsche als Substandard zu klassifizieren ist, da es ein untergeordnetes System der Standardsprache darstellt.
5. DIE EINORDNUNG DES RUHRDEUTSCHEN: LINGUISTISCHE CHARAKTERISTIKA: Das Kapitel widmet sich der detaillierten Analyse linguistischer Merkmale auf den Ebenen der Lexik, Morphologie, Phonetik und Syntax sowie der Untersuchung von Fremdsprach- und Kontakteinflüssen.
1. DAS RUHRGEBIETSDEUTSCH / EINE FELDFORSCHUNG: Hier wird der methodische Ansatz der empirischen Untersuchung erläutert, inklusive der Beschreibung der Zielgruppe und der Konzeption des standardisierten Fragebogens.
2. ANALYSE DER SÄTZE UND VERGLEICH AUSGEWÄHLTER LINGUISTISCHER MERKMALE DES RUHRDEUTSCHEN MIT DEM STANDARDDEUTSCHEN UND DEM NIEDERDEUTSCHEN: In diesem Teil werden die Ergebnisse der Befragung ausgewertet und die im Fragebogen gewonnenen Daten hinsichtlich ihrer linguistischen Eigenheiten interpretiert.
3. FAZIT: Das Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und bestätigt die These, dass das Ruhrdeutsche ein eigenständiges System basierend auf niederdeutschem Substrat ist, welches jedoch stark mit der Standardsprache interagiert.
Ruhrdeutsch, Sprachvarietät, Substandard, Niederdeutsch, Soziolinguistik, Ruhrgebiet, Sprachwandel, Dialekt, Umgangssprache, Morphologie, Syntax, Phonetik, Feldforschung, Sprachkontakt, Interferenz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Sprachvarietäten in Mitteldeutschland, mit besonderem Fokus auf das Ruhrdeutsche und dessen soziolinguistische Einordnung.
Zentrale Themen sind die historische Sprachentwicklung im Ruhrgebiet, die Abgrenzung zu anderen Sprachsystemen wie dem Niederdeutschen und Standarddeutschen sowie die linguistische Analyse verschiedener Sprachebenen.
Das primäre Ziel ist es, durch eine theoretische Analyse und eine empirische Feldforschung zu belegen, ob das Ruhrdeutsche als eigenständige Varietät – konkret als Substandard – innerhalb der deutschen Sprache definiert werden kann.
Die Autorin verwendet eine Kombination aus Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung und eine eigene empirische Feldforschung, die auf der Auswertung standardisierter Fragebögen von 60 Probanden basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Exkursion zur Begriffsbestimmung (Dialekt, Regiolekt, etc.) sowie eine detaillierte Analyse der linguistischen Merkmale (Lexik, Syntax, Phonetik) und eine praxisnahe Auswertung von Sprachdaten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ruhrdeutsch, Substandard, Soziolinguistik, Sprachkontakt und Sprachwandel charakterisiert.
Die Autorin untersucht, wie insbesondere polnische und masurische Einflüsse sowie moderne Einflüsse aus Migrantensprachen und der Jugendsprache (z. B. Anglizismen) den aktuellen Wortschatz und die Sprachverwendung im Ruhrgebiet prägen.
Das Niederdeutsche bildet das fundamentale Substrat, das die syntaktischen und morphologischen Besonderheiten des Ruhrdeutschen stark beeinflusst hat und somit maßgeblich zur Entwicklung dieser Varietät beitrug.
Die Feldforschung zeigt, dass das Ruhrdeutsche bevorzugt in informellen, vertrauten Situationen wie im Freundeskreis oder in der Familie verwendet wird, während in formellen Kontexten tendenziell das Standarddeutsch dominiert.
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