Masterarbeit, 2024
243 Seiten, Note: 1,3
1 Neue Führungssituation in der Corona Pandemie
1.1 Bedingungen in der Corona Pandemie
1.2 Wandel der Arbeitswelt zur New Work
1.3 Gestaltungselemente von New Work
2 Einführung in das Change Management
2.1 Bedeutung des Change Managements für die Unternehmenspraxis
2.2 Konzeption der Change Prozesse
2.2.1 Drei-Phasen-Modell nach Lewin
2.2.2 Acht-Stufen-Modell nach Kotter
3 Relevanz der Personalführung für Transformationen
3.1 Neues Verständnis von Personalführung
3.1.1 Evolution der Führungsrolle
3.1.2 Anforderungen an Führung in Transformationen
3.2 Vorstellung des Transformationalen Führungsstils
3.2.1 Entwicklung Transformationaler Führung
3.2.2 Prinzipien Transformationaler Führung
3.3 Rolle der Transformationalen Führung in Transformationen
3.3.1 Implikationen auf das Acht-Stufen-Modell
3.3.2 Implikationen auf die Psychodynamik von Transformationen
3.3.3 Transformationales Führen auf Distanz
4 Empirische Forschung zu Transformationen auf Distanz
4.1 Qualitative Leitfadeninterviews
4.1.1 Forschungsfrage und Zielsetzung
4.1.2 Forschungsmethodik
4.1.3 Forschungsdesign
4.2 Analyse der Forschungsergebnisse
4.2.1 Auswertung der Interviews
4.2.2 Analyse relevanter Kategorien
4.2.2 Darstellung grundlegender Ergebnisse
4.2.3 Darstellung der Ergebnisse im Bezug zur Forschungsfrage
4.3 Evaluation der Forschungsresultate
4.3.1 Darlegung der praktischen Relevanz der Forschung
4.3.2 Evaluation der Forschungsfrage
4.3.3 Grenzen der empirischen Forschungsarbeit
5 Deduktion abschließender Handlungsempfehlungen für Führungsverantwortliche
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der Modernisierung der Arbeitswelt, notwendigen Veränderungsprozessen in Organisationen und der Personalführung, mit einem besonderen Fokus darauf, wie Aspekte der transformationalen Führung das Change Management unter Bedingungen räumlicher Distanz befördern können.
3.3.3 Transformationales Führen auf Distanz
Abhängig von Positionen und Branchen hat es schon immer Arbeitsverhältnisse gegeben, die sich durch deutlich reduzierte persönliche Kontakte auszeichnen (vgl. Breisig 2020. S.189). Covid-19 hat allerdings allen Organisationen deutlich aufgezeigt, dass die neue Führungssituation auch neue Möglichkeiten und Risiken mit sich bringt (vgl. Geraminis/ von Ameln 2020, S.137). Eine erfolgreiche Führung in Unternehmen ist unter diesen Umständen ohne eine entsprechende digitale Transformation nicht länger umsetzbar (vgl. Lippold 2017, S.4f.).
Im Rahmen mobilen Arbeitens fallen die gewohnten Komponenten der zeitgleichen und ortsgleichen Zusammenarbeit in persönlicher Interaktion von Team und Führung weg und müssen entsprechend kompensiert werden (vgl. Breisig 2020, S.188). Die Interaktion zwischen Führenden und Geführten findet dabei über die digitalen Medien statt, wodurch eine Umstellung der Führungskonzepte notwendig wird (vgl. Lippold 2017, S.23). Eine Vielzahl von Studien belegt, dass Transformationales Führen herausragend für den Umgang mit räumlich distanzierten Mitarbeitern geeignet ist (vgl. Schmidt et al. 2020, S.217). Weitere Forschungen weisen außerdem die Eignung für die Zusammenarbeit in digitalen Teams nach (vgl. Antoni/ Syrek 2017, S.253).
Digitale Arbeitsmodelle verlangen ein entsprechendes technisches Verständnis und den schrittweisen Aufbau eines „digitalen Mindsets“ (König et al. 2023, S.44) der Führenden. Es entwickelt sich durch eine Bereitschaft, offen mit digitalen Neuerungen umzugehen, ein eigenes Verständnis für die Thematiken zu entwickeln und eigenes und fremdes digitales Handeln zu reflektieren (vgl. König et al. 2023, S.44). Neben der technischen Komponente der veränderten Arbeitsabläufe, müssen jedoch auch die sozialen Aspekte revolutioniert werden (vgl. Boos/ Hardwig 2023, S.2). Kommunikation erreicht einen neuen Stellenwert, da organisationale Entscheidungen und Vertrauensaufbau im besonderen Maße davon abhängen. Im wissenschaftlichen Diskurs wird allerdings die digitale Ausrichtung der Kommunikation kritisch hinsichtlich ihrer qualitativen Beschaffenheit bewertet (vgl. Breisig 2020, S.189; Goldbach 2023, S.42).
1 Neue Führungssituation in der Corona Pandemie: Dieses Kapitel erläutert die veränderten Rahmenbedingungen durch die Pandemie und den beschleunigten Wandel hin zu New Work.
2 Einführung in das Change Management: Hier werden die Grundlagen des Change Managements behandelt, einschließlich der Modelle nach Lewin und Kotter als theoretische Basis.
3 Relevanz der Personalführung für Transformationen: Dieses Kapitel diskutiert die Rolle der Personalführung und stellt den transformationalen Führungsstil sowie seine Anwendung in Veränderungsprozessen vor.
4 Empirische Forschung zu Transformationen auf Distanz: Hier werden die Methodik der qualitativen Leitfadeninterviews und die Analyse der Ergebnisse in Bezug auf die Forschungsfrage dargestellt.
5 Deduktion abschließender Handlungsempfehlungen für Führungsverantwortliche: Dieses Kapitel leitet aus den gewonnenen Erkenntnissen praxisorientierte Empfehlungen für Führungskräfte ab.
Change Management, Transformationale Führung, New Work, Homeoffice, Digitalisierung, Personalführung, Führung auf Distanz, Organisationswandel, Krisenmanagement, Mitarbeiterführung, Virtuelle Führung, Psychodynamik, remote Arbeit, digitale Transformation, Unternehmensführung.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie transformationale Führungskräfte Veränderungsprozesse (Change Management) in Zeiten räumlich distanzierter Zusammenarbeit begleiten und erfolgreich gestalten können.
Zentrale Themen sind der strukturelle Wandel der Arbeitswelt durch New Work, theoretische Ansätze des Change Managements sowie die Bedeutung der transformationalen Führung für die organisationspsychologische Begleitung dieses Wandels.
Ziel ist es zu ergründen, welchen Beitrag verschiedene Aspekte der transformationalen Führung zur Unterstützung von Change Management-Prozessen leisten, wenn die Zusammenarbeit örtlich dezentral erfolgt.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf Experteninterviews (qualitative Leitfadeninterviews) mit Führungskräften der R+V Versicherung basiert, deren Inhalte mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Abschnitte zu New Work, Change-Modellen und transformationaler Führung, gefolgt von dem empirischen Teil, der die erhobene Forschung zu Transformationsprozessen auf Distanz darstellt und auswertet.
Die Untersuchung wird durch Begriffe wie Change Management, Transformationale Führung, New Work, Homeoffice, Führung auf Distanz und Organisationswandel charakterisiert.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Unternehmenskultur als Bindeglied zwischen Mensch, Ort und Technik fungiert und damit eine Schlüsselrolle für den Erfolg von New Work-Implementierungen einnimmt.
Die empirische Analyse zeigt, dass eine rein digitale Realisierung der transformationalen Führung an Grenzen stößt und persönliche Interaktion, besonders in komplexen Veränderungsphasen, essentiell für Vertrauensaufbau und soziales Zusammengehörigkeitsgefühl bleibt.
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