Bachelorarbeit, 2013
36 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Inhalte und Ausrichtung des Krisenmanagements
2.1 Der Begriff ‚Krise’
2.2 Grundlagen und Hintergründe einer Krise
2.3 Definition und Inhalt des Krisenmanagements
2.4 Umsetzung des Krisenmanagements in Unternehmen
3 Krisenmanagement in Fußball-Unternehmen
3.1 Die Vermarktung des Fußballs
3.1.1 Vermarktungsmöglichkeiten und Abhängigkeiten
3.1.2 Entwicklung der Unternehmensstrukturen
3.2 Einflüsse auf Krisen in Fußball-Unternehmen
3.2.1 Sportliche Aspekte
3.2.1.1 Unvorhersehbarkeit des sportlichen Wettkampfes
3.2.1.2 Ligacharakter und Wettkampfsituation
3.2.1.3 Finanzielle Aspekte
3.2.2 Risiken des Humankapitals
3.2.3 Unsicherheit in der unternehmerischen Planung
3.3 Krisenstrategien und Krisenmanagement in Fußball-Unternehmen
3.3.1 Anforderungen an ein aktives Krisenmanagement
3.3.1.1 Antizipation und Management möglicher Risiken
3.3.1.2 Risiken und Risikostrategien
3.3.1.3 Frühwarnsystem und Krisenplan
3.3.2 Anforderungen an ein reaktives Krisenmanagement
3.3.2.1 Inhalte eines reaktiven Krisenmanagements
3.3.2.2 Inhalte einer erfolgreichen Krisenkommunikation
3.3.2.3 Krisenkommunikation als offensive PR-Strategie
3.4 Krisenmanagement in Fußball-Unternehmen und anderen Unternehmen – ein Vergleich
4 Fazit
Die Arbeit untersucht, wie Fußball-Unternehmen durch professionelles Krisenmanagement präventiv und reaktiv auf krisenhafte Situationen reagieren können, die insbesondere aus der Unwägbarkeit des sportlichen Erfolgs und der hohen Abhängigkeit vom Humankapital resultieren.
3.2.2 Risiken des Humankapitals
Fußballunternehmen sind im Gegensatz zu anderen Unternehmen mit speziellen Risikofaktoren konfrontiert, die sich aufgrund der für den Erfolg von Fußballunternehmen relevanten ressourcenorientierten Ausrichtung des unternehmerischen Handelns ergeben und einen entscheidenden Einfluss auf die Entstehung einer Krise haben. Fußballunternehmen tätigen dabei eine „riskante Investition in spezifisches Humankapital“.55 Dieses für den Erfolg von Fußballvereinen entscheidende Humankapital kann dabei in Anlehnung an Caspers definiert werden als ein umfassendes Zusammenspiel der Vielfalt der für die Beeinflussung des sportlichen Wettbewerbs entscheidenden Fähigkeiten Erfahrungen und Kenntnisse der Spieler, aber auch ihre Möglichkeiten von Wissen, Können und Kreativität.56
Diese stark auf Leistung und Erfolg einer einzelnen Person bezogenen Faktoren sind einerseits eine Chance, können aber im Vergleich zu unternehmerischen Tätigkeiten in anderen Bereichen als ein außerordentlich großes Risiko eingestuft werden. Krisenhaft kann sich auswirken, dass sich der Einkauf eines Spielers auch als Fehleinkauf herausstellen kann oder der Spieler verletzt wird.57 Fußballvereine sind dabei gezwungen, stärker in Humankapital zu investieren als Unternehmen anderer Bereiche. Die elementare Bedeutung des Humankapitals führt zu der Problematik, dass überdurchschnittlich viel in das Spielerpotenzial, z.B. im Rahmen von Neuverpflichtungen, investiert wird. Verbunden damit ist eine sich aus der erwarteten Leistung des Spielers ergebende Rendite, wobei vielfach sogar nicht nur tatsächliche, sondern erwartete Einnahmen wieder in das Humankapital transferiert werden.58
Ein krisenauslösender Faktor ist auch durch die sich bei der Ausübung ihres Berufs ergebenden Verletzungsgefahr der Spieler. Das Risiko, durch eine Verletzung von Spielern, einen erheblichen Nachteil kompensieren zu müssen, ist dabei wesentlich größer als z.B. bei einem Unternehmen, dessen Mitarbeiter in einem Büro oder im Außendienst arbeiten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung von Fußballvereinen ein und begründet die Notwendigkeit, Managementinstrumente wie das Krisenmanagement angesichts der sportlich und ökonomisch bedingten Krisenanfälligkeit dieser Branche wissenschaftlich zu fundieren.
2 Inhalte und Ausrichtung des Krisenmanagements: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen des Krisenbegriffs, die Ursachen von Unternehmenskrisen sowie die Abgrenzung zwischen aktivem und reaktivem Krisenmanagement als Instrumente der Unternehmensführung dargelegt.
3 Krisenmanagement in Fußball-Unternehmen: Das Kapitel erläutert die spezifischen Risikofaktoren im Profifußball – besonders Vermarktung, Humankapital und unsichere Saisonplanung – und leitet daraus konkrete Anforderungen für ein aktives und reaktives Krisenmanagement inklusive Krisenkommunikation ab.
4 Fazit: Das Fazit resümiert die enge Wechselwirkung zwischen sportlichem und wirtschaftlichem Erfolg und betont, dass systematisches Krisenmanagement ein essenzieller Erfolgsfaktor ist, um Risiken frühzeitig zu identifizieren und die Zukunftsfähigkeit des Fußballunternehmens zu sichern.
Krisenmanagement, Fußball-Unternehmen, Humankapital, sportlicher Erfolg, Risikomanagement, Krisenkommunikation, Bundesliga, Saisonplanung, Prävention, reaktives Krisenmanagement, Vermarktung, strategische Planung, Unternehmensführung, Unsicherheit.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des Managementinstruments „Krisenmanagement“ auf die spezifischen Bedingungen und Strukturen von Fußball-Unternehmen.
Die zentralen Felder umfassen die Identifikation sportiver und ökonomischer Krisenursachen, die Gestaltung proaktiver Risikomanagement-Strategien sowie die professionelle Krisenkommunikation.
Das Ziel ist es, Anforderungen an ein Krisenmanagement zu formulieren, das den besonderen, durch Unwägbarkeiten geprägten Rahmenbedingungen von Fußballvereinen gerecht wird.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Herleitung unter Einbeziehung bestehender betriebswirtschaftlicher Modelle zum Krisenmanagements, welche auf die Profifußball-Branche übertragen und kritisch analysiert werden.
Der Hauptteil analysiert, wie Fußball-Clubs durch die Identifikation von Risiken (sportlich, finanziell, strukturell) Krisen antizipieren und wie sie im Krisenfall durch offensive PR- und Kommunikationsstrategien reagieren können.
Krisenmanagement, Fußball-Unternehmen, Humankapital, sportlicher Erfolg, Risikomanagement und Krisenkommunikation bilden den Kern der Untersuchung.
In Industrieunternehmen wird Risiko primär als Beeinträchtigung der Wertschöpfung gesehen; im Fußball ist es untrennbar mit dem unvorhersehbaren sportlichen Ausgang und der hohen, riskanten Investition in menschliches Kapital verknüpft.
Da Fußball-Clubs im Fokus einer medienwirksamen Öffentlichkeit stehen und der wirtschaftliche Erfolg stark von Fan-Wahrnehmung und Image abhängt, kann eine fehlerhafte Kommunikation schnell den ökonomischen Erfolg gefährden.
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