Bachelorarbeit, 2019
41 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Geschichtlicher Hintergrund
1.2 Forschungsstand, Fragestellung und weiteres Vorgehen
2. Die Urkunde für Ordulf von Sachsen
2.1 Lateinischer Urkundentext
2.2 Übersetzung der Urkunde
2.3 Zusammenfassung und kurze inhaltliche Auseinandersetzung
2.4 Formale Aspekte der Urkunde
3. Die Intervenienten in der Urkunde für Ordulf
3.1 Anno von Köln
3.2 Adalbert von Hamburg-Bremen
4. Ordulf von Sachsen aus dem Geschlecht der Billunger
5. Ratzeburg
6. Der Limes Saxoniae
7. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Urkunde Heinrichs IV. für Herzog Ordulf von Sachsen aus dem Jahr 1062. Das primäre Ziel ist es, die Beweggründe der Intervenienten Anno von Köln und Adalbert von Hamburg-Bremen sowie die Umstände der ausbleibenden Ausfertigung bzw. Übergabe des Diploms zu analysieren und in den politisch instabilen Kontext nach dem Staatsstreich von Kaiserswerth einzuordnen.
Die Intervenienten in der Urkunde für Ordulf
Die Urkunde für Ordulf von Sachsen wurde vermutlich kurz nach dem Staatsstreich von Kaiserswerth durch Anno von Köln und Adalbert von Hamburg-Bremen interveniert. Um verstehen zu können, warum sich der Kölner Erzbischof um den Billunger bemühte, ist es notwendig, sich ein Bild von Annos Charakter und seinem Lebensweg zu machen.
Anno wird in den Quellen sehr unterschiedlich dargestellt. Nach Coué zeichnen fünf Überlieferungen ein eher kritisches Bild. Demgegenüber stehen weniger ablehnende und glorifizierende Quellen, die naheliegender Weise ein ausnahmslos positives Porträt entwerfen.
Anno war der Sohn eines einfachen, freien schwäbischen Ritters – von Steußlingen/ Stuzlinge – und daher von Geburt her, wie Lampert von Hersfeld schreibt: „erat quippe loco mediocri natus“.
1. Einleitung: Beschreibt den historischen Kontext der salischen Herrschaft nach dem Tod Heinrichs III. und skizziert Forschungsstand sowie Zielsetzung der Arbeit.
2. Die Urkunde für Ordulf von Sachsen: Bietet eine textnahe Übersetzung, formale Analyse des Diploms und eine erste inhaltliche Einordnung der Schenkung.
3. Die Intervenienten in der Urkunde für Ordulf: Analysiert detailliert die Lebenswege, politischen Ziele und Motive der beteiligten Erzbischöfe Anno von Köln und Adalbert von Hamburg-Bremen.
4. Ordulf von Sachsen aus dem Geschlecht der Billunger: Beleuchtet die Stellung, das Netzwerk und die Besitzverhältnisse der Billunger sowie das ambivalente Verhältnis von Ordulf zur Krone.
5. Ratzeburg: Betrachtet die strategische Bedeutung Ratzeburgs und die Unwägbarkeiten bezüglich des tatsächlichen Besitzes zum Zeitpunkt der Schenkung.
6. Der Limes Saxoniae: Diskutiert die unterschiedlichen Forschungsmeinungen zum Limes Saxoniae und seine Funktion als Interaktionszone oder Grenzlinie.
7. Fazit: Führt die Analyseergebnisse zusammen und bewertet die diplomatische sowie machtpolitische Verknüpfung der Beteiligten im Kontext der Ereignisse von 1062.
Heinrich IV., Ordulf von Sachsen, Anno von Köln, Adalbert von Hamburg-Bremen, Kaiserswerth, Billunger, Ratzeburg, Limes Saxoniae, Urkunde 1062, Salier, Mittelalter, Diplom, Schenkung, Machtpolitik, Grenzraum.
Die Arbeit analysiert die historische Bedeutung und die Umstände einer Urkunde Heinrichs IV. für Herzog Ordulf von Sachsen aus dem Jahr 1062.
Im Fokus stehen die Rolle der Intervenienten, der Machtkampf nach dem Staatsstreich von Kaiserswerth, die Besitzpolitik der Billunger und die Bedeutung strategischer Grenzorte.
Es wird untersucht, warum die Intervention der Erzbischöfe Anno von Köln und Adalbert von Hamburg-Bremen zustande kam und warum die Schenkung trotz Rechtskraft vermutlich nicht übergeben wurde.
Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse des Urkundentextes und einer historischen Einordnung anhand der gängigen Forschungsliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in eine diplomatische Analyse der Urkunde, Biografien der Beteiligten sowie eine Untersuchung der geografischen und machtpolitischen Bedeutung von Ratzeburg und dem Limes Saxoniae.
Die wichtigsten Schlagworte sind Salier, Kaiserswerth, Billunger, Anno von Köln, Adalbert von Hamburg-Bremen sowie Ratzeburg als umstrittener Grenzpunkt.
Da die Kaiserin nach ihrer Schleiernahme vermutlich einen weitgehenden Rückzug aus der aktiven Reichspolitik vollzog, wird ihre Rolle als für das Thema zweitrangig eingestuft.
Die Autorin sieht einen unmittelbaren Zusammenhang: Die Akteure suchten nach dem Herrschaftsumbruch nach neuen Bündnispartnern, was die ungewöhnliche Konstellation der Intervention erklärt.
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