Hausarbeit, 2024
26 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Untersuchung der Forschungsfrage
2.1 Theoretisches Konstrukt
2.1.1 Begriffsdefinition des Populismus
2.2 Die Freien Wähler in Bayern
2.2.1 Die Partei Freie Wähler
2.2.2 Das Auftreten von Huber Aiwanger als Vorsitzender der Partei
3. Conclusio
4. Quellen- und Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Partei Freie Wähler in Bayern, insbesondere unter dem Vorsitz von Hubert Aiwanger, Merkmale des Populismus aufweist. Ziel ist es, durch die Analyse konkreter Aussagen und politischer Auftritte vor dem theoretischen Hintergrund der Populismusforschung zu einer fundierten Bewertung des Vorwurfs des Populismus gegenüber der Partei zu gelangen.
2.1.1 Begriffsdefinition des Populismus
Wie eingangs bereits erwähnt soll unter diesem Gliederungspunkt eine Erläuterung des Begriffs Populismus erfolgen. Eben jene soll dabei für die vorliegende Arbeit als zentral angesehene Ansätze illustrieren, welche in die spätere Analyse einbezogen werden. Müller (2016b: 187) konstatiert dabei grundlegend „Populismus ist kein Anliegen klar identifizierbarer Schichten (oder Klassen), keine Gefühlssache; und ob etwas populistisch ist, lässt sich auch nicht an der Qualität von policy-Angeboten messen“. Vielmehr ist Populismus als konkrete Politikvorstellung zu verstehen, gemäß der einem moralisch reinen und homogenen Volk eine korrupte und in weiten Teilen parasitäre Elite gegenüber steht (vgl. ebd.). Mudde (2004: 543) merkt dabei an, er sehe Populismus „[…] as an ideology that considers society to be ultimately separated into two homogeneous and antagonistic groups, ‘the pure people’ versus ‘the corrupt elite’, and which argues that politics should be an expression of the volonté générale (general will) of the people”.
Unter der Elite ist eine Anti-Diese zum normalen Volk zu verstehen (vgl. Mudde 2017: 33). Somit liegt eine “thin-centred-ideology“ (Mudde 2004: 544) vor, welche eine Verknüpfung mit anderen Ideologien wie dem Nationalismus oder Sozialismus erlaubt (vgl. Skenderovic 2017: 50-53). Gerade der Rechtspopulismus geht dabei von einem „dualen Schließungsprozess“ (Priester 2012: 94) aus. Dabei gehen sogenannte Eliten eine Partnerschaft mit vermeintlich parasitären Unterschichten ein, welche ebenfalls nicht als Teil der Bevölkerung angesehen werden. Dies ist dabei nur ein notwendiges, kein hinreichendes Kriterium für populistische Rhetorik. Vielmehr wird der Anspruch der Populisten, dass allein sie das wahre Volk bzw. dessen Meinung vertreten, gefordert (vgl. ebd.: 188).
1. Einleitung: Die Einleitung stellt den Gegenstand sowie die Forschungsfrage der Arbeit vor, motiviert durch die öffentliche Debatte um Äußerungen von Hubert Aiwanger und den Populismusvorwurf gegen die Freien Wähler.
2. Untersuchung der Forschungsfrage: Dieses Kapitel erläutert das theoretische Konstrukt des Populismus und analysiert die Partei Freie Wähler sowie das Auftreten ihres Vorsitzenden Hubert Aiwanger vor diesem Hintergrund.
3. Conclusio: Die Conclusio fasst die zentralen Forschungsergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und liefert einen Ausblick auf weitere Forschungsdesiderate.
4. Quellen- und Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der zugrunde gelegten wissenschaftlichen Fachliteratur, Redemanuskripte und Internetquellen.
Populismus, Freie Wähler, Hubert Aiwanger, Rechtspopulismus, Parteienforschung, Bayern, Politische Kommunikation, Elitenkritik, Repräsentationskrise, Parteien, Wahlkampf, Ideologie, Demokratie, Politische Rhetorik, Sachfragenideologie
Die Arbeit analysiert kritisch, ob und inwieweit die Freien Wähler in Bayern und ihr Vorsitzender Hubert Aiwanger Merkmale aufweisen, die politikwissenschaftlich als populistisch klassifiziert werden.
Die zentralen Felder umfassen die Definition des Populismus, die Entstehungsgeschichte und Struktur der Freien Wähler sowie die Analyse der rhetorischen Strategien von Hubert Aiwanger in zentralen Reden.
Das primäre Ziel ist es, den Vorwurf des Populismus gegen Hubert Aiwanger und die Freien Wähler durch die Anwendung theoretischer Begriffsdefinitionen zu prüfen und wissenschaftlich einzuordnen.
Die Studie nutzt ein qualitatives historisch-hermeneutisches Vorgehen im Rahmen einer Einzelfallstudie, um Äußerungen und Handlungen des Parteivorsitzenden zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Populismusbegriffs sowie eine detaillierte Analyse der Parteistruktur, der Programmatik und der konkreten Rhetorik Hubert Aiwangers anhand von Redeausschnitten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Populismus, Freie Wähler, Politische Kommunikation, Elitenkritik und Politische Rhetorik geprägt.
Die Freien Wähler positionieren sich oft als "Anwalt der Kommunen" und nutzen eine Rhetorik, die sich von den klassischen Parteien abgrenzt, indem sie eine "ideologiefreie" Sachpolitik einfordern, während sie gleichzeitig die etablierten Akteure scharf kritisieren.
Hubert Aiwanger fungiert als zentrale Führungsfigur der Freien Wähler. Seine Rhetorik, die häufig Elemente der Elitenfeindlichkeit enthält und den Anspruch erhebt, der einzige Vertreter des "normalen Volkes" zu sein, ist essenziell für die populistisch geprägte Wahrnehmung der Partei.
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