Doktorarbeit / Dissertation, 2003
101 Seiten
I. Einleitung
1.1 Silikonimplantate
1.1.1 Aufbau der Brustimplantate
1.1.2 Implantationsmöglichkeiten und deren Operationsweisen
1.1.3 Chemie der Polysiloxane
1.1.4 Komplikationen und "Nebenwirkungen" der Implantate
1.1.4.1 Verschiedene Oberflächenbeschichtungen der Brustimplantate
1.1.4.2 Implantatrupturen
1.1.4.3 Oberflächenbeschaffenheit und lokale Komplikationen
1.1.4.4 Systemische Komplikation oder assoziierte Erkrankungen
1.1.5 Verteilung von Silikon in vivo
1.1.6 Wirkung von Silikon in vivo
1.1.7 Hydrogelimplantate
1.1.7.1 Chemie der Hydrogele
1.1.7.2 Komplikationen der Hydrogelimplantate
1.1.8 Kochsalzprothesen
1.1.8.1 Kochsalzprothesen und deren Verwendungsmöglichkeiten
1.1.8.2 Kapselkontrakturen von Kochsalzimplantaten
1.1.8.3 Deflationen
1.1.8.4 Implantationszeiten
1.1.8.5 Komplikationen
1.1.9 Brustimplantate bei Tumorpatientinnen und Einfluss der Therapie
1.1.10 Brustimplantate und medizinische Untersuchungen
II. Fragestellungen
III. Material und Methode
3.1 Grundlagen der Nachweisverfahren
3.2 Erstellen eines histologischen Schnittpräparates
3.3 AIF-1 (Allograft inflammatory Factor - 1)
3.4 Immunhistochemie
3.4.1 Antigen- und Antikörper
3.4.2 Die immunhistochemische indirekte Methode der AIF-1 Antigen-Anfärbung
3.5 Tierkollektiv
3.5.1 Akklimatisierung der Tiere und Tierhaltung
3.6 Verwendetes Material und deren Eigenschaften
3.6.1 Bau der Modellimplantate
3.7 Op-Vorbereitung und Planung
3.7.1 Operation und Post-Op-Nachsorge
3.8 Tierhaltung und Tötung der Tiere
3.9 Sektion der Tiere und Verarbeitung der Organe
3.9.1 Entnahme der Organe
3.10 Materialien und Ansätze
IV. Datenanalyse
4.1 Statistische Auswertung
4.2 Auswertungsparameter
4.3 Auswertung der immunhistochemischen Evaluation der Prothesenkapseln
4.4 Auswertekriterien der Lebergranulome
V. Ergebnisse
5.1 Tierkollektiv
5.2 Histologische Ergebnisse
5.2.1 Makroskopische Prothesenveränderungen
5.2.2 Prothesenkapsel und Komplikationen
5.2.3 Axilläre und poplitäre Lymphknotenveränderungen
5.2.4 Milzveränderungen
5.2.5 Lungenveränderungen
5.2.6 Leberveränderungen und Granulombildung
5.2.6.1 Histologische Charakterisierungen
5.2.6.2 Ergebnisse der positiv angefärbten Makrophagen in den Lebergranulomen
5.2.7 Gewichtsveränderungen im Zusammenhang mit Brustimplantaten
5.2.8 Ergebnisdarstellung der organisch-pathologischen Veränderungen bei Tieren ohne Wunddehiszenz
VI. Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht in einem Tiermodell den Einfluss von verschiedenen Füllmaterialien (Silikon, kohäsives Silikon, Hydrogel, Kochsalz) in Brustimplantaten auf die lokale Kapselbildung sowie auf systemische organische Veränderungen. Zentrales Ziel ist es, die entzündliche Reaktion des Körpers auf diese Materialien zu charakterisieren und die Korrelation zwischen Komplikationen, Kapseldicke und dem Entzündungsmarker AIF-1 (Allograft inflammatory Factor-1) zu analysieren.
1.1.1 Aufbau der Brustimplantate
Gewöhnlich bestehen Silikonbrustimplantate aus einer Silikonelastomeraussenhülle, deren Dicke 200-300 µm beträgt. Bei dem Füllmaterial handelt es sich um Silikongel, einem leicht vernetzten Copolymer aus Polydimethylsiloxan (PDMS) und Polyvinylsiloxan. Brustimplantate variieren in Bezug auf das Volumen normalerweise zwischen 70 und 250 ccm. Bei Bedarf können sie aber auch erheblich größer sein. Bei manchen Brustprothesen ist die Silikonaußenhülle zusätzlich mit Polyurethan beschichtet, um das Risiko einer Kapselfibrosebildung zu reduzieren [22]. Neben einlumigen Prothesen finden zusätzlich auch bilumige Brustimplantate Verwendung, die aus einer inneren mit Silikongel gefüllten großen Kammer und einer mit Kochsalz gefüllten äußeren Kammer bestehen. Sie werden als Doppellumenprothesen bezeichnet.
I. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entwicklung und Verwendung von Brustimplantaten, diskutiert die Chemie der verwendeten Materialien und beleuchtet bestehende Kontroversen sowie bekannte lokale und systemische Komplikationen.
II. Fragestellungen: Hier werden die wissenschaftlichen Ziele der Studie formuliert, insbesondere die Untersuchung des Einflusses von Füllmaterialien und Komplikationen auf die Kapseldicke und organische Veränderungen im Tiermodell.
III. Material und Methode: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen, einschließlich der Herstellung der Modellimplantate, der histologischen Präparation und der immunhistochemischen Verfahren zur Detektion des Markers AIF-1.
IV. Datenanalyse: Hier wird das statistische Vorgehen beschrieben, um die gewonnenen klinischen und histologischen Daten mittels SPSS, ANOVA und Korrelationsanalysen wissenschaftlich auszuwerten.
V. Ergebnisse: Dieses umfangreiche Kapitel präsentiert die Befunde zur Kapselbildung, Entzündungsreaktion, Lebergranulombildung und Lymphknotenveränderungen in Abhängigkeit von Material, Implantationszeit und Komplikationen wie Wunddehiszenz.
VI. Diskussion: Der letzte Abschnitt fasst die Erkenntnisse zusammen, interpretiert die Korrelation zwischen Materialeigenschaften, Kapselbildung und Entzündungsprozessen und ordnet die Ergebnisse in den wissenschaftlichen Kontext ein.
Brustimplantate, Silikongel, Hydrogel, Kochsalzimplantate, Kapselbildung, Kapselfibrose, AIF-1, Immunhistochemie, Rattenmodell, Wunddehiszenz, Entzündungsreaktion, Makrophagen, Lebergranulome, Biokompatibilität, Silikonose
Die Arbeit untersucht den Einfluss verschiedener Füllmaterialien von Brustimplantaten auf die Gewebeverträglichkeit und die Kapselbildung bei Ratten.
Die zentralen Themen sind Brustimplantat-Materialien (Silikon, Hydrogel, Kochsalz), histopathologische Gewebereaktionen, Kapselfibrose und systemische Entzündungsparameter.
Ziel ist es, die Auswirkungen von Implantat-Komplikationen auf die Kapseldicke zu evaluieren und die Entzündungsreaktionen mittels molekularer Marker besser zu verstehen.
Es wurde ein Tiermodell mit Ratten verwendet, deren Gewebe anschließend histologisch und immunhistochemisch (insbesondere auf AIF-1) untersucht wurde.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Kapselveränderungen, Entzündungsgrade sowie Veränderungen in Organen wie Leber und Lymphknoten über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten.
Die wichtigsten Begriffe sind Brustimplantate, Kapselbildung, AIF-1, Biokompatibilität, Entzündungsreaktion und Tiermodell.
AIF-1 dient als spezifischer Marker für aktivierte Makrophagen, die in chronisch entzündlich verändertem Gewebe um Implantate eine wichtige Rolle bei der Kapselbildung spielen.
Die Studie zeigt eine starke Korrelation zwischen Wunddehiszenzen und einer erhöhten Kapseldicke sowie einer gesteigerten Entzündungsaktivität.
Hydrogelimplantate zeigten in der Studie die stärkste Entzündungsreaktion und ein erhöhtes Auftreten von AIF-1 positiven Makrophagen.
Ja, bei Materialien wie Hydrogel und kohäsivem Silikon wurde nach 6 Monaten ein deutlicher Anstieg der Kapselbildung und Entzündungsmarker beobachtet.
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